Nachlass Thomas Täglichsbeck, Hofkapellmeister (1799-1867) (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, N 1/72 T 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik) >> Nachlässe, Partei-, Vereins- und Verbandsarchive >> Nachlässe >> Nachlass Thomas Täglichsbeck, Hofkapellmeister (1799-1867)
1827-1867 (1870, 1896-1927)
Überlieferungsgeschichte
Biographische Angaben
Der Komponist, Violinvirtuose,und Dirigent Thomas Täglichsbeck wurde am 31. Dezember 1799 in Ansbach geboren. Im Jahr 1800 zog die Familie Täglichsbeck nach Hof um. Von seinem Vater, dem Stadtmusikus Johann Täglichsbeck, erhielt Täglichsbeck Geigenunterricht. Nach Vervollständigung seiner musikalischen Ausbildung 1816 in München bei Pietro Rovelli und Joseph Grätz fand er im darauf folgenden Jahr eine Anstellung als Violonist beim Theater am Isarthor. 1822 wechselte er als erster Geiger an die königliche Hofkapelle in München.
Seit 1827 war Täglichsbeck als Hofkapellmeister des Fürsten Friedrich Wilhelm Konstantin von Hohenzollern-Hechingen tätig. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Hechinger Kapelle zu einem überregional bekannten Klangkörper. Wie in den Anfangsjahren seiner musikalischen Laufbahn unternahm er auch während seiner Anstellung regelmäßig erfolgreiche Konzertreisen in ganz Europa. Im Jahr 1852 übersiedelte Täglichsbeck mit dem Fürsten nach Hohlstein und Löwenstein in Schlesien. An den dort veranstalteten Konzerten wirkten bedeutende Musiker der damaligen Musikwelt mit. Täglichsbeck schied 1857 aus dem Dienst des Fürsten von Hohenzollern-Hechingen.
Nach Stationen in Dresden und München ließ sich Täglichsbeck 1866 in Baden-Baden nieder, wo er am 5. Oktober 1867 starb.
Inhalt und Bewertung
Bestandsgeschichte und Bearbeiterbericht
Der vorliegende Bestand konnte 1997 von einer Nachfahrin Täglichsbecks erworben werden. Sein Schwerpunkt bildet die Korrespondenz Täglichsbecks in den Jahren 1827 bis 1867 mit Fürst Konstantin von Hohenzollern-Hechingen und anderen fürstlichen Persönlichkeiten sowie mit Musikerinnen/Musikern, Schauspielerinnen/Schauspielern und Schriftstellerinnen/Schriftstellern. Darunter befinden sich Briefe von Franz Liszt, Clara Schumann, Louis Spohr und Giocomo Meyerbeer. Von Georg Jakob Strunz liegt ein Notenblatt vor. Die Briefsammlung dokumentiert somit Musikkultur und fürstliches Mäzenatentum des 19. Jahrhunderts.
Dem Nachlass wohl nachträglich hinzugefügt wurden weitere Schreiben ab 1870, darunter eine Postkarte Herzogin Charlottes von Württemberg aus dem Jahr 1927.
Der Bestand wurde 2006 von Carola Traub erschlossen und dann archivgerecht verpackt.
Seit 2010 können zusätzlich zum Findbuch auch Digitalisate aller Briefe im Internet abgerufen werden.
Nach Fortschritten in der Personenidentifikation ergänzte bzw. korrigierte die Unterzeichnete im November 2011 eine Reihe von Titelaufnahmen und Indexbegriffe. Im Anschluss verfasste sie die Überlieferungsgeschichte.
Der Bestand umfasst 135 Einheiten mit einem Umfang von 0,2 Regalmetern. Zu bestellen sind die Archivalien unter der Signatur N 1/72 T 1 Nr. [Bestellnummer].
Sigmaringen, im November 2011
Sibylle Brühl
Biographische Angaben
Der Komponist, Violinvirtuose,und Dirigent Thomas Täglichsbeck wurde am 31. Dezember 1799 in Ansbach geboren. Im Jahr 1800 zog die Familie Täglichsbeck nach Hof um. Von seinem Vater, dem Stadtmusikus Johann Täglichsbeck, erhielt Täglichsbeck Geigenunterricht. Nach Vervollständigung seiner musikalischen Ausbildung 1816 in München bei Pietro Rovelli und Joseph Grätz fand er im darauf folgenden Jahr eine Anstellung als Violonist beim Theater am Isarthor. 1822 wechselte er als erster Geiger an die königliche Hofkapelle in München.
Seit 1827 war Täglichsbeck als Hofkapellmeister des Fürsten Friedrich Wilhelm Konstantin von Hohenzollern-Hechingen tätig. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Hechinger Kapelle zu einem überregional bekannten Klangkörper. Wie in den Anfangsjahren seiner musikalischen Laufbahn unternahm er auch während seiner Anstellung regelmäßig erfolgreiche Konzertreisen in ganz Europa. Im Jahr 1852 übersiedelte Täglichsbeck mit dem Fürsten nach Hohlstein und Löwenstein in Schlesien. An den dort veranstalteten Konzerten wirkten bedeutende Musiker der damaligen Musikwelt mit. Täglichsbeck schied 1857 aus dem Dienst des Fürsten von Hohenzollern-Hechingen.
Nach Stationen in Dresden und München ließ sich Täglichsbeck 1866 in Baden-Baden nieder, wo er am 5. Oktober 1867 starb.
Inhalt und Bewertung
Bestandsgeschichte und Bearbeiterbericht
Der vorliegende Bestand konnte 1997 von einer Nachfahrin Täglichsbecks erworben werden. Sein Schwerpunkt bildet die Korrespondenz Täglichsbecks in den Jahren 1827 bis 1867 mit Fürst Konstantin von Hohenzollern-Hechingen und anderen fürstlichen Persönlichkeiten sowie mit Musikerinnen/Musikern, Schauspielerinnen/Schauspielern und Schriftstellerinnen/Schriftstellern. Darunter befinden sich Briefe von Franz Liszt, Clara Schumann, Louis Spohr und Giocomo Meyerbeer. Von Georg Jakob Strunz liegt ein Notenblatt vor. Die Briefsammlung dokumentiert somit Musikkultur und fürstliches Mäzenatentum des 19. Jahrhunderts.
Dem Nachlass wohl nachträglich hinzugefügt wurden weitere Schreiben ab 1870, darunter eine Postkarte Herzogin Charlottes von Württemberg aus dem Jahr 1927.
Der Bestand wurde 2006 von Carola Traub erschlossen und dann archivgerecht verpackt.
Seit 2010 können zusätzlich zum Findbuch auch Digitalisate aller Briefe im Internet abgerufen werden.
Nach Fortschritten in der Personenidentifikation ergänzte bzw. korrigierte die Unterzeichnete im November 2011 eine Reihe von Titelaufnahmen und Indexbegriffe. Im Anschluss verfasste sie die Überlieferungsgeschichte.
Der Bestand umfasst 135 Einheiten mit einem Umfang von 0,2 Regalmetern. Zu bestellen sind die Archivalien unter der Signatur N 1/72 T 1 Nr. [Bestellnummer].
Sigmaringen, im November 2011
Sibylle Brühl
135 Einheiten (0,2 lfd.m)
Bestand
Archivalien:
Unterlagen zu Thomas Täglichsbeck und seinem Vater Johann Täglichsbeck werden im Stadtarchiv Hof verwahrt.
Literatur:
Edgar Burmester, Thomas Täglichsbeck (1799-1867) und seine Instrumental-Kompositionen: ein Beitrag zur Geschichte der Instrumentalmusik des 19. Jahrhunderts, Würzburg 1936
Gregor Richter, Thomas Täglichsbeck 1799-1867. Violinvirtuose, Komponist und Hofkapellmeister zu Hechingen in Hohenzollern und zu Löwenberg in Schlesien, in: Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg (Hr.), Weit in die Welt hinaus... Historische Beziehungen zwischen Südwestdeutschland und Schlesien, Calw 1998, S. 41 - 47
Otto Becker, Neue Quellen zur Musikgeschichte im Staatsarchiv Sigmaringen, in: Der Archivar, Jg. 51, 1998, Heft 3, S. 460 - 461
Unterlagen zu Thomas Täglichsbeck und seinem Vater Johann Täglichsbeck werden im Stadtarchiv Hof verwahrt.
Literatur:
Edgar Burmester, Thomas Täglichsbeck (1799-1867) und seine Instrumental-Kompositionen: ein Beitrag zur Geschichte der Instrumentalmusik des 19. Jahrhunderts, Würzburg 1936
Gregor Richter, Thomas Täglichsbeck 1799-1867. Violinvirtuose, Komponist und Hofkapellmeister zu Hechingen in Hohenzollern und zu Löwenberg in Schlesien, in: Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg (Hr.), Weit in die Welt hinaus... Historische Beziehungen zwischen Südwestdeutschland und Schlesien, Calw 1998, S. 41 - 47
Otto Becker, Neue Quellen zur Musikgeschichte im Staatsarchiv Sigmaringen, in: Der Archivar, Jg. 51, 1998, Heft 3, S. 460 - 461
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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03.04.2025, 8:37 AM CEST
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