Jos Huntpiss, Bürgermeister zu Ravensburg, schlichtet einen Streit des Klosters Löwental und des Heiligen Geist Spitals zu Lindau um den Zehnten der Dörfer Ailingen und Ettenkirch (ettikilch). Beide Parteien entsenden zwei Schiedsmänner, die Partei des Klosters Löwental vertreten Joe*rg Kroe*l, Untervogt des Heiligen Reiches, sowie Ulrich Brok, Bürger zu Ravensburg, die des Spitals Rue*din Ramsperg und Jae*ck Mocken. Da das Urteil der Schiedsmänner auch nach einer Anhörung von sieben ehrbaren Männern jeder Streitpartei unterschiedlich ausfällt, entscheidet Jos Huntpiss, daß das Kloster Löwental die bessere Kundschaft habe und somit den Zehnten zugesprochen bekommt.
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Jos Huntpiss, Bürgermeister zu Ravensburg, schlichtet einen Streit des Klosters Löwental und des Heiligen Geist Spitals zu Lindau um den Zehnten der Dörfer Ailingen und Ettenkirch (ettikilch). Beide Parteien entsenden zwei Schiedsmänner, die Partei des Klosters Löwental vertreten Joe*rg Kroe*l, Untervogt des Heiligen Reiches, sowie Ulrich Brok, Bürger zu Ravensburg, die des Spitals Rue*din Ramsperg und Jae*ck Mocken. Da das Urteil der Schiedsmänner auch nach einer Anhörung von sieben ehrbaren Männern jeder Streitpartei unterschiedlich ausfällt, entscheidet Jos Huntpiss, daß das Kloster Löwental die bessere Kundschaft habe und somit den Zehnten zugesprochen bekommt.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 471 U 69
lad No: 42
B 471 U 100
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 471 Löwental, Dominikanerinnenkloster
Löwental, Dominikanerinnenkloster >> Urkunden
1431 September 29 (Sant michels tag nach Christi geburt)
Urkunden
Siegler: Sr.: Ausst.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.
Brok, Ulrich; Bürger zu Ravensburg, um 1427-1431
Huntpiss, Jos, Bürgermeister zu Ravensburg
Kröl, Joe*rg, Untervogt
Mock, Jae*ck
Ramsperg, Rue*din
Ailingen : Friedrichshafen FN
Ettenkirch : Friedrichshafen FN
Lindau (Bodensee) LI; Heilig-Geist-Spital
Lindau (Bodensee) LI; Spitalmeister
Ravensburg RV; Bürger
Ravensburg RV; Bürgermeister
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:19 MEZ
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