Schule an der Schleswiger Straße (Bestand)
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4.39/21
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 4. Staatliche Stellen und Eigenbetriebe des Landes und der Stadtgemeinde Bremen >> 4.8. Kultur, Bildung und Kirche >> 4.8.2. Einzelne Schulen
1899 - 1977
Enthält: Bauzeichnungen - Korrespondenz - Konferenzprotokolle - Schulordnung - Gebäude und Inventar - Bestandsnachweisungen - Erziehung und Unterricht - Schülerangelegenheiten - Statistiken - Jahresberichte
Geschichte des Bestandsbildners: Die Schule an der Schleswiger Straße lag im Bremer Westen, im Stadtteil Walle. 1897 reichten aufgrund der damaligen Urbanisierung und des Bevölkerungswachstums die Kapazitäten der Schule an der Elisabethstraße und der Schule Reeperbahn/Hansastraße nicht mehr aus. Deshalb wurde 1901 die Schule an der Schleswiger Straße als unentgeltliche 14klassige Volksschule gegründet. Erster Schulvorsteher von 1901 bis 1905 war Heinrich Hillemann, ihm folgte ins Amt Rudolf Feutz (1905 - 1911).
Im Zuge der Schulreformen zur Zeit der Weimarer Republik wurde die Schule an der Schleswiger Straße 1920 zu einer Versuchsarbeitsschule umgewandelt.
Auf Grund von Differenzen zwischen dem damaligen Schulvorsteher Heinrich Scharrelmann und seinem Kollegen Friedrich Aevermann spaltete sich 1921 das Kollegium. Die Gruppe unter Aevermann firmierte als Schule an der Theodorstraße und zog 1924 zur Schule an der Helgolander Straße. Die Gruppe unter Scharrelmann blieb in der Schleswiger Straße.
Die Versuchsschule an der Schleswiger Straße wurde 1933 von der nationalsozialistischen Regierung aufgehoben. Der Bau überdauerte den 2. Weltkrieg und diente weiterhin als Schulgebäude für eine Volksoberschule, die von 1956 bis zu ihrer Auflösung 1972 als reine Hauptschule fungierte.
Heute sind in dem Gebäude die Bremen und das Kulturhaus Walle - Brodelpott untergebracht.
Bestandsgeschichte: Der Bestand, der fast ausschließlich die Nachkriegsüberlieferung enthält, wurde am 14.11.1985 an das Staatsarchiv Bremen abgeliefert. Die erste Bearbeitung des Bestandes erfolgte im Oktober 1986.
Im Rahmen der Beständebereinigung der Schulgeschichtlichen Sammlung im Frühjahr 2009 wurden Schülerlisten aus den Jahren 1924/25, 1925/26 und 1934/35 gefunden und dem Bestand hinzugefügt. In diesem Zusammenhang wurden die Nachträge ergänzt und der Bestand komplett enteist und neu verpackt.
Die Systematik des Bestandes umfasst fünf Gruppen. In der ersten Aktengruppe "Allgemeine Verwaltungsunterlagen" befinden sich u.a. Schriftwechsel bezüglich der Umorganisation der Schule, die Schulordnung, Bauzeichnungen sowie Inventarnachweise.
Die zweite Aktengruppe "Protokolle" umfasst geheftete Protokolle der Schulleiterbesprechungen/ Bezirksschulleiterkonferenzen von 1968 bis 1972 und von 1948 bis 1957 geheftete sowie ab 1957 bis 1971 gebundene Protokolle der Lehrerkonferenzen.
Der dritten Klassifikationsgruppe "Personalangelegenheiten" sind sowohl Akten zum Personal, als auch zum Betriebsrat zugeordnet.
Im Themenkomplex "Unterrichtsgestaltung" finden sich v.a. Bestandnachweisungen für die verschiedenen Fächer.
Akten zu Versetzungsgefährdungen, zur Schulspeisung in der Nachkriegszeit, zu polizeilichen Anzeigen, zu Sondermaßnahmen für schwererziehbare Kinder und Schülerlisten wurden in der Aktengruppe "Schülerangelegenheiten" zusammengefasst.
Sowohl Akten über die Wahlen zum Elternbeirat als auch Unterlagen zu den Schulelternversammlungen sind Teil der Aktengruppe "Elternangelegenheiten".
In der letzten Klassifikationsgruppe "Statistik" befinden sich u.a. Jahresberichte von 1952 bis 1969. Der Gesamtbestand ergibt im verzeichneten Zustand ca. vier lfm.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Schule an der Schleswiger Straße lag im Bremer Westen, im Stadtteil Walle. 1897 reichten aufgrund der damaligen Urbanisierung und des Bevölkerungswachstums die Kapazitäten der Schule an der Elisabethstraße und der Schule Reeperbahn/Hansastraße nicht mehr aus. Deshalb wurde 1901 die Schule an der Schleswiger Straße als unentgeltliche 14klassige Volksschule gegründet. Erster Schulvorsteher von 1901 bis 1905 war Heinrich Hillemann, ihm folgte ins Amt Rudolf Feutz (1905 - 1911).
Im Zuge der Schulreformen zur Zeit der Weimarer Republik wurde die Schule an der Schleswiger Straße 1920 zu einer Versuchsarbeitsschule umgewandelt.
Auf Grund von Differenzen zwischen dem damaligen Schulvorsteher Heinrich Scharrelmann und seinem Kollegen Friedrich Aevermann spaltete sich 1921 das Kollegium. Die Gruppe unter Aevermann firmierte als Schule an der Theodorstraße und zog 1924 zur Schule an der Helgolander Straße. Die Gruppe unter Scharrelmann blieb in der Schleswiger Straße.
Die Versuchsschule an der Schleswiger Straße wurde 1933 von der nationalsozialistischen Regierung aufgehoben. Der Bau überdauerte den 2. Weltkrieg und diente weiterhin als Schulgebäude für eine Volksoberschule, die von 1956 bis zu ihrer Auflösung 1972 als reine Hauptschule fungierte.
Heute sind in dem Gebäude die Bremen und das Kulturhaus Walle - Brodelpott untergebracht.
Bestandsgeschichte: Der Bestand, der fast ausschließlich die Nachkriegsüberlieferung enthält, wurde am 14.11.1985 an das Staatsarchiv Bremen abgeliefert. Die erste Bearbeitung des Bestandes erfolgte im Oktober 1986.
Im Rahmen der Beständebereinigung der Schulgeschichtlichen Sammlung im Frühjahr 2009 wurden Schülerlisten aus den Jahren 1924/25, 1925/26 und 1934/35 gefunden und dem Bestand hinzugefügt. In diesem Zusammenhang wurden die Nachträge ergänzt und der Bestand komplett enteist und neu verpackt.
Die Systematik des Bestandes umfasst fünf Gruppen. In der ersten Aktengruppe "Allgemeine Verwaltungsunterlagen" befinden sich u.a. Schriftwechsel bezüglich der Umorganisation der Schule, die Schulordnung, Bauzeichnungen sowie Inventarnachweise.
Die zweite Aktengruppe "Protokolle" umfasst geheftete Protokolle der Schulleiterbesprechungen/ Bezirksschulleiterkonferenzen von 1968 bis 1972 und von 1948 bis 1957 geheftete sowie ab 1957 bis 1971 gebundene Protokolle der Lehrerkonferenzen.
Der dritten Klassifikationsgruppe "Personalangelegenheiten" sind sowohl Akten zum Personal, als auch zum Betriebsrat zugeordnet.
Im Themenkomplex "Unterrichtsgestaltung" finden sich v.a. Bestandnachweisungen für die verschiedenen Fächer.
Akten zu Versetzungsgefährdungen, zur Schulspeisung in der Nachkriegszeit, zu polizeilichen Anzeigen, zu Sondermaßnahmen für schwererziehbare Kinder und Schülerlisten wurden in der Aktengruppe "Schülerangelegenheiten" zusammengefasst.
Sowohl Akten über die Wahlen zum Elternbeirat als auch Unterlagen zu den Schulelternversammlungen sind Teil der Aktengruppe "Elternangelegenheiten".
In der letzten Klassifikationsgruppe "Statistik" befinden sich u.a. Jahresberichte von 1952 bis 1969. Der Gesamtbestand ergibt im verzeichneten Zustand ca. vier lfm.
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Bestand
Literatur: Hermann Stöcker, Der Lehrer nicht mehr der Vorgesetzte... Die Bremer Versuchsschulen in der Weimarer Republik, in: Geh zur Schul und lerne was. 150 Jahre Schulpflicht in Bremen 1844-1994, Bremen 1984, S. 153-212.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
30.06.2025, 11:55 AM CEST