Amt Burgdorf-Ilten (Bestand)
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NLA HA, Hann. 74 Burgdorf-Ilten
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.11 Kurfürstentum/Königreich Hannover >> 1.11.6 Allgemeine Verwaltung >> 1.11.6.2 Untere Landesbehörden >> 1.11.6.2.3 Ämter im Landdrosteibezirk Lüneburg
1501-1889
Bestandsgeschichte: I. Behördengeschichte
Die Amtsvogtei Ilten umfasste nach dem Stand von 1823 das Gebiet der sogenannten "Großen Freien", jener 14 Gemeinden vor den Toren Hannovers, die sich durch ihre besondere Rechtsstellung bis in die Neuzeit hinein vom sonst meist grundherrlichen abhängigen Bauernstand unterschieden. Sie war unterteilt in die Hausvogtei (Ilten, Ahlten, Bilm, Höver) und die Vogteien Anderten, Dolgen, Evern, Haimar mit Klein Lobke, Harber, Lehrte und Sehnde mit Gretenberg und Rethmar. Bei der Reform von 1852 erhielt sie die Bezeichnung Amt, blieb jedoch im Umfang unverändert. Die Amtsreform von 1859 wies das Amt Ilten geschlossenen dem Amt Burgdorf zu (nur der bei der Teilung des Ahltener Waldes dem Domanium zugefallene Anteil kam an das Amt Hannover).
II. Literaturhinweise
III. Bestandsgeschichte
Die Amtsregistratur gelangte vor 1943 in das Hauptstaatsarchiv nach Hannover. Sie weist erhebliche Lücken auf. Diese sind zum Teil dadurch entstanden, dass Iltener Akten nach 1859 vom Amt Burgdorf weitergeführt und in dessen Registratur eingereiht wurden. Außerdem wurden bestimmte Aktengruppen (Höfe-, Ablösungs- und Verkoppelungssachen) bei der Ablieferung an das Hauptstaatsarchiv offenbar in Burgdorf zurückbehalten und später den einzelnen Gemeinden übergeben. Ein Teil dieser Akten kam nach dem Krieg nach Burgdorf zurück und wird jetzt im Kreisarchiv verwahrt. Teile hiervon sind seit 1973 an das Hauptstaatsarchiv in Hannover abgegeben worden (siehe Hann. 74 Burgdorf). Etwa 12 Fach Akten aus dem Bereich des Amts Ilten gelangten bei der Rückgabeaktion nach Burgdorf in die Obhut des Hauptlehrers Hugo Remmert in Ilten, aus dessen Nachlass sie 1969 an das Hauptstaatsarchiv übergeben wurden. Soweit sie noch formiert waren, wurden diese Akten in die Bestände der Ämter Ilten (Hann. 74 Burgdorf-Ilten) und Burgdorf (Hann. 74 Burgdorf) eingefügt. Sie sind im
Bestandsgeschichte: vorliegenden Findbuch mit "R" gekennzeichnet. Der größte Teil ist jedoch aus den Aktendeckeln genommen und in Einzelvorgänge aufgelöst worden. Eine Neuordnung und Rückführung in die Amtsregistraturen ist wünschenswert, zur Zeit jedoch nicht möglich.
Es ist darauf hinzuweisen, dass die Aufstellung der Iltener Akten als eigener Bestand eine Ausnahme von der Regel darstellt, die gemäß der Amtseinteilung von 1859 eine Eingliederung in den Bestand des Amtes Burgdorf (Hann. 74 Burgdorf) erfordert hätte. Das Material für Forschungen über das Amt Ilten ist aber für die Zeit vor 1859 vor allem im vorliegenden Bestand, für die Zeit danach im Bestand des Amts Burgdorf zu suchen, der jedoch auch ältere Akten zum Amt Ilten enthält.
Nach 1945 wurde zunächst von Prof. Ohnsorge ein summarisches Repertorium als Findbehelf erstellt.
Parallele Archivbestände
Außer den Bestand des Amtes Burgdorf (Hann. 74 Burgdorf) und dem Nachlass Remmert (Kleine Erwerbungen) sind folgende Bestände im Hauptstaatsarchiv in Hannover zur Ergänzung heranzuziehen:
Celle Br. 61 (Ämtersachen, 1540-1712)
Celle Br. 61 a (Ämtersachen der Kanzlei, 1502-1714)
Hann. 76 b (Ämterbestallungen, 1644-1819)
Hann. 88 G (Ämtersachen der Kammer, 1668-1858)
Hann. 112 (Amtsadvokaten, 1578-1834)
Hann. 80 Lüneburg (Ämtersachen der Landdrostei Lüneburg, 1801-1858)
Dep. 101 (Nachlass Dr. Busch)
Hannover, Januar 1970
gez. Dieter Brosius
Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Februar
Bestandsgeschichte: 2013
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Die Amtsvogtei Ilten umfasste nach dem Stand von 1823 das Gebiet der sogenannten "Großen Freien", jener 14 Gemeinden vor den Toren Hannovers, die sich durch ihre besondere Rechtsstellung bis in die Neuzeit hinein vom sonst meist grundherrlichen abhängigen Bauernstand unterschieden. Sie war unterteilt in die Hausvogtei (Ilten, Ahlten, Bilm, Höver) und die Vogteien Anderten, Dolgen, Evern, Haimar mit Klein Lobke, Harber, Lehrte und Sehnde mit Gretenberg und Rethmar. Bei der Reform von 1852 erhielt sie die Bezeichnung Amt, blieb jedoch im Umfang unverändert. Die Amtsreform von 1859 wies das Amt Ilten geschlossenen dem Amt Burgdorf zu (nur der bei der Teilung des Ahltener Waldes dem Domanium zugefallene Anteil kam an das Amt Hannover).
II. Literaturhinweise
III. Bestandsgeschichte
Die Amtsregistratur gelangte vor 1943 in das Hauptstaatsarchiv nach Hannover. Sie weist erhebliche Lücken auf. Diese sind zum Teil dadurch entstanden, dass Iltener Akten nach 1859 vom Amt Burgdorf weitergeführt und in dessen Registratur eingereiht wurden. Außerdem wurden bestimmte Aktengruppen (Höfe-, Ablösungs- und Verkoppelungssachen) bei der Ablieferung an das Hauptstaatsarchiv offenbar in Burgdorf zurückbehalten und später den einzelnen Gemeinden übergeben. Ein Teil dieser Akten kam nach dem Krieg nach Burgdorf zurück und wird jetzt im Kreisarchiv verwahrt. Teile hiervon sind seit 1973 an das Hauptstaatsarchiv in Hannover abgegeben worden (siehe Hann. 74 Burgdorf). Etwa 12 Fach Akten aus dem Bereich des Amts Ilten gelangten bei der Rückgabeaktion nach Burgdorf in die Obhut des Hauptlehrers Hugo Remmert in Ilten, aus dessen Nachlass sie 1969 an das Hauptstaatsarchiv übergeben wurden. Soweit sie noch formiert waren, wurden diese Akten in die Bestände der Ämter Ilten (Hann. 74 Burgdorf-Ilten) und Burgdorf (Hann. 74 Burgdorf) eingefügt. Sie sind im
Bestandsgeschichte: vorliegenden Findbuch mit "R" gekennzeichnet. Der größte Teil ist jedoch aus den Aktendeckeln genommen und in Einzelvorgänge aufgelöst worden. Eine Neuordnung und Rückführung in die Amtsregistraturen ist wünschenswert, zur Zeit jedoch nicht möglich.
Es ist darauf hinzuweisen, dass die Aufstellung der Iltener Akten als eigener Bestand eine Ausnahme von der Regel darstellt, die gemäß der Amtseinteilung von 1859 eine Eingliederung in den Bestand des Amtes Burgdorf (Hann. 74 Burgdorf) erfordert hätte. Das Material für Forschungen über das Amt Ilten ist aber für die Zeit vor 1859 vor allem im vorliegenden Bestand, für die Zeit danach im Bestand des Amts Burgdorf zu suchen, der jedoch auch ältere Akten zum Amt Ilten enthält.
Nach 1945 wurde zunächst von Prof. Ohnsorge ein summarisches Repertorium als Findbehelf erstellt.
Parallele Archivbestände
Außer den Bestand des Amtes Burgdorf (Hann. 74 Burgdorf) und dem Nachlass Remmert (Kleine Erwerbungen) sind folgende Bestände im Hauptstaatsarchiv in Hannover zur Ergänzung heranzuziehen:
Celle Br. 61 (Ämtersachen, 1540-1712)
Celle Br. 61 a (Ämtersachen der Kanzlei, 1502-1714)
Hann. 76 b (Ämterbestallungen, 1644-1819)
Hann. 88 G (Ämtersachen der Kammer, 1668-1858)
Hann. 112 (Amtsadvokaten, 1578-1834)
Hann. 80 Lüneburg (Ämtersachen der Landdrostei Lüneburg, 1801-1858)
Dep. 101 (Nachlass Dr. Busch)
Hannover, Januar 1970
gez. Dieter Brosius
Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Februar
Bestandsgeschichte: 2013
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ