Zwischen Jakob Fischer von Weißingen [Stadt Leipheim/Lkr. Günzburg] und Johann Stark von Riedheim [Stadt Leipheim/Lkr. Günzburg] ist es zu Streitigkeiten wegen ihrer aneinander stoßenden Waldungen, die zu ihren Gütern gehören und noch nicht versteint sind, gekommen. Außerdem ist zwischen ihnen ein Stück Griesholz gegen Weißingen strittig, das Johann Stark schon dreimal abgeholzt hat, das aber auch Jakob Fischer als Zugehörung seines Gutes beansprucht. Beide Parteien haben sich daher an ihre Grundherren gewandt. Daher haben der Abt des Benediktinerklosters Elchingen [Oberelchingen Gde. Elchingen/Lkr. Neu-Ulm] Thomas [Holl], sein Obercellerar und sein Sekretär auf der einen Seite sowie die Ulmer Altbürgermeister, geheimen Räte und Herrschaftspfleger Leo Rot zu Holzschwang [Stadt Neu-Ulm] und Daniel Schad mit ihrem Schreiber auf der anderen Seite sowie weitere Beamte eine Ortsbesichtigung vorgenommen und dabei die Grenze zwischen den strittigen Waldungen festlegen und kennzeichnen lassen. Da der ebenfalls strittige Grieswald derzeit nicht zugänglich ist, wurde beschlossen, die Sache solange ruhen zu lassen, bis das Holz dort hiebreif ist. Danach soll Johann Stark den Wald nach vorheriger Einholung der Genehmigung bei den Herrschaftspflegern abholzen, wobei aber das Holz an Ort und Stelle verbleiben soll. Ist dies geschehen, werden die beiden Grundherrschaften bei einer neuen Ortsbesichtigung das Holz und den strittigen Wald zwischen den beiden Kontrahenten aufteilen.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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