Mainz, 1572.11.30. Vertrag zwischen dem Kloster St. Agnes und den Vormündern (Herr Hans Feuerbach und Franz Schreiber) der Kindes des + Hans von Ammelburg und s.Fr. Gela (die sodann Adam Martini, nach dessen Tod Melchior Ricker geheiratet hat) wegen der zwei Häuser zum Drauben und zum Bierbaumlin, die dem genannten Adam Martini vom Kloster verliehen worden sind. Einerseits haben die Vormünder und Erben 372 fl. in diese Häuser verbaut und hat Adam Martini dem Kloster treue Dienste erwiesen. Andererseits ist nach Feststellung des Dombaumeisters dem Kloster durch diesen Umbau im Haus zum Agneser Hof ein auf 250 fl. geschätzter Unbau erwachsen. Die Vertreter des Kloster (Peter Weissel, jur.lic. und weltlicher Richter, und Peter Loer, Advokat und Syndikus des Klosters) und der Kinder (die Vormünder und der Stiefvater Melchior Rücker, Magister Philipp Zimmerman als Beistand vor Kilian Eler und vor Johann Kuhorn, beide Dr.jur., kurmainzische Räte, Schultheiss und Siegler), vergleichen sich folgendermassen: Das Kloster erhält das Haus zum Drauben als Eigengut, ferner die von Adam Martini dem Kloster vermachten 50 fl. Hauptgeld, und anstatt des Unbaus im Haus zur Drauben 25 fl. bar. Dagegen behalten die Kinder und ihre Erben das Häuslein zum Bierbaumlin zu eigen und haben davon dem Kloster nichts mehr zu reichen. Ihre Zustimmung geben: 1) Wolfgang Kämmerer von Worms gen. von Dalburg, Dompropst und Vikar in spiritualibus, für das Kloster; 2) der Kämmerer (Johann Heinrich v. Walbron zu Ernsthofen) für die Kinder.