Mandatum de non turbando Auseinandersetzung um Störung der Fischerei
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 0131
Wismar B 36 (W B 1 n. 36)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 02. 1. Kläger B
(1652-1665) 14.06.1665-05.02.1666
Kläger: (2) Bürgermeister und Rat zu Wismar
Beklagter: Walter Block, kgl. schwedischer Oberfaktor in Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Caspar Schwartzkopf (A), Dr. Ambrosius Petersen (P) Bekl.: Dr. Henning Christoph Gerdes (A & P)
Fallbeschreibung: Kl. beschweren sich darüber, daß Bekl. im Stadtgraben Aalkörbe und Reusen aufgestellt hat und damit das Fischereirecht des Rates, das dieser an einen Wismarer Fischer verpachtet hat, verletzt und erbitten ein entsprechendes Mandat an ihn, das sie am 28.06.1665 erhalten. Am 12.08. verteidigt Bekl. die Rechte, die ihm der Vertrag mit der Stadt einräumt und bittet um Aufhebung des Mandats. Das Tribunal fordert Kl. am 14.08. zur Stellungnahme auf, die am 14.09. eingeht und in der Kl. ihre Argumente u.a. mit einer Lageskizze bekräftigen. Am 02.11. erbittet Bekl. Fristverlängerung für die am 14.09. geforderte Stellungnahme und erhält diese, am 12.12. erbittet Bekl. Fristverlängerung, bis das Ergebnis der eingesetzten Kommission im Fall 129 vorliegt. Am 18.12. erbitten Kl. ein Definitivurteil in der Sache, werden aber am 21.12. auf die Erkentnnisse der Kommission verwiesen. Am 27.01.1666 trägt Bekl. erneut Argumente in der Sache vor und erbittet nach Erkenntnis der Kommission ein Urteil, am 03.02.1666 vertröstet das Gericht ihn auf den Kommissionsbericht, der nicht überliefert ist.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1665-1666
Prozessbeilagen: (7) von Gerichtssekretär Arnold Böttcher aufgenommene Zeugenbefragung des Johann Schmidt d.Ä., des Fischers Johann Froh, des Schreibers Jacob Koch und des Adam Möller vom 25.05.1665 sowie der Fischer Christoph Froh d.Ä. und Johann Froh, der Ratsdiener Christian Prenger und Marten Seefeldt vom 03.06.1665; Auszug aus dem Vertrag zwischen den Parteien vom 14.01.1652; von Notar Gottfried Reichardt aufgenommene Zeugenaussage des Peter Berner, Hinrich Elers, Franz Wiese und Bernd Schermer vom 25.07.1665; Skizze der Ölmühle mit Mühlgraben, Haus und Stall (o.D.); Auszug aus dem Gerichtsprotokoll des Fiskals gegen den Inquisiten Christian Bringsgut vom 28.06.1664
Beklagter: Walter Block, kgl. schwedischer Oberfaktor in Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Caspar Schwartzkopf (A), Dr. Ambrosius Petersen (P) Bekl.: Dr. Henning Christoph Gerdes (A & P)
Fallbeschreibung: Kl. beschweren sich darüber, daß Bekl. im Stadtgraben Aalkörbe und Reusen aufgestellt hat und damit das Fischereirecht des Rates, das dieser an einen Wismarer Fischer verpachtet hat, verletzt und erbitten ein entsprechendes Mandat an ihn, das sie am 28.06.1665 erhalten. Am 12.08. verteidigt Bekl. die Rechte, die ihm der Vertrag mit der Stadt einräumt und bittet um Aufhebung des Mandats. Das Tribunal fordert Kl. am 14.08. zur Stellungnahme auf, die am 14.09. eingeht und in der Kl. ihre Argumente u.a. mit einer Lageskizze bekräftigen. Am 02.11. erbittet Bekl. Fristverlängerung für die am 14.09. geforderte Stellungnahme und erhält diese, am 12.12. erbittet Bekl. Fristverlängerung, bis das Ergebnis der eingesetzten Kommission im Fall 129 vorliegt. Am 18.12. erbitten Kl. ein Definitivurteil in der Sache, werden aber am 21.12. auf die Erkentnnisse der Kommission verwiesen. Am 27.01.1666 trägt Bekl. erneut Argumente in der Sache vor und erbittet nach Erkenntnis der Kommission ein Urteil, am 03.02.1666 vertröstet das Gericht ihn auf den Kommissionsbericht, der nicht überliefert ist.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1665-1666
Prozessbeilagen: (7) von Gerichtssekretär Arnold Böttcher aufgenommene Zeugenbefragung des Johann Schmidt d.Ä., des Fischers Johann Froh, des Schreibers Jacob Koch und des Adam Möller vom 25.05.1665 sowie der Fischer Christoph Froh d.Ä. und Johann Froh, der Ratsdiener Christian Prenger und Marten Seefeldt vom 03.06.1665; Auszug aus dem Vertrag zwischen den Parteien vom 14.01.1652; von Notar Gottfried Reichardt aufgenommene Zeugenaussage des Peter Berner, Hinrich Elers, Franz Wiese und Bernd Schermer vom 25.07.1665; Skizze der Ölmühle mit Mühlgraben, Haus und Stall (o.D.); Auszug aus dem Gerichtsprotokoll des Fiskals gegen den Inquisiten Christian Bringsgut vom 28.06.1664
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:27 MEZ