Die Appellatin hatte auf Rückgabe von Haus Hönnepel, das den Appellantinnen zur Nutzung übertragen worden war, um die ausstehenden Teile ihrer Erbabfindung von 18000 Rtlr. daraus zu ziehen, geklagt. Die Vorinstanz hatte ihnen Rechnungslegung über die seit 1638 gezogenen Einnahmen auferlegt. Am RKG appellantischer Attentatsvorwurf und Versuche, das Verfahren gegen den Widerstand der Vorinstanz, deren Prokurator ohne nähere Erläuterung auf Verstoß gegen das Appellations-Privileg verwies, und die nicht erscheinenden Appellaten in Gang zu bringen.
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Die Appellatin hatte auf Rückgabe von Haus Hönnepel, das den Appellantinnen zur Nutzung übertragen worden war, um die ausstehenden Teile ihrer Erbabfindung von 18000 Rtlr. daraus zu ziehen, geklagt. Die Vorinstanz hatte ihnen Rechnungslegung über die seit 1638 gezogenen Einnahmen auferlegt. Am RKG appellantischer Attentatsvorwurf und Versuche, das Verfahren gegen den Widerstand der Vorinstanz, deren Prokurator ohne nähere Erläuterung auf Verstoß gegen das Appellations-Privileg verwies, und die nicht erscheinenden Appellaten in Gang zu bringen.
AA 0627, 743 - B 2010/5999
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1654-1660 (1596-1659)
Enthaeltvermerke: Kläger: Gertrud und Felicitas Gräfinnen von Bronckhorst, Gronsveld und Eberstein, Frauen zu Batenburg, Alpen und Hönnepel (Bekl.) Beklagter: Sibylle Franz gen. Öhler, Witwe des Bruders der Appellantinnen, Otto Wilhelm von Bronckhorst, weder sie noch nach ihrem Tod die Vormünder der gemeinsamen Kinder: Dr. Wilhelm Bachman, Dr. Adam Ising, Herman von Elverich gen. Hals, Dr. Egebert Hoff erschienen am RKG; 1659 Graf Hans Philipp von Bronckhorst (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Joh. Georg von Gülcher (!) 1652 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Georg Goll 1659 - Subst.: Dr. Johann Carl Müeg - für die Vorinstanz: Dr. Georg Goll [1642] 1654, [1656] 1657 Prozeßart: Appellationis et mandati attentatorum revocatorii, cassatorii et inhibitorii sine clausula, (1655) Ladung per rescriptum Instanzen: 1. Klev. Justizrat und Hofgerichtsräte zu Kleverhamm mit Rat der Juristenfakultät der Universität Rinteln 1651-1652 - 2. RKG 1654-1660 (1596-1659) Beweismittel: Acta priora (Bl. 21 - 414). Mit RKG-Urteil vom 7. Juli 1658 werden die am 2. Nov. 1654 eingebrachten Vollmachten als “unformblich” mit Vorbehalt der Ordnungsstrafe verworfen (4). Sentenz der juristischen Fakultät der Universität Rinteln, 1652 (15f.). Erklärung der beiden Schwestern betr. das elterl. Erbe, mit inserierter Urkunde ihres Bruders Jost Maximilian, 1637 (65-76). Anwälte der beiden Schwestern erklären in deren Namen, daß sie wegen der im Vertrag vom 11. Aug. 1638 von Jost Maximilian versprochenen Restanten von den 18000 Rtlrn. Erbteil zufriedengestellt worden sind und keine weiteren Erbansprüche mehr haben (76-85). Rechtsgutachten der juristischen Fakultät der Akademie Utrecht, 1651 (152- 161). Auszug aus dem Testament der Elisabeth von Bronckhorst, 1596 (303-312). Auszug aus: Fridericus a Sande, Commentarius in Gelriae et Zutphaniae Consuetudines Feudales, tit. 3, c. 1, § 8, das Erbrecht der Töchter betr. (312-315). Zeugenvernehmung durch Schultheiß und Schöffen der Herrschaft Rimburg, 1652 (326-332). Bekenntnis Otto Wilhelms, 1651 (340-342). Schreiben des Jost Maximilian von Bronckhorst, 1651, worin er seines Bruders Bekenntnis nicht anerkennt, Sibylle weiterhin als dessen Konkubine bezeichnet und gegen die von ihrer Seite am 14. Apr. 1651 durch Dr. Daubenhaus erfolgte Besitzergreifung von Schloß Hönnepel protestiert und auf die auch im Westfälischen Frieden verbriefte geistl. Jurisdiktion des Erzbischofs von Köln verweist (370-385). Befehl des Kaisers Ferdinand III. an die klev. Regierung, 1652: Jost Maximilian hat für sich und im Namen seiner beiden Schwestern am 30. Mai gegen ihr Urteil vom 27. Mai beim RHR als judicem immediate superiorem Appellation eingelegt (409-413). Johann Philipp Graf von Gronsveld bittet um Einsetzung, salvo petitorio, in das Gut zu Keppeln (Kr. Kleve), in Niedermörmter, in die ostendorpische Rente, in die Rente bei dem Frhr. von Bylandt, in den Zehnt zu Altkalkar und in das Recht, welches den Kindern seines Bruders Otto Wilhelm in und an der Herrschaft Hönnepel zusteht (432). Beschreibung: 9 cm, 433 Bl., lose; Q 1 - 21, es fehlen Q 12 (Vollmacht Gülcher), 19, 3 Beilagen, davon 1 = Q 5*.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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