B 1.24 Dauerleihgabe Heiner Fleischmann (Bestand)
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B 1.24
Stadtarchiv Amberg (Archivtektonik) >> B Abteilung Archivgut nichtstädtischer Herkunft >> B 1 Privatpersonen
Der Motorradsportler und Rennfahrer Heinrich Fleischmann war über Jahre hinweg das Aus-hängeschild des Motorsports in Amberg und löste durch seine mitreißenden Auftritte große Euphorie bei seinen zahlreichen Anhängern aus. Heinrich Fleischmann wurde am 2. Februar 1914 in Amberg als Sohn des Goldleistenarbeiters Georg Fleischmann geboren. Am 8. August 1945 vermählte er sich mit der am 19. April 1922 in Obergartzen (Kreis Euskirchen) geborenen Kunigunde Essig. Seit dem 1. April 1958 wohn-te das Paar in Amberg in der Wörthstraße 4. Fleischmann verstarb am 25. Dezember 1963 nach einer schweren Operation in einer Münchner Klinik und wurde am Samstag den 28.12. beigesetzt. Die Trauerwache hielten seine ehemaligen großen Kontrahenten u. a. Schorsch Meier, der „Gusseiserne“. Heinrich Fleischmann war ein Amberger Original und trotz seiner vielen Erfolge in ganz Euro-pa fühlte er sich immer eng mit seiner geliebten Heimatstadt Amberg verbunden. Als man ihn in einer Rundfunksendung als „Nürnberger“ bezeichnete, verwahrte er sich entschieden gegen diese Bezeichnung, was bis heute bezeichnend für diesen großartigen Sportler ist. Fleischmann begann als Ausweisfahrer Anfang der 30 Jahre, jenen „Ausweis“ bezeichnet man heute als B-Lizenz, womit man zur Teilnahme an nationalen Rennen berechtigt ist. Später kam Fleischmann nach Nürnberg zu den Triumph-Werken und wechselte dann zum NSU-Stall in Neckarsulm über, der ihn als Werksfahrer einsetzte. Siege mit der 500er NSU auf der Solitu-de, der Isle of Man, der Avus, dem Norisring, in Eilenriede, Hockenheim, Schleiz und auf dem Nürburgring, in England, Frankreich, Schweden, Österreich, Italien und Belgien machten Heiner Fleischmann zum bekanntesten Rennfahrer der dreißiger Jahre. Auch nach dem Krieg bestritt er noch zahlreiche Rennen auf der 350er NSU, mit der er 1947, 1948 und 1949 die Deutsche Meisterschaft und zuletzt auch die Deutsche Bergmeisterschaft errang. Seine motor-sportliche Laufbahn erfuhr 1939 mit dem Gewinn der Europameisterschaft für Solomaschinen der Klasse bis 500 ccm ihren Höhepunkt. Nationale und internationale Sportkommissionen zeichneten ihn mit goldenen Ehrennadeln aus, zudem war er Ehrenmitglied des ADAC und Träger der ADAC-Ehrennadel mit Brillianten, welche nur sehr wenigen Personen verliehen wurde.
"Archivierungsgeschichte": Die Übernahme des Bestandes „Nachlass Heinrich Fleischmann“ durch das Stadtarchiv Amberg erfolgte im Herbst 2005. Der Nachlass wurde von Heike Unger an das Stadtarchiv übergeben und hat ein Volumen von 71 Verzeichnungseinheiten. Er umfasst Zeitungsausschnitte aus den Jahren 1931-1959, worin über Rennresultate mit und ohne Beteiligung Fleischmanns berichtet wird. Zudem ist eine private Bildersammlung (ca. 1500 Stück), mit einem Werbedia von Café Bauer, vorhanden. Schließlich sind noch der Schriftverkehr und die zahlreichen Erinnerungsstücke zu erwähnen. Der Bestand wurde vom 20.02.2006 bis zum 28.03.2006 von Herrn Daniel Zeilmann, Praktikant der Fachoberschule Amberg, geordnet und verzeichnet.
"Archivierungsgeschichte": Die Übernahme des Bestandes „Nachlass Heinrich Fleischmann“ durch das Stadtarchiv Amberg erfolgte im Herbst 2005. Der Nachlass wurde von Heike Unger an das Stadtarchiv übergeben und hat ein Volumen von 71 Verzeichnungseinheiten. Er umfasst Zeitungsausschnitte aus den Jahren 1931-1959, worin über Rennresultate mit und ohne Beteiligung Fleischmanns berichtet wird. Zudem ist eine private Bildersammlung (ca. 1500 Stück), mit einem Werbedia von Café Bauer, vorhanden. Schließlich sind noch der Schriftverkehr und die zahlreichen Erinnerungsstücke zu erwähnen. Der Bestand wurde vom 20.02.2006 bis zum 28.03.2006 von Herrn Daniel Zeilmann, Praktikant der Fachoberschule Amberg, geordnet und verzeichnet.
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.05.2026, 13:19 MESZ