Hans Heß zu Unterweiler ("Underwyler") schwört Urfehde, nachdem er auf Veranlassung von Johann [II. Blarer], Abt zu Weingarten, ins Gefängnis gekommen und wieder entlassen worden war. Er wird sich am Kloster nicht rächen und sich diesem nicht entfremden, insbesondere keinen anderen Schirm, Vogt oder Burgrecht annehmen. Das Burgrecht in Sigmaringen kann er aus besonderer Gnade des Abts bis auf Widerruf behalten. In den Eid kommen als weitere Punkte Streit über die Weide ("tratt") zu Unterweiler; Schiedsgericht unter Ital Humpis, Bürgermeister von Ravensburg; Pfändung der Wälder in Richtung Hoßkirch; rückständige Korn- und Geldgülten. Streitigkeiten mit dem Kloster und seinen Leuten wird der Aussteller nur vor den Gerichten des Klosters austragen. Als Bürgen stellt er die ehrbaren Heinz Hess, seinen Vater, Peter Geng, Weingartener Ammann in Hoßkirch, Hans Ruff, Konz Schwarz und Jos Hymelman. Diese müssen im Fall einer Zuwiderhandlung 100 lb d Landswährung bezahlen.
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Hans Heß zu Unterweiler ("Underwyler") schwört Urfehde, nachdem er auf Veranlassung von Johann [II. Blarer], Abt zu Weingarten, ins Gefängnis gekommen und wieder entlassen worden war. Er wird sich am Kloster nicht rächen und sich diesem nicht entfremden, insbesondere keinen anderen Schirm, Vogt oder Burgrecht annehmen. Das Burgrecht in Sigmaringen kann er aus besonderer Gnade des Abts bis auf Widerruf behalten. In den Eid kommen als weitere Punkte Streit über die Weide ("tratt") zu Unterweiler; Schiedsgericht unter Ital Humpis, Bürgermeister von Ravensburg; Pfändung der Wälder in Richtung Hoßkirch; rückständige Korn- und Geldgülten. Streitigkeiten mit dem Kloster und seinen Leuten wird der Aussteller nur vor den Gerichten des Klosters austragen. Als Bürgen stellt er die ehrbaren Heinz Hess, seinen Vater, Peter Geng, Weingartener Ammann in Hoßkirch, Hans Ruff, Konz Schwarz und Jos Hymelman. Diese müssen im Fall einer Zuwiderhandlung 100 lb d Landswährung bezahlen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 211
B 522 II U 0123
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1433 Januar 17 (an sant Anthonien tag)
20,9 x 31,8 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Pergament fleckig
Aussteller: Hans Heß zu Unterweiler ("Underwyler")
Empfänger: Johann [II. Blarer], Abt zu Weingarten
Siegler: Junker Ulrich von Königsegg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Aussteller: Hans Heß zu Unterweiler ("Underwyler")
Empfänger: Johann [II. Blarer], Abt zu Weingarten
Siegler: Junker Ulrich von Königsegg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Blarer, Johann II.; Abt von Weingarten
Geng, Peter
Heß, Hans
Heß, Heinz
Humpis, Ital; Bürgermeister
Hymelman, Jos
Königsegg, Ulrich von
Ruff, Hans
Schwarz, Konz
Weingarten, Johann II. Blarer; Abt
Hoßkirch RV
Hoßkirch RV; Ammann
Ravensburg RV; Bürgermeister
Sigmaringen SIG
Unterweiler : Laubbach, Ostrach SIG
Unterweiler : Laubbach, Ostrach SIG; Einwohner
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ
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