Erzbischof Heinrich von Köln trägt dem Propst Johannes und dem Kollegium der Kanoniker des Stifts Meschede auf, den noch vorhandenen früheren Kanonissen bei ihrer Anwesenheit jeweils vier Mark Renten, wie sie um Meschede gängig sind, bei ihrer Abwesenheit aber drei Mark zu bezahlen, und zwar zu zwei Terminen, nämlich zu Michaelis und zu Walburgis. Auf diesen Betrag beläuft sich nämlich die Schätzung der Präbenden in diesem Stift zur Zeyder erzbischöflichen Verfügung. Aus dieser sollen sie betreffs ihrer Einkünfte keinen Nachteil erleiden, sondern so viel erhalten, wie sie zum Unterhalt (ut stipendia) bekommen, wenn sie sich in einen Stand begeben, der ihrer Regel entgegengesetzt ist. Siegelankündigung des Erzbischofs. Datum Köln (Colonie) 1310 Mai 20 (XIII° Kalendas Junii). Köln
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Erzbischof Heinrich von Köln trägt dem Propst Johannes und dem Kollegium der Kanoniker des Stifts Meschede auf, den noch vorhandenen früheren Kanonissen bei ihrer Anwesenheit jeweils vier Mark Renten, wie sie um Meschede gängig sind, bei ihrer Abwesenheit aber drei Mark zu bezahlen, und zwar zu zwei Terminen, nämlich zu Michaelis und zu Walburgis. Auf diesen Betrag beläuft sich nämlich die Schätzung der Präbenden in diesem Stift zur Zeyder erzbischöflichen Verfügung. Aus dieser sollen sie betreffs ihrer Einkünfte keinen Nachteil erleiden, sondern so viel erhalten, wie sie zum Unterhalt (ut stipendia) bekommen, wenn sie sich in einen Stand begeben, der ihrer Regel entgegengesetzt ist. Siegelankündigung des Erzbischofs. Datum Köln (Colonie) 1310 Mai 20 (XIII° Kalendas Junii). Köln
A 114u, 37
A 114u Stift Meschede - Urkunden
Stift Meschede - Urkunden >> 3. 1301 bis 1350
1310 Mai 20
Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab.
Druck: Seibertz UB II Nr. 537, weitere Angaben bei Kisky, Reg. der Eb. von Köln IV Nr. 512
Siegel ab.
Druck: Seibertz UB II Nr. 537, weitere Angaben bei Kisky, Reg. der Eb. von Köln IV Nr. 512
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:40 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.1. Kölnisches Westfalen (A) (Tektonik)
- 1.1.1. Herzogtum Westfalen (Tektonik)
- 1.1.1.2. Stifte und Klöster (Tektonik)
- Stift Meschede (Tektonik)
- Stift Meschede / Urkunden (Bestand)
- 3. 1301 bis 1350 (Gliederung)