Die Abtei Steinfeld verkauft dem Johann Birckmann, Schultheiß zu Steinfeld, ihren Hof zu Marmagen, den sie von den Eheleuten Paul und Eva Weuer gekauft hatte. Jakob von Panhauß, Abt, Petrus Mockerl, Prior, Petrus Creueldie, Subprior, Jodocus Poll, Kellner, und der ganze Konvent des Klosters Steinfeld bekunden, dass sie vor kurzem das Erbe der Verstorbenen Paul Weuer und seiner Frau Eva in der Steinfelder Hoheit Marmagen gelegen, nämlich eine Hofstatt mit Haus, Ställen, Scheunen, Garten und Bongart bei dem Gässchen an der Boesbanen mit einigen Wiesen, Ackerland und Busch, gekauft haben. Es handelt sich um folgende Stücke: In der ersten Flur: 1/2 Morgen auf der Iserkaule, an der einen Seite der Lange Jan, an der oberen Seite Smitz Laurentz. Auf dem Mühlenpfad 3 Viertel Land, oben längs Schomechers Lienart, unten längs Smitz Laurentz. In der zweiten Flur: Auf dem Schweicher 2 1/2 Viertel Land, unten längs Heisges Kinder, oben längs Zilgen Daempgen. Auf dem hollen wege 1 Morgen, unten längs Kuppen Daem, oben längs Koechs Wilhelm. Auf Weilerbroech längs dem Busch 1 1/2 Viertel, oben längs dem Steinfelder Busch, an der Seite Walpern Gerhart. Am Wolfsdern 1/2 Morgen, an einer Seite Neumantz Jentgen, unten längs Smitz Laurentz. In der dritten Flur: Auf dem Brückenweg 3 Viertel Land, oben längs Decker Laurentz, unten längs Thorn Theiß. Auf dem Broech 1 Viertel, oben längs Thielgen Heisgens, stößt längs ein Bentchen, unten längs Titus Trintgen. An der Wolfskaule 3 1/2 Viertel, oben zu Thorn Theis, unten Simon Foerster, vorhaupt Heisges Kinder. Auf dem Kirsbaum 1 Morgen, unten längs Thorn Theis, vorhaupt Simons Trentz und Heisges Kinder, oben Walpern Gerhart. In der obersten Schleibach 1/2 Morgen Benden, unten längs Lenartz Trentz, oben Feyen Gerhart. Bei Katzwinckel im snoer 1 Morgen, stößt auf die Steinfelder Benden, ein langes Bendchen, an der anderen Seite Jenniges und Heisges Güter. Daneben etliches rauv oder Heideland wie folgt: 1 1/2 Morgen oberhalb des Bends am obersten Schleibach, vorhaupt Fien Gerhart, an der anderen Seite Lienartz Deckers Laurentz; oberhalb des snoer am Broech 1 1/2 Viertel Land; 3 Morgen Land vor dem Broech; 5 Morgen 3 Viertel Land am snoer; 1 Morgen auf der knippen am Wege und vurs. gutter sint das halbtheil in unß gotzhaus lehengutt genant Roperscheit gutt. Ein Viertel des Mummartzguts: auf der hardt1 1/2 Morgen, stoßen an den Weg neben Nybis Daem und längs Heisges Kinder; 1 1/2 Morgen auf der Hart stößt oben am Weg neben Nybiß Daem und Heisges Kinder, unten auf die Benden; 1 Viertel Land oberhalb Drutges Siefen; 1 Viertel an dem snoer, schießt auf die Steinfelder Benden; hinten an Drutges Siefen 3 Viertel Benden, oben längs Jennisgen, unten Thiel Bodden Kinder und Nybis Daem; Auch Pauls Anteil Busch in der Hart. Abt und Konvent bekunden, diese Güter mit allem Zubehör verkauft zu haben an Johan Birckmann von Oppoetern, Schultheiß zu Steinfeld und seine Frau Lucie für 218 Gulden, 13 Albus und 4 Heller, wobei der Goldgulden 8 Mark 8 Schilling, der Taler 8 Mark 2 Schilling und der Raderalbus 20 Heller galten. Die Eheleute versprechen, das Erbe ungeteilt zu lassen. Wenn sie das Gut aus Not verkaufen müssen, darf das nur mit Zustimmung von Abt und Konvent geschehen. Wenn die Käufer ohne Hinterlassung von Leibeserben sterben, dürfen die Verkäufer das Gut von den nächsten Verwandten zu dem genannten Preis zurückkaufen. Wenn die Käufer über kurz oder lang Neubauten errichten, brauchen die Rückkaufer nach ländlicher Gewohnheit nur die Hälfte zu bezahlen. Wenn die Eheleute zu den Roperscheiter oder Mummartzlehengütern weiteres hinzukaufen oder -erhalten, dürfen die Rückkaufer sie mit erwerben, damit die Güter beieinander bleiben. Die Käufer haben die Einhaltung der Punkte gelobt. Es siegeln die Aussteller mit dem Abts- und Konventssiegel.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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