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Oppenheim: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz stellt für Lacus den Juden, seiner Ehefrau und Kindern einen Schutzbrief zu Oppenheim für die nächs...
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Urkunden der ehemaligen Provinz Rheinhessen >> 13 Orte, Buchstabe O >> 13.10 Oppenheim
1463 Oktober 26, Oppenheim
Oppenheim, Juden
Ausfertigung (deutsch), Pergament (20,7 x 36,5 cm), rundes, rotes Wachssiegel in brauner Siegelkapsel an Pergamentstreifen anhängend, sehr gut erhalten
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Oppennheim off mittwoch vor sant Symonis vnd Judas dag anno domini millesimo quadringentesimo sexagesimo tercio
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Oppenheim: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz stellt für Lacus den Juden, seiner Ehefrau und Kindern einen Schutzbrief zu Oppenheim für die nächsten sechs Jahre aus. Dafür soll er jährlich am 11. November einen Betrag in Höhe von 10 Gulden sowie die Judensteuer an die Burgmänner von Oppenheim bezahlen.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (1) Pfaltzgraf friederich nimbt einen juden in schirm .1463. (2) 31
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Oppenheim (Oppennheim) (Lkr. Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz) Personen: (1) Friedrich I. der Siegreiche, Kurfürst von der Pfalz, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern, Erztruchsess (2) Lacus, Jude
(1) Schutzbrief Churfurst Friederich von der Pfalz für den Juden Lucas zu Oppenheim D. Oppenheim […] nach Simon et Judas 1463. No. 124.
Judaica 197/259: Kurfürst Friedrich v. d. Pfalz bekundet, daß er dem Juden Lacus erlaubt habe, wie andere Bürger in Oppenheim wohnen zu dürfen. Er soll 6 Jahre lang mit Weib und Kindern unter pfalzgräflichem Schutz stehen, dafür aber einen jährlichen Zins in Höhe von 10 Gulden entrichten. - Datierung: Oppenheim 1463 Oktober 26 - Originaldatierung: Mittwoch vor Simon und Judentag - Formalbeschreibung: Pergament, Ausfertigung
Oppenheim
Pfalzgrafschaft bei Rhein:Kurfürsten:Friedrich I.
Oppenheim:Juden:Lacus
Lacus, Jude zu Oppenheim
Schutzbrief
Judenaufnahme
E:Schutzgeld
#Kurpfalzurkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.