Der Schultheiss Chunr[at] Pfintzing und die Schöffen zu Nurenberg geben Gerichtsbrief darüber, dass in der Klage des Spitalmeisters Otte der Deutschherren zu Nurenberg und der Siechenpfleger von St. Johans, Herrn Fritze Pfintzings und Herrn Vlrich Hallers, gegen Fritze und Ruedel die Mennlin wegen des Besetzungsrechtes einer Mühle zu Sigleinstorf die Kläger obsiegten aufgrund der Aussage der Zeugen, Herrn Chunrat Nutzels und Hernn Vlrich Kudorfers. Die Kläger behaupteten, die Mühle sei ihnen von Herrn Eberhart Mennlein mit Gesamthand seiner Wirtin Gerhaus als Eigen vermacht mit der Bestimmung, dass die Siechen bei St. Johans 1 Sümmers Korn erhalten sollen, die beim Spital die übrigen Gülten und dass das Besetzungsrecht beiden Teilen gemeinsam zustehe. Die Beklagten behaupteten, das Besetzungsrecht stehe ihnen zu, sie sollten den beiden Häusern die Gülten reichen und hätten das Recht, die Gülten auf andere Güter zu legen. - Zeugen: Herr Heinrich Geusmit, Herr Chunrat Menntellin, Herr Chunrat Stromair.
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Der Schultheiss Chunr[at] Pfintzing und die Schöffen zu Nurenberg geben Gerichtsbrief darüber, dass in der Klage des Spitalmeisters Otte der Deutschherren zu Nurenberg und der Siechenpfleger von St. Johans, Herrn Fritze Pfintzings und Herrn Vlrich Hallers, gegen Fritze und Ruedel die Mennlin wegen des Besetzungsrechtes einer Mühle zu Sigleinstorf die Kläger obsiegten aufgrund der Aussage der Zeugen, Herrn Chunrat Nutzels und Hernn Vlrich Kudorfers. Die Kläger behaupteten, die Mühle sei ihnen von Herrn Eberhart Mennlein mit Gesamthand seiner Wirtin Gerhaus als Eigen vermacht mit der Bestimmung, dass die Siechen bei St. Johans 1 Sümmers Korn erhalten sollen, die beim Spital die übrigen Gülten und dass das Besetzungsrecht beiden Teilen gemeinsam zustehe. Die Beklagten behaupteten, das Besetzungsrecht stehe ihnen zu, sie sollten den beiden Häusern die Gülten reichen und hätten das Recht, die Gülten auf andere Güter zu legen. - Zeugen: Herr Heinrich Geusmit, Herr Chunrat Menntellin, Herr Chunrat Stromair.
Ritterorden, Urkunden 3505
Zusatzklassifikation: Gerichtsbrief
Ritterorden, Urkunden
Ritterorden, Urkunden >> Ritterorden, Urkunden >> 11. Kommende Nürnberg
1326 August 28
Pergament
Urkunden
ger
Vermerke: 17.Jh.
Originaldatierung: 1326 an Sankt Augusteins Tag
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Ausf., dt., Perg. (19,8 x 13,7 cm, Plika 1,4 cm). An Pergamentpressel Siegel von ungebleichtem Wachs, rückwärts 2 Fingereindrücke [?], an der rechten Seite schwer beschädigt; S. Ver. 63. Blattzahl: 1
Originaldatierung: 1326 an Sankt Augusteins Tag
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Ausf., dt., Perg. (19,8 x 13,7 cm, Plika 1,4 cm). An Pergamentpressel Siegel von ungebleichtem Wachs, rückwärts 2 Fingereindrücke [?], an der rechten Seite schwer beschädigt; S. Ver. 63. Blattzahl: 1
Vorbereitungsarbeiten Nürnberger Urkundenbuch (227). Abschr.: Deutscher Orden Urkunden 3263; NUB: Pfintzing und Haller als Siechenpfleger St. Johannis; BB 212: Bürge 1309 zusamnmen mit "filius suus".
Otto (DO-Bruder, Spitalpfleger zu Nürnberg)
Mennlein, Friedrich
Mennlein, Rüdiger
Mennlein, Erhard
Mennlein, Gerhaus
Pfinzing, Konrad
Nützel, Konrad
Kudorfer, Ulrich
Pfinzing, Friedrich
Haller, Ulrich
Geusmid, Heinrich
Mennlein, Konrad
Stromeier, Konrad
Siegelsdorf (Gde. Veitsbronn, Lkr. Fürth)
Nürnberg, Stadtgericht
Nürnberg, Siechenkobel St. Johannis
Nürnberg, Altes Spital
Siechkobel
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 11:51 MESZ
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