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2/2 [fol. 6]: 1574 August 15 (Senatsprotokoll)
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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. II
Enthält: Anwesend: Rektor Hochmann; 1.) Bericht des Dr. Balthasar Eisengrein über seine Delegation zusammen mit Hermann Ochsenbach zu Johann Baptist Höchstatter (Hochster, Höchstetter) nach Augsburg und widersprechende Anzeige des Ochsenbach betr. Erbietung des Höchstatter über eine Verschreibung für die ausstehenden 2400 fl der Kinder seines Bruders sowie seine zeitweise Rückgabe der zugestellten Handschrift als Beleg über die ausstehende Summe: Schreiben an beide mit Aufforderung an Höchstetter, die Pflegkinder mit einem namhaften Unterpfand zu sichern sowie die Verschreibung vor der Obrigkeit besiegeln zu lassen. [UAT 2/2, Bl. 6']; 2.) Supplik der Mutter und des Stiefvaters der zwei Söhne des verst. A. Höchstetter, diese wg. einer Reise bei ihrem Onkel Johann Baptist Hochstetter in Augsburg in Kost geben zu dürfen: entspr. Befehl an die Vormünder und Herman Ochsenbach samt Aufforderung an den Onkel zur rechten Versorgung und Erziehung. [UAT 2/2, Bl. 6']; 3.) Suplik der Mutter und des Stiefvaters ebendieser Kinder um Verkauf von deren anteiligem Haus und Zustellung des Erlöses nach Abzug der Schulden: Bewilligung, aber Achtung auf die Bezahlung der Kinder. [UAT 2/2, Bl. 7]; 4.) Hzl. Interzessionsschreiben um zeitweise Verleihung von einigen hundert fl an oder andere Hilfe für Wertwein: Abschlag einer Verleihung, aber Gewährung eines Almosens von 2 fl. [UAT 2/2, Bl. 7]
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.