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Weimarische Zeitung Nr. 45, 5. Juni 1852, S. 479–481: Umfassender Bericht über Aufführungen des TANNHÄUSER und LOHENGRIN, der deutliche Angriffe auf die Theaterintendanz erkennen lässt, da sie keine „würdige“ Aufführung dieser Opern in Weimar ermögliche, obwohl sie eigentlich die Publikumsmagneten seien, die insbesondere das auswärtige Publikum anzögen: „Die Aufführung einer WAGNERSCHEN Oper pflegt für Weimar ein wahrer Festtag zu sein. Wer am vergangenem Sonntag [recte: Samstag] der Vorstellung des TANNHÄUSER beiwohnte, wer das dicht gedrängte Haus gewahrte, die lauten Beifallsbezeugungen vernahm, in denen sich – trotz der Ansprüche des Dramas auf einen still andächtigen Genuß – der schwerverhaltene Enthusiasmus Luft zu machen suchte, hat sich hinlänglich davon überzeugen können. [...] GANZ ALLEIN DURCH DIE AUFFÜHRUNG DER WAGNERSCHEN OPERN, DURCH DAS VERDIENST DER INITIATIVE DIESER AUFFÜHRUNGEN, hat sich neuerdings das Hoftheater zu Weimar auf ein das anderer Bühnen gleichen Ranges so weit überragendes Niveau emporgeschwungen, sich einen Ruf und eine Beachtung außerhalb der Stadtmauern zugezogen, deren es wahrscheinlich außerdem stets entbehrt haben würde und von denen es an wiederholten unzweideutigen Proben in der Tat nicht gefehlt hat. Um die Opern TANNHÄUSER, LOHENGRIN und neuerdings auch Berlioz’s BENVENUTO CELLINI zu hören, sind kunstsinnige Fremde aller Orte nach Weimar gewallfahret, was wahrlich nicht geschehen wäre, um daselbst einer Aufführung von CZAAR UND ZIMMERMANN oder STRADELLA oder einer recitirten Komödie resp. parodistischen Vorführung der Meisterwerke eines der großen Heroen von Weimar beizuwohnen. [S. 479]