Hermann Nagel zu Königsbrück (Ick Herman Nagell tor Koninckbruggen), Sohn des verstorbenen Ludeke (Lucken) Nagel, bekennt für sich und seine Brüder Thies, Adolf und Lucke und die Erben dieser vier Personen, dass sein Verwandter (vedder) Franz von Loe zur Geist, Herr zu Wissen und Drost zu Goch, für sich und seine Erben, ihm und seinen Brüdern zu Gefallen und zu ihren Gunsten sich eingelassen habe für die folgenden jährliche Renten, so wie sie auch sein [Hermanns] Verwandter (vedder) Hermann von Merveldt zu Westerwinkel und dessen Ehefrau Ursula als Principaell für ihn und seine Brüder aus ihren Erben und Gütern versiegelt und verschrieben haben; neben diesem bürgt gleichfalls Johan von Neheim zu Vellinghausen und Heidemühle (Nhemen thor Heimollen vnd Vellinckslussen), ebenfalls mit dem Aussteller verwandt (veddern), bei Katharina Schenckinck, Mutter und sämtlichen Schwestern des Gotteshauses Mariental genannt Niesing in Münster, für 300 Goldgulden, wovon jährlich an Ostern 18 Goldgulden zu entrichten sind. Sie bürgen auch bei Dekan, Senior und Kapitel von St. Martini in Münster über eine gleich große Summe von 300 Goldgulden und eine Rente von 18 Goldgulden, Termin ist wieder Ostern. Letztens bürgen sie bei Heinrich Welinck, Vikar und zeitigem Emonitor und Distributor der Vikare am Dom zu Münster, für eine Summe von 400 Goldgulden und eine Rente von 24 Goldgulden, die wiederum Ostern fällig wird. Hermann Nagel bekennt, die Summe von zusammen 1000 Goldgulden empfangen und zu seinem und seiner Brüder Nutzen angelegt zu haben. Hermann Nagel setzt für Franz von Loe als Pfand zwei ihm (Hermann) und seinen Brüdern gehörende freie Erben: Stouen und Buddenberg (Buddenberges) genannt, Bistum Osnabrück, Ksp. Neuenkirchen, Bsch. Ostenfelde, mit allem Zubehör (Pächten etc.) sowie all sein und seiner Brüder Eigentum. Hermann Nagel kündigt für sich und seine Brüder, die kein eigenes Siegel haben, sein Siegel an; die Brüder bekunden den Mitgebrauch dieses Siegels. Die siegellosen Brüder des Ausstellers unterschreiben unter der Plica eigenhändig (meyn, myn, mein handt): Thias Nagell, Adollff Nagell, Luke Nagell - Hermann selbst unterschreibt nicht. Gegeuenn Jm Jaer vnsers Hern duisent vyffhundert Negen und sesctich, ahm gunstage na dem Hilligen Pasche dage 1569 April 13

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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