Amt Barby (Bestand)
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D 4 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 01. Territoriale Vorgänger der preußischen Provinz Sachsen (902 - 1807/16) >> 01.04. Kursächsische Gebiete >> 01.04.01. Kurfürstentum/Königreich Sachsen >> 01.04.01.03. Akten >> 01.04.01.03.02. Lokale Verwaltungs- und Gerichtsbehörden >> 01.04.01.03.02.01. Ämter
(1553) 1586 - 1810
Findhilfsmittel: Findbuch von ca. 1910; Überarbeitung 2017 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Als die Grafen von Barby 1659 ausstarben, fiel das Amt Barby an Kursachsen, wobei die eigene Verwaltung der Grafschaft beibehalten wurde. Es entwickelte sich eine Amtsregierung, von der das eigentliche Amt ein Teil war. Von 1660 bis 1680 gehörte Barby zu Sachsen-Weißenfels, anschließend bis 1739 war es unter einer Seitenlinie von Sachsen-Weißenfels selbständig. Doch blieb eine eigene Regierung in der Grafschaft bis 1761 bestehen, danach wurde das Amt dem Kurkreis des Kurfürstentums Sachsen zugeordnet.
Von 1748 bis 1777 ging das Amt Barby nebst den Vorwerken Augustusgabe, Colphus, Marstall, Monplaisir und Zeitz sowie der Ziegelhof in Barby an Heinrich XXV. jüngere Linie Reuß, Graf und Herr von Plauen und Konsorten in Zeitpacht über. Im Jahre 1765 wurde ihm das Schloss Barby nebst Zubehör, das Reithaus in Barby, der Bauhof- und Herzogsgarten in Barby sowie das Vorwerk Döben in Erbpacht übertragen. Von 1777 bis 1801 trat Reichsgraf Heinrich XXVIII. jüngere Linie Reuß und Konsorten in die Zeitpachtfolge über das Amt Barby und der dazugehörigen Vorwerke ein.
Am 10. Mai 1797 starb Reichsgraf Heinrich XXVIII. jüngere Linie Reuß und es erfolgte die Übergabe des Amtes Barby und der fünf Vorwerke an den ersten Universalerben, Friedrich Rudolph Freiherr von Watteville, und Konsorten, der die Fortführung und Erfüllung des bis zum Jahre 1801 andauernden Pachtkontrakts übernahm.
Im Jahre 1801 wurde der Kammerkommissionsrat Johann Gottfried Dietze neuer Pachtinhaber.
1808 gelangte Barby vertraglich an das Königreich Westphalen und 1815 an Preußen.
Bestandsinformationen: Die Akten gelangten nach der Auflösung des Amtes in das heutige Landesarchiv Sachsen-Anhalt.
Die Retrokonversion des Findmittels des Bestandes erfolgte im Jahre 2017. Im Zuge dessen wurden die Akteneinheiten der Domänenrezeptur und des Domänenamtes herausgelöst, der unverzeichnete Anhang erschlossen und die betreffenden Archivalien mit der Provenienz Amt Barby aus den Beständen A 31a und A 31a I hier eingearbeitet.
Mit Abschluss der Retrokonversions- und Bestandsarbeiten wurde der Bestand neu gegliedert und ein neues Findbuch erstellt.
Zusatzinformationen: Hinweis:
Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden
Registraturbildner: Als die Grafen von Barby 1659 ausstarben, fiel das Amt Barby an Kursachsen, wobei die eigene Verwaltung der Grafschaft beibehalten wurde. Es entwickelte sich eine Amtsregierung, von der das eigentliche Amt ein Teil war. Von 1660 bis 1680 gehörte Barby zu Sachsen-Weißenfels, anschließend bis 1739 war es unter einer Seitenlinie von Sachsen-Weißenfels selbständig. Doch blieb eine eigene Regierung in der Grafschaft bis 1761 bestehen, danach wurde das Amt dem Kurkreis des Kurfürstentums Sachsen zugeordnet.
Von 1748 bis 1777 ging das Amt Barby nebst den Vorwerken Augustusgabe, Colphus, Marstall, Monplaisir und Zeitz sowie der Ziegelhof in Barby an Heinrich XXV. jüngere Linie Reuß, Graf und Herr von Plauen und Konsorten in Zeitpacht über. Im Jahre 1765 wurde ihm das Schloss Barby nebst Zubehör, das Reithaus in Barby, der Bauhof- und Herzogsgarten in Barby sowie das Vorwerk Döben in Erbpacht übertragen. Von 1777 bis 1801 trat Reichsgraf Heinrich XXVIII. jüngere Linie Reuß und Konsorten in die Zeitpachtfolge über das Amt Barby und der dazugehörigen Vorwerke ein.
Am 10. Mai 1797 starb Reichsgraf Heinrich XXVIII. jüngere Linie Reuß und es erfolgte die Übergabe des Amtes Barby und der fünf Vorwerke an den ersten Universalerben, Friedrich Rudolph Freiherr von Watteville, und Konsorten, der die Fortführung und Erfüllung des bis zum Jahre 1801 andauernden Pachtkontrakts übernahm.
Im Jahre 1801 wurde der Kammerkommissionsrat Johann Gottfried Dietze neuer Pachtinhaber.
1808 gelangte Barby vertraglich an das Königreich Westphalen und 1815 an Preußen.
Bestandsinformationen: Die Akten gelangten nach der Auflösung des Amtes in das heutige Landesarchiv Sachsen-Anhalt.
Die Retrokonversion des Findmittels des Bestandes erfolgte im Jahre 2017. Im Zuge dessen wurden die Akteneinheiten der Domänenrezeptur und des Domänenamtes herausgelöst, der unverzeichnete Anhang erschlossen und die betreffenden Archivalien mit der Provenienz Amt Barby aus den Beständen A 31a und A 31a I hier eingearbeitet.
Mit Abschluss der Retrokonversions- und Bestandsarbeiten wurde der Bestand neu gegliedert und ein neues Findbuch erstellt.
Zusatzinformationen: Hinweis:
Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden
Laufmeter: 15.7
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)
- 01. Territoriale Vorgänger der preußischen Provinz Sachsen (902 - 1807/16) (Archival tectonics)
- 01.04. Kursächsische Gebiete (Archival tectonics)
- 01.04.01. Kurfürstentum/Königreich Sachsen (Archival tectonics)
- 01.04.01.03. Akten (Archival tectonics)
- 01.04.01.03.02. Lokale Verwaltungs- und Gerichtsbehörden (Archival tectonics)
- 01.04.01.03.02.01. Ämter (Archival tectonics)
- Amt Barby (Archival holding)