1496 Juni 6 (am St. Jodonstag).Der Niedersteiner Bürger Kurt Karn und seine Frau Gele stiften für die Kapelle St. Jost vor Niedenstein eine ewige Wochenmesse. Dies geschieht mit Genehmigung der Patrone der Niedensteiner Kirche, Heimbrads von Elben und seiner Vettern, der Brüder Kurt und Alban von Elben, und mit Zustimmung des Niedersteiner Pfarrers Johann Swallen.Die Stiftung umfasst 1 1/2 Malter partim und 1 Pfd Wachs. Sie werden gezogen aus Äckern, die in der Feldmark Niedenstein, im Eiterbach neben Michel Bertolds Land, liegen, und aus einem Garten vor dem Niedertor, am Wege nach Merxhausen, neben Peter Cleppens Garten. Hinzu kommen noch 12 Goldgulden, die z.Zt. noch an Kurt Sümppe von Wichdorf ausgeliehen sind, wofür dieser weitere zwei Viertel partim gibt.Als ein Vorgänger dieser Stiftung wird ein Rudolf Voker genannt; in die Gebete eingeschlossen werden soll ein Vopel Maden.Als Pfleger der Messe wird mit Genehmigung der Patrone der Priester Johann Steinmetz eingesetzt. Er ist bis dahin schon Altarist an der Niedensteiner Kirche gewesen.Aus der Reihe der üblichen Bestimmungen über die Verwendung der eingehenden Spenden fällt heraus, dass die zu Niedenstein bestehende Bruderschaft von St. Jost die Pflicht übernommen hat, am Pfingsttage vor der Kapelle zu sammeln. Das Opfer soll zum Bau (Unterhaltung) der Kapelle verwendet werden.Original, Pergament, deutsch

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Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck. Landeskirchliches Archiv
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