Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er Hans Kraus (Kraußen) zu Bensheim zu seinem Salpetermacher bestallt hat. Hans soll in seinem Fürstentum zu Bayern und "hie unden" am Rhein, wo der Pfalzgraf ihn hinweist, einzig für diesen auf eigene Kosten Salpter suchen und machen. Den Salpeter soll Hans ihm wohlgeläutert "uff die prob" für 6 ½ Gulden pro Zentner verkaufen. Aus Gnade will der Aussteller ihm unverzüglich ein Hofkleid geben, ansonsten muss er keinen weiteren Lohn reichen. Kurfürst Philipp will Hans jedoch dabei behilflich sein, mit Kesseln und Geschirr sein Handwerk zu beginnen und ihm bei Bedarf auch ein oder zwei Malter Korn reichen, wobei die dafür anfallenden Kosten beglichen werden sollen, indem der Pfalzgraf bis zur Begleichung derselben lediglich 4 ½ Gulden pro Zentner zahlt. Der Salpeter soll beim Kauf geprüft werden; wenn er nicht rein genug ist, soll Hans ihn wieder an sich nehmen und "recht machen". Unter der Urkundenabschrift Vermerk, dass Dieter von Gemmingen (Gemyngen) und Hans Becker von Maulbronn (Beckerhensel von Mulbronn) in gleicher Weise (in simili forma) bestallt worden sind.
Vollständigen Titel anzeigen
Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er Hans Kraus (Kraußen) zu Bensheim zu seinem Salpetermacher bestallt hat. Hans soll in seinem Fürstentum zu Bayern und "hie unden" am Rhein, wo der Pfalzgraf ihn hinweist, einzig für diesen auf eigene Kosten Salpter suchen und machen. Den Salpeter soll Hans ihm wohlgeläutert "uff die prob" für 6 ½ Gulden pro Zentner verkaufen. Aus Gnade will der Aussteller ihm unverzüglich ein Hofkleid geben, ansonsten muss er keinen weiteren Lohn reichen. Kurfürst Philipp will Hans jedoch dabei behilflich sein, mit Kesseln und Geschirr sein Handwerk zu beginnen und ihm bei Bedarf auch ein oder zwei Malter Korn reichen, wobei die dafür anfallenden Kosten beglichen werden sollen, indem der Pfalzgraf bis zur Begleichung derselben lediglich 4 ½ Gulden pro Zentner zahlt. Der Salpeter soll beim Kauf geprüft werden; wenn er nicht rein genug ist, soll Hans ihn wieder an sich nehmen und "recht machen". Unter der Urkundenabschrift Vermerk, dass Dieter von Gemmingen (Gemyngen) und Hans Becker von Maulbronn (Beckerhensel von Mulbronn) in gleicher Weise (in simili forma) bestallt worden sind.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 818, 617
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1501 April 15 (uff dornstag nach ostern)
fol. 449r-449v [alt: 391r-391v]
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Kopfregest: "Bestellung Hans Krausen Diether von Gemyngen und Beckerhensell".
Becker, Hans (Beckerhensel), von Maulbronn; Salpetermacher, erw. 1500, 1507
Gemmingen, Dieter von; Salpetermacher, erw. 1500
Kraus, Hans, von Bensheim; Salpetermacher, erw. 1500
Oberpfalz, bayerische Lande des Fürstentums der Pfalz
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:13 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)
- Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) (Tektonik)
- Amtsbücher (Tektonik)
- Kopialbücher (Tektonik)
- Kopialbücher (Bestand)
- Weltliche Territorien und Herrschaften (Gliederung)
- Kurpfalz (Gliederung)
- Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten (Gliederung)
- Philipp (Gliederung)
- Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) (Archivale)
- Urkunden (Teil)
Public Domain Mark 1.0 Universell