Nachlass Karlheinz Siegrist (1921-1943): Fliegeroffizier (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, N Siegrist
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Nachlässe >> Andere Nachlässe >> Siegrist
(1915-) 1934 - 1943 (-1948)
Überlieferungsgeschichte
Geschenk von Karl-Ludwig Siegrist 2009
Inhalt und Bewertung
"Fahrtenbücher" und Fotoalben von Reisen und Kriegsalltag des 1943 abgestürzten Fliegeroffiziers Karlheinz Siegrist, z.T. nach seinem Tod von dessen Angehörigen ergänzt.
Überlieferung und Inhalt: Die "Fahrtenbücher" und Fotoalben von Karlheinz Siegrist (1921-1943) sind z.T. von ihm selbst angelegt, z.T. wohl von Angehörigen nach seinem Tod nachgetragen bzw. aus Bild- und Textmaterial zusammengestellt. Sie spiegeln die Wahrnehmungswelt eines erlebnis- und sportbegeisterten jungen Karlsruhers, der im Nationalsozialismus aufwuchs, die Welt sehen wollte und sich wahrscheinlich direkt von der Schule im Dezember 1939 als Freiwilliger zur Luftwaffe meldete; als Unteroffizier stürzte er auf einem Flug in Polen 1943 wegen eines Motorschadens tödlich ab und wurde auf dem Soldatenfriedhof bei Deblin-Irena beerdigt. Abseits des organisierten Tourismus bereiste Siegrist als Schüler vor allem als Tramper mit Freunden Süd-und Südosteuropa und stellte nachträglich seine Fahrtenbücher gewissenhaft zusammen; als Sportler und Skifahrer nahm er auch an Wettkämpfen in Österreich und der Schweiz teil. Die Bilderkommentare zum Kriegsalltag formulieren vor allem die Begeisterung des Fliegers im Kreis seiner Kameraden; nicht zufällig legte die Familie einem der Fotoalben das Szenenbild einer Stuttgarter Aufführung von Zuckmayers "Des Teufels General" (1948) bei. Als bemerkenswerte andere Beilage findet sich in dem Nachlass auch der Nachdruck eines karikaturistischen Skizzenbuchs eines kanadischen Offiziers über den Kriegsalltag, das 1915 bei Langemark in deutsche Hände fiel; es stammt aus dem Besitz von Karl Siegrist, dem Vater Karlheinz Siegrists. Der Nachlass wurde 2009 von der Familie dem Generallandesarchiv als Geschenk übergeben. Er umfasst 5 Bände in 0,10 lfd.m. Karlsruhe, im Januar 2010 Konrad Krimm
Geschenk von Karl-Ludwig Siegrist 2009
Inhalt und Bewertung
"Fahrtenbücher" und Fotoalben von Reisen und Kriegsalltag des 1943 abgestürzten Fliegeroffiziers Karlheinz Siegrist, z.T. nach seinem Tod von dessen Angehörigen ergänzt.
Überlieferung und Inhalt: Die "Fahrtenbücher" und Fotoalben von Karlheinz Siegrist (1921-1943) sind z.T. von ihm selbst angelegt, z.T. wohl von Angehörigen nach seinem Tod nachgetragen bzw. aus Bild- und Textmaterial zusammengestellt. Sie spiegeln die Wahrnehmungswelt eines erlebnis- und sportbegeisterten jungen Karlsruhers, der im Nationalsozialismus aufwuchs, die Welt sehen wollte und sich wahrscheinlich direkt von der Schule im Dezember 1939 als Freiwilliger zur Luftwaffe meldete; als Unteroffizier stürzte er auf einem Flug in Polen 1943 wegen eines Motorschadens tödlich ab und wurde auf dem Soldatenfriedhof bei Deblin-Irena beerdigt. Abseits des organisierten Tourismus bereiste Siegrist als Schüler vor allem als Tramper mit Freunden Süd-und Südosteuropa und stellte nachträglich seine Fahrtenbücher gewissenhaft zusammen; als Sportler und Skifahrer nahm er auch an Wettkämpfen in Österreich und der Schweiz teil. Die Bilderkommentare zum Kriegsalltag formulieren vor allem die Begeisterung des Fliegers im Kreis seiner Kameraden; nicht zufällig legte die Familie einem der Fotoalben das Szenenbild einer Stuttgarter Aufführung von Zuckmayers "Des Teufels General" (1948) bei. Als bemerkenswerte andere Beilage findet sich in dem Nachlass auch der Nachdruck eines karikaturistischen Skizzenbuchs eines kanadischen Offiziers über den Kriegsalltag, das 1915 bei Langemark in deutsche Hände fiel; es stammt aus dem Besitz von Karl Siegrist, dem Vater Karlheinz Siegrists. Der Nachlass wurde 2009 von der Familie dem Generallandesarchiv als Geschenk übergeben. Er umfasst 5 Bände in 0,10 lfd.m. Karlsruhe, im Januar 2010 Konrad Krimm
5 Nummern
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ