Graf Bernhard [VIII.] zur Lippe verweist auf den Lehnbrief (Urkunde von 1556 Juli 25, abschriftlich in StA Detmold, Signatur: L 6 Nr. 298, f.8), in dem er Johann Hocker, seinen Amtmann zu Blomberg, in das Mannlehen eingesetzt hat, das durch den Tod der Gebrüder [Hermann und Dietrich] Berending heimgefallen war. Da aber drei Stücke Land aus diesem Lehen, gelegen "an dem doren bei der Floricken lande", durch Verpfändung rechtmäßig an Florin Flörke gelangt sind und Arent Smerheme, Vogt des Grafen, auf den vollzogenen Kauf des Lehens hingewiesen hat, entläßt Graf Bernhard die erwähnten drei Stücke Land aus seiner Lehnshoheit und überläßt sie der freien Verfügungsgewalt der Besitzer, die sich darüber vergleichen sollen. Siegelankündigung und Unterschrift des Ausstellers "Gebenn nach der geport Christi funffzeinhundert und im neunn und funfzigstenn Jahre am tage Simonis et Jude"
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Graf Bernhard [VIII.] zur Lippe verweist auf den Lehnbrief (Urkunde von 1556 Juli 25, abschriftlich in StA Detmold, Signatur: L 6 Nr. 298, f.8), in dem er Johann Hocker, seinen Amtmann zu Blomberg, in das Mannlehen eingesetzt hat, das durch den Tod der Gebrüder [Hermann und Dietrich] Berending heimgefallen war. Da aber drei Stücke Land aus diesem Lehen, gelegen "an dem doren bei der Floricken lande", durch Verpfändung rechtmäßig an Florin Flörke gelangt sind und Arent Smerheme, Vogt des Grafen, auf den vollzogenen Kauf des Lehens hingewiesen hat, entläßt Graf Bernhard die erwähnten drei Stücke Land aus seiner Lehnshoheit und überläßt sie der freien Verfügungsgewalt der Besitzer, die sich darüber vergleichen sollen. Siegelankündigung und Unterschrift des Ausstellers "Gebenn nach der geport Christi funffzeinhundert und im neunn und funfzigstenn Jahre am tage Simonis et Jude"
D 72 Stiewe, 2
D 72 Stiewe Nachlass Dr. Martin Stiewe
Nachlass Dr. Martin Stiewe >> 1. Urkunden
1559 Oktober 28
Stiewe, Dr. Martin
Überlieferungskommentar: Ausf.: Pergament, Siegel angehängt, stark beschädigt: Helm mit Grafenkrone und Hahnenfedern, Umschrift: Berent Grav...or Lippe
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:28 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
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- 1.3.5. Nachlässe (Tektonik)
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