Jakob Heuttelin von Pfronstetten (1) und Barbara Sälig, Witwe des verstorbenen Hans Schentzlin zu Harthausen, schließen mit obrigkeitlicher Zustimmung des Junkers Kaspar Bernhard Speth von Zwiefalten zu Gammertingen, Feldhausen und Harthausen einen Heiratsvertrag: 1) Eheschließung mit öffentlichem Kirchgang 2) Die von Barbara Sälg aus 1. Ehe in die Ehe eingebrachten Kinder Martin, Matheis, Hans und Maria werden gleich evtl. Kindern aus 2. Ehe aufgezogen und erzogen. Die 4 Kinder erhalten von ihrem Stiefvater als freien Voraus 12 Gulden: ab Georgi 1605 jeweils jährlich 4 Gulden. Das Geld kann auch gegen Verzinsung angelegt werden 3) Wenn Barbara Sälig vor Jakob Heuttelin stirbt, soll das zugebrachte Gütlein mit allem Zubehör an Jakob Heuttelin allein übergehen 4) Der Stiefvater muß die 3 Buben ein Handwerk und das Mädchen das Nähen erlernen lassen. Wenn einer nach beendigter Lehrzeit auf Wanderschaft gehen will, muß der Stiefvater einen "ziemlichen" Weg- oder Zehrpfennig geben 5) Die 4 Kinder aus 1. Ehe sind in gleicher Weise erbberechtigt wie etwaige Kinder aus 2. Ehe. Wenn eines davon stirbt, beerben es die Geschwister (1) Pfronstetten, Kreis Münsingen
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Jakob Heuttelin von Pfronstetten (1) und Barbara Sälig, Witwe des verstorbenen Hans Schentzlin zu Harthausen, schließen mit obrigkeitlicher Zustimmung des Junkers Kaspar Bernhard Speth von Zwiefalten zu Gammertingen, Feldhausen und Harthausen einen Heiratsvertrag: 1) Eheschließung mit öffentlichem Kirchgang 2) Die von Barbara Sälg aus 1. Ehe in die Ehe eingebrachten Kinder Martin, Matheis, Hans und Maria werden gleich evtl. Kindern aus 2. Ehe aufgezogen und erzogen. Die 4 Kinder erhalten von ihrem Stiefvater als freien Voraus 12 Gulden: ab Georgi 1605 jeweils jährlich 4 Gulden. Das Geld kann auch gegen Verzinsung angelegt werden 3) Wenn Barbara Sälig vor Jakob Heuttelin stirbt, soll das zugebrachte Gütlein mit allem Zubehör an Jakob Heuttelin allein übergehen 4) Der Stiefvater muß die 3 Buben ein Handwerk und das Mädchen das Nähen erlernen lassen. Wenn einer nach beendigter Lehrzeit auf Wanderschaft gehen will, muß der Stiefvater einen "ziemlichen" Weg- oder Zehrpfennig geben 5) Die 4 Kinder aus 1. Ehe sind in gleicher Weise erbberechtigt wie etwaige Kinder aus 2. Ehe. Wenn eines davon stirbt, beerben es die Geschwister (1) Pfronstetten, Kreis Münsingen
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 173/174 T 2 Nr. 73
Repert. VII B 3 Nr. 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 173/174 T 2 Herrschaft Gammertingen-Hettingen: Urkunden
Herrschaft Gammertingen-Hettingen: Urkunden >> 1. Urkunden
1605 Januar 25
Urkunden
Zeugen: Hans Guldin, Schultheiß; Stoffel Leuphardt (auch Liebhardt); (Jung) Bernhard Beesch, Pfleger der 4 Kinder; Ludwig Dietterlin, alle von Harthausen; Georg Doldinger zu Gammertingen
Siegler: Junker Kaspar Bernhard Speth von Zwiefalten
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel mit Papierdecke (lose)
Vermerke: Papierlibell, 3 Blatt||Dorsualvermerk: No. 1
Siegler: Junker Kaspar Bernhard Speth von Zwiefalten
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel mit Papierdecke (lose)
Vermerke: Papierlibell, 3 Blatt||Dorsualvermerk: No. 1
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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