Professor Julius Smend (Bestand)
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7NL 003
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 7NL Nachlässe >> 7NL 003 Professor Julius Smend
Bestandsbeschreibung: Professor Dr. Julius Smend Findmittel: Findbuch abgedruckt in: MEKGR 11 (1962), S. 245-252 Julius Smend (1857-1930) schloss das Studium der Theologie 1884 mit dem Lic. theol. in Bonn ab. Anschließend war er Hilfsprediger und Religionslehrer in Paderborn und seit 1885 Pfarrer in Seelscheid. 1891 nahm er die Professur am Predigerseminar in Friedberg an, zwei Jahre später, 1893, den Lehrstuhl für Praktische Theologie in Straßburg. 1914 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Theologischen Fakultät der Universität Münster. Hier lehrte er bis zu seiner Emeritierung 1925. Er gab wichtige Anstöße zur Wiederentdeckung der Werke des Komponisten Heinrich Schütz und prägte das evangelische Bachverständnis. Martin Luther und die Reformation ist ein weiteres zentrales Forschungsgebiet, insbesondere die Beziehung des Reformators zur Musik. Daneben befasste er sich mit den Liederdichtern Gerhard Tersteegen und Paul Gerhardt. Der Erste Weltkrieg und seine Bedeutung für die Kirche hat ihn in mehreren Vorträgen beschäftigt. Der Nachlass wurde von seinem Sohn Friedrich (1893-1980), Bibliothekar der Universität Münster (1923-1945), später Professor für Hymnologie und Liturgik der Kirchlichen Hochschule in Berlin, 1930 selbst geordnet. Inhalt: Vorlesungen 1893-1929 - Predigten 1880-1929 - Vorträge und Aufsätze 1889-1929 - Vorträge über Musik, insbesondere zur evangelischen Kirchenmusik 1890-1930 - Vorträge über Johann Sebastian Bach 1917-1930 - Vorträge zur Hymnologie 1916-1928 - Einzelne Liederdichter 1897, 1901, 1914, 1925, 1929 - Über einzelne Gesangbücher 1917-1928 - Über Reformationsjubiläen und über Martin Luther 1892-1923 - Vorträge aus verschiedenen Gebieten (u.a. Kriegsvorträge) 1882-1926 - Vorträge, gehalten im Bielefelder Akademikerbund 1922-1924 - Skizzen (u.a. Agende, Handbuch der Kirchenkunde, Seelscheider Zeit, Schleiermacher, "Der evangelische Gottesdienst") 1880-1930. Verluste/Lücken: Die im Findbuch unter Punkt "D" aufgeführten Lebenserinnerungen wurden dem Archiv nicht übergeben. Literatur: BBKL Bd. 10 (1995), Sp. 649-652; Konrad Klek: Erlebnis Gottesdienst: die liturgischen Reformbestrebungen um die Jahrhundertwende unter Führung von Friedrich Spitta und Julius Smend (Veröffentlichungen zur Liturgik, Hymnologie und theologischen Kirchenmusikforschung 32), Göttingen 1996. Akzessionsdatum: 1961
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ