Jörg von Hornstain, gen. Hertenstein (Herttenstain), zu Grüningen (zu(o) Gru(e)ningen) bekundet für sich und seine Erben, dem festen Hanns von Mulfingen, Vogt zu Sigmaringen, und allen seinen Erben für 750 fl rh, deren Empfang bestätigt wird, zu freiem Eigentum verkauft zu haben: Den Burgstall Schatzberg mit Zubehör, das Dorf Egelfingen mit der Vogtei sowie alle dem Burgstall Schatzberg zustehenden und einzeln aufgeführten Zinsen und Gülten aus dem Vogtrecht der Kirche zu Emerfeld (Emmerfeld), der Feldmühle (Veldmulin) zu Langenenslingen, Zinszahlungen des Haintz Grif, Thys Ha(e)lding, Hanns App Jo(e)rg Schilling aus Erhart Ha(e)ldings Hofstatt, Schut, Bartholome Schwartz, Hans Stob aus des alten Gebels Hofstatt an Mulgasse, Eberlin Krumb aus Bartenstains Hofstatt, Zinsen aus dem Kirchhof zu Langenenslingen (Enslingen), l Wiese im Wytrid bei Ertingen, l Wiese unterm Hertenstain, l Gütlein zu Bingen, des Fritags Gut gen., sowie alle noch nicht verkauften Eigenleute des Burgstalls Schatzberg mit allen die gen. Gerechtigkeiten betr. Urkunden u. Rodeln. Der Burgstall Schatzberg mit Zubehör war vom verst. Vetter des A., dem edlen und festen Conrat von Hornstain, seiner Tochter Sophye von Hornstain, Wwe. des Sebastion von Stetten, als Heimsteuer in Höhe von 900 fl rh angewiesen worden, wofür der A. als Mitgewere bestimmt wurde. In einem Vergleich zwischen der gen. Sophye v. Hornstain und dem A. vor dem Hofgericht zu Rottweil (Rotwyl) unter dem Vorsitz des Gf. Jo(e)rg zu Werdenberg und zum Heiligenberg (Hailgenberg) wurde festgesetzt, daß auch der edle und feste Caspar von Hornstain, Vetter des A., über seinen Vater Miterbe des gen. Conrat von Hornstain an Schatzberg ist. Dem A. wurde der Burgstall Schatzberg mit der Vogtei des Dorfs Egelfingen, das Vogtrecht der Kirche zu Emerfeld mit allem Zubehör mitsamt dem Wasserrecht an der Lauchert sowie 750 fl rh unter der Bedingung übertragen, das Bargeld der gen. Sophye von Hornstain auszurichten und daß der gen. Caspar von Hornstein Verzeihung darauf geben soll. Der darüber ausgestellte Tädingsbrief wurde dem gen. Hanns von Mulfingen ausgehändigt.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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