Gotthard-Kühl-Schule (Bestand)
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03.08-2.3/10
Archiv der Hansestadt Lübeck (Archivtektonik) >> 03 Behörden bis 1937 >> 03.08 Schule und Kultur >> 03.08-2 Schulen >> 03.08-2.3 Volksschulen
1868-1919
Erschließungszustand, Umfang: Verzeichnis (1972)
0,5 lfm
Vorwort: Die Ablieferung der Gotthard-Kühl-Schule im Juni 1972 (Erwerb 10/72, Tgb. Nr. 722/72) bestand aus einer Reihe von Akten und Büchern der 1. und 4. St. Lorenz-Knabenschule und der 1. St. Lorenz-Mädchenschule. Es folgen daher einige Bemerkungen über diese Schulen.
1878 wurde die St. Lorenz-Schule in die Reihe der öffentlichen Schulen Lübecks aufgenommen, bis zu diesem Zeitpunkt St. Lorenz-Kirchenschule. Nach Notizen der Schulchronik hatte diese das Erbe der seit dem 17. Jh. bestehenden St. Lorenz-Schule angetreten. Das Schulgebäude an der Fackenburger Allee wurde 1659, 1735 und 1805 umgebaut. - Knaben und Mädchen unterrichtete man bis auf den 1831 eingeführten Handarbeitsunterricht gemeinsam. Nach Aufhebung der Torsperre stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler stetig an und erforderte die Anpassung der räumlichen Einrichtungen. 1869 wurde daher ein neues Schulhaus bezogen (Kirchenstraße 5 = nach späterer Umbenennung Steinrader Weg 9). Nachdem Knaben und Mädchen schon seit 1878 getrennt in den beiden Geschossen des Gebäudes unterrichtet worden waren, trat 1882 nach Errichtung eines Anbaus die Trennung in St. Lorenz-Knaben- und St. Lorenz-Mädchenschule ein (Doppelschulhaus). 1885 wurde ein Teil der Knaben an die neueingerichtete (2.) St. Lorenz-Knabenschule überwiesen. Seitdem Benennung 1. St. Lorenz-Knabenschule.
1915 fand die Vereinigung der Knaben- und Mädchenschule unter einer Leitung statt, 1921 wurden die 1. und die 4. St. Lorenz-Knabenschule (bisher Fackenburger Allee 71) in der Kirchenstraße vereinigt, während die 1. St. Lorenz-Mädchenschule in die Fackenburger Allee zog.
1935 führte man die Benennung Gotthard-Kühl-Schule für die 1. St. Lorenz-Schule ein. 1962 bezog die Gotthard-Kühl-Schule einen Neubau in der Lortzingstraße.
(Quellen: Notizen zur Schulchronik, Adressbuch, Staatskalender, H. Calm, Freud und Leid einer Jugendzeit)
In der erwähnten Ablieferung befanden sich außer den Schülerverzeichnissen und Zeugnissen nur wenige bei der Schule entstandenen Akten. Die Protokollauszüge des Oberschulkollegiums, bzw. -Behörde, an die sich keine Vorgänge anknüpften, wurden kassiert, da sich die Protokollbände im Archiv befinden.
(Weiteres Material: Rep. 67; Rep. 13p, Eccl. S. 45; Rep. 30, S. 437; Rep. 39 2)
0,5 lfm
Vorwort: Die Ablieferung der Gotthard-Kühl-Schule im Juni 1972 (Erwerb 10/72, Tgb. Nr. 722/72) bestand aus einer Reihe von Akten und Büchern der 1. und 4. St. Lorenz-Knabenschule und der 1. St. Lorenz-Mädchenschule. Es folgen daher einige Bemerkungen über diese Schulen.
1878 wurde die St. Lorenz-Schule in die Reihe der öffentlichen Schulen Lübecks aufgenommen, bis zu diesem Zeitpunkt St. Lorenz-Kirchenschule. Nach Notizen der Schulchronik hatte diese das Erbe der seit dem 17. Jh. bestehenden St. Lorenz-Schule angetreten. Das Schulgebäude an der Fackenburger Allee wurde 1659, 1735 und 1805 umgebaut. - Knaben und Mädchen unterrichtete man bis auf den 1831 eingeführten Handarbeitsunterricht gemeinsam. Nach Aufhebung der Torsperre stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler stetig an und erforderte die Anpassung der räumlichen Einrichtungen. 1869 wurde daher ein neues Schulhaus bezogen (Kirchenstraße 5 = nach späterer Umbenennung Steinrader Weg 9). Nachdem Knaben und Mädchen schon seit 1878 getrennt in den beiden Geschossen des Gebäudes unterrichtet worden waren, trat 1882 nach Errichtung eines Anbaus die Trennung in St. Lorenz-Knaben- und St. Lorenz-Mädchenschule ein (Doppelschulhaus). 1885 wurde ein Teil der Knaben an die neueingerichtete (2.) St. Lorenz-Knabenschule überwiesen. Seitdem Benennung 1. St. Lorenz-Knabenschule.
1915 fand die Vereinigung der Knaben- und Mädchenschule unter einer Leitung statt, 1921 wurden die 1. und die 4. St. Lorenz-Knabenschule (bisher Fackenburger Allee 71) in der Kirchenstraße vereinigt, während die 1. St. Lorenz-Mädchenschule in die Fackenburger Allee zog.
1935 führte man die Benennung Gotthard-Kühl-Schule für die 1. St. Lorenz-Schule ein. 1962 bezog die Gotthard-Kühl-Schule einen Neubau in der Lortzingstraße.
(Quellen: Notizen zur Schulchronik, Adressbuch, Staatskalender, H. Calm, Freud und Leid einer Jugendzeit)
In der erwähnten Ablieferung befanden sich außer den Schülerverzeichnissen und Zeugnissen nur wenige bei der Schule entstandenen Akten. Die Protokollauszüge des Oberschulkollegiums, bzw. -Behörde, an die sich keine Vorgänge anknüpften, wurden kassiert, da sich die Protokollbände im Archiv befinden.
(Weiteres Material: Rep. 67; Rep. 13p, Eccl. S. 45; Rep. 30, S. 437; Rep. 39 2)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
30.06.2025, 10:12 AM CEST