Hauptvereinigung der deutschen Viehwirtschaft (Bestand)
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BArch R 17-V
call number: R 17-V
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Wirtschaft, Rüstung, Landwirtschaft
1936-1945(-1950)
Geschichte des Bestandsbildners: Der damalige Reichskommissar für die Milchwirtschaft wurde durch Verordnung vom 14. März 1934 (RGBl. I S. 198) zum Reichskommissar für die Vieh-, Milch- und Fettwirtschaft bestellt. Aufgrund des Gesetzes über den Verkehr mit Tieren und tierischen Erzeugnissen vom 23. März 1934 (RGBl. I S. 224) wurde die Reichsstelle für Tiere und tierische Erzeugnisse errichtet. Durch Verordnung vom 09. Juni 1934 (RGBl. I S. 481) konnte die gesetzliche Grundlage für die Regelung der großen Schlachtviehmärkte geschaffen. Die an diesen Märkten beteiligten Betriebe wurden in Marktvereinigungen und diese widerum in zunächst 14 Bezirksvereinigungen zusammengefasst. Eine einheitliche Steuerung erfolgte durch die Hauptvereinigung für Schlachtviehverwertung, die 1935 in Schlachtviehverwertungsverbänden umbenannt wurden.
Mit Verordnung vom 04. Juli 1935 (RGBl. I S. 1045) wurde die Zahl der Verbände in Anlehnung an die bestehenden Landesbauernschaften auf 20 erhöht und schließlich die Bezeichnung durch Hauptvereinigung der deutschen Viehwirtschaft bzw. Viehwirtschaftsverband ersetzt (Verordnung vom 08. April 1936, RGBl. I S. 366).
Die Hauptvereinigung unterstand der Reichshauptabteilung III ("Der Markt") des Reichsnährstandes.
Mit dem Gesetz über die Auflösung des Reichsnährstandes vom 21.08.1948 wurde auch die Hauptvereinigung formal aufgelöst.
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Die Akten der HVg der deutschen Viehwirtschaft sind im Wesentlichen vom Abwickler des Reichsnährstandes (Oberfinanzdirektion Berlin) 1973 in das Bundesarchiv gelangt.
Archivische Bewertung und Bearbeitung
Eine erste einfache Verzeichnung erfolgte in Form von einer Findkartei. Bei der Überarbeitung der Verzeichnungsangaben wurden z. T. Aktentitel und Enthält-Vermerke konkretisiert sowie die Bestände klassifiziert. Neben bereits bestehenden ursprünglich vorhandenen Bandfolgen wruden archivisch Serien gebildet.
Inhaltliche Charakterisierung: Überlieferungsschwerpunkt liegt bei den Unterlagen des Beschwerdeausschusses.
Erschließungszustand: Findbuch (2005)
Zitierweise: BArch R 17-V/...
Mit Verordnung vom 04. Juli 1935 (RGBl. I S. 1045) wurde die Zahl der Verbände in Anlehnung an die bestehenden Landesbauernschaften auf 20 erhöht und schließlich die Bezeichnung durch Hauptvereinigung der deutschen Viehwirtschaft bzw. Viehwirtschaftsverband ersetzt (Verordnung vom 08. April 1936, RGBl. I S. 366).
Die Hauptvereinigung unterstand der Reichshauptabteilung III ("Der Markt") des Reichsnährstandes.
Mit dem Gesetz über die Auflösung des Reichsnährstandes vom 21.08.1948 wurde auch die Hauptvereinigung formal aufgelöst.
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Die Akten der HVg der deutschen Viehwirtschaft sind im Wesentlichen vom Abwickler des Reichsnährstandes (Oberfinanzdirektion Berlin) 1973 in das Bundesarchiv gelangt.
Archivische Bewertung und Bearbeitung
Eine erste einfache Verzeichnung erfolgte in Form von einer Findkartei. Bei der Überarbeitung der Verzeichnungsangaben wurden z. T. Aktentitel und Enthält-Vermerke konkretisiert sowie die Bestände klassifiziert. Neben bereits bestehenden ursprünglich vorhandenen Bandfolgen wruden archivisch Serien gebildet.
Inhaltliche Charakterisierung: Überlieferungsschwerpunkt liegt bei den Unterlagen des Beschwerdeausschusses.
Erschließungszustand: Findbuch (2005)
Zitierweise: BArch R 17-V/...
Hauptvereinigung der deutschen Viehwirtschaft, 1935-1945
115 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Amtliche Druckschriften: Gesetzliche Grundlagen der landwirtschaftlichen Marktordnung. Sammlung von Gesetzen, Verordnungen, Anordnungen usw. nach dem Stand vom 1. Jan.1941. Hrsg. von der Schriftwaltung des "Verkündungsblatt des Reichsnährstandes". Heft 1: Allgemeiner Teil [RD 87/47]
Gemeinsame Geschäftsordnung der Zusammenschlüsse des Reichsnährstandes. 1941. [RD 87/10]
Literatur: Hennig, Franz: Praktischer Führer durch das Reichsnährstandsrecht. Köln
Reichle, Hermann und Saure, Wilhelm: Der Reichsnährstand, Aufbau, Aufgaben und Bedeutung. Berlin 1940
Sure, Wilhelm: Reichsnährstandsgesetze. Berlin und Leipzig 1935
Gemeinsame Geschäftsordnung der Zusammenschlüsse des Reichsnährstandes. 1941. [RD 87/10]
Literatur: Hennig, Franz: Praktischer Führer durch das Reichsnährstandsrecht. Köln
Reichle, Hermann und Saure, Wilhelm: Der Reichsnährstand, Aufbau, Aufgaben und Bedeutung. Berlin 1940
Sure, Wilhelm: Reichsnährstandsgesetze. Berlin und Leipzig 1935
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST