Johann Graf zu Sonnenberg, Herr zu Wolfegg, schließt mit Hartmann [von Burgau], Abt, und dem Konvent zu Weingarten einen Tauschvertrag. Er übergibt sein Gut diesseits des Waldes gelegen, genannt "Zur Schüßlerhalden", das bisher Jakob Rot innehatte. Das Gut hat überall "offens ufgethans velds und gestüds das noch unuffgethan ist" im Umfang von etwa 18 Jucharten. Es grenzt an den Wald sowie die Güter des Andres Koch, +Konrad und Jos Ruf, Enderlin Koch, Barthlome Knöpfler, Jos und Konrad Musch. Es zinst jährlich 4 Scheffel Hafer, die Rot und Ehefrau Elsa Bruerin auf Lebenszeit dem Kloster nach Zinsrecht geben sollen. Der Landvogt in Schwaben zu Ravensburg erhält davon als Landlos 4 Strichen Hafer Ravensburger Maßes. Weingarten übergibt dem Aussteller dafür das Gut "Zum Dorf" zum Wolfharts bei der "kirchen und wydin" mit näher beschriebenen Flurstücken, darunter eines an der Gasse unterhalb der Kirche, über das der Fußsteg nach dem Neckerfurt (=Neckenfurt) führt. Früher hatte es der alt Vogler inne, wie es auch Michel "zum Mairhof (=Maierhof)", Unterhofmeister, verliehen war.
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Johann Graf zu Sonnenberg, Herr zu Wolfegg, schließt mit Hartmann [von Burgau], Abt, und dem Konvent zu Weingarten einen Tauschvertrag. Er übergibt sein Gut diesseits des Waldes gelegen, genannt "Zur Schüßlerhalden", das bisher Jakob Rot innehatte. Das Gut hat überall "offens ufgethans velds und gestüds das noch unuffgethan ist" im Umfang von etwa 18 Jucharten. Es grenzt an den Wald sowie die Güter des Andres Koch, +Konrad und Jos Ruf, Enderlin Koch, Barthlome Knöpfler, Jos und Konrad Musch. Es zinst jährlich 4 Scheffel Hafer, die Rot und Ehefrau Elsa Bruerin auf Lebenszeit dem Kloster nach Zinsrecht geben sollen. Der Landvogt in Schwaben zu Ravensburg erhält davon als Landlos 4 Strichen Hafer Ravensburger Maßes. Weingarten übergibt dem Aussteller dafür das Gut "Zum Dorf" zum Wolfharts bei der "kirchen und wydin" mit näher beschriebenen Flurstücken, darunter eines an der Gasse unterhalb der Kirche, über das der Fußsteg nach dem Neckerfurt (=Neckenfurt) führt. Früher hatte es der alt Vogler inne, wie es auch Michel "zum Mairhof (=Maierhof)", Unterhofmeister, verliehen war.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 405
B 515 U 0405
Bergatreuter Amt fasc. 004 n. 15
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden >> Urkunden
1502 Mai 30 (menntag vor sant Nicomedis tag)
24,6 x 37,9 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Johann Graf zu Sonnenberg, Herr zu Wolfegg
Empfänger: Hartmann [von Burgau], Abt, und Konvent zu Weingarten
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Empfänger: Hartmann [von Burgau], Abt, und Konvent zu Weingarten
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Bruerin, Elsa
Burgau, Hartmann von; Abt von Weingarten
Knöpfler, Bartholome
Koch, Andreas
Koch, Enderlin
Mairhof, Michel zum, Unterhofmeister
Musch, Jos
Musch, Konrad
Rot, Elsa
Rot, Jakob
Ruf, Jos
Ruf, Konrad
Schwaben, Landvogt
Sonnenberg, Johann Graf von
Vogler
Weingarten, Hartmann von Burgau; Abt
Wolfegg, Johann Graf zu Sonnenberg, Herr zu
Maierhof : Wolfegg RV; Einwohner
Neckenfurt : Wolfegg RV
Ravensburg RV; Landvogt
Ravensburg RV; Maß
Schüßlerhalden : Vogt RV (?)
Weingarten RV; Kloster, Abt und Konvent
Wolfegg RV
Wolfharts : Wolfegg RV (?)
Zum Dorf : Wolfegg RV (?)
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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