Walter Ehinger der Jüngere, Bürger zu Ulm, urteilt in dem Streit der Klöster Ochsenhausen und Rot über ihre Gerichtsbarkeit und Dienstforderungen in den Gütern Berkheim und Bachen, die, einst Besitz des Klosters Rot, an Ochsenhausen verkauft, nun aber zurückgekauft worden waren. Schiedsleute für Ochsenhausen sind Hans Beßrer der Jüngere und Heinrich Kraft, Bürger zu Ulm, für Rot Gilg Kraft, Bürger zu Ulm und Heinrich von Pflummern, Bürgermeister zu Biberach. Bei der Gerichtsverhandlung in Ulm tritt an Stelle des Gilg Kraft.Rudolf Cräwel, Bürger zu Ulm. Man kommt überein, Zeugen zu verhören, wie der Rechtsstand vor dem Verkauf der Güter an Ochsenhausen war und danach das Urteil zu fällen. Ferner klagt Abt Martin von Rot mit seinem Anwalt Kraft Leowen, Bürger zu Ulm, gegen Abt Heinrich von Ochsenhausen und dessen Anwalt Claus Umgelter, Bürgermeister zu Ulm, um die Übergabe aller auf dem Rückkaufbrief verzeichneten Leute. Das Gericht spricht Abt Martin die Verfügung über alle Leute des Klosters zu, die in den Kaufbriefen genannt sind. Siegler: Walter Ehinger, Hans Beßrer und Rudolf Cräwel. Ulm, 1431, Mittwoch vor St. Bartholomäus, des Hl. Zwölfboten Tag. Orig. Perg., 3 S. anh., gut erhalten.Vgl. U 101 (Zweitschrift).
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Walter Ehinger der Jüngere, Bürger zu Ulm, urteilt in dem Streit der Klöster Ochsenhausen und Rot über ihre Gerichtsbarkeit und Dienstforderungen in den Gütern Berkheim und Bachen, die, einst Besitz des Klosters Rot, an Ochsenhausen verkauft, nun aber zurückgekauft worden waren. Schiedsleute für Ochsenhausen sind Hans Beßrer der Jüngere und Heinrich Kraft, Bürger zu Ulm, für Rot Gilg Kraft, Bürger zu Ulm und Heinrich von Pflummern, Bürgermeister zu Biberach. Bei der Gerichtsverhandlung in Ulm tritt an Stelle des Gilg Kraft.Rudolf Cräwel, Bürger zu Ulm. Man kommt überein, Zeugen zu verhören, wie der Rechtsstand vor dem Verkauf der Güter an Ochsenhausen war und danach das Urteil zu fällen. Ferner klagt Abt Martin von Rot mit seinem Anwalt Kraft Leowen, Bürger zu Ulm, gegen Abt Heinrich von Ochsenhausen und dessen Anwalt Claus Umgelter, Bürgermeister zu Ulm, um die Übergabe aller auf dem Rückkaufbrief verzeichneten Leute. Das Gericht spricht Abt Martin die Verfügung über alle Leute des Klosters zu, die in den Kaufbriefen genannt sind. Siegler: Walter Ehinger, Hans Beßrer und Rudolf Cräwel. Ulm, 1431, Mittwoch vor St. Bartholomäus, des Hl. Zwölfboten Tag. Orig. Perg., 3 S. anh., gut erhalten.Vgl. U 101 (Zweitschrift).
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 486 U 792
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 486 Rot an der Rot, Prämonstratenserkloster
Rot an der Rot, Prämonstratenserkloster >> Urkunden >> IV. Beziehungen zu geistlichen benachbarten Herrschaften >> 1. Verträge und Streitsachen mit benachbarten geistlichen Herrschaften
1431 August 22
Urkunden
Besserer, Hans der Jüngere, Bürger, Ulm
Cröwel (Cräwel), Rudolf, Bürger, Ulm
Ehinger, Walter der Jüngere, Bürger, Ulm
Kraft, Gilg, Bürger, Ulm
Kraft, Heinrich, Bürger, Bürgermeister, Ulm
Loewen (Löw), Kraft, Bürger, Ulm
Ochsenhausen, Heinrich Faber; Abt, -1434
Rot an der Rot, Martin Hesser von Marchtal; Abt
Berkheim BC
Biberach an der Riß BC
Illerbachen : Berkheim BC
Ulm UL
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:28 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 (Tektonik)
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- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Tektonik)
- Rot an der Rot, Prämonstratenserkloster (Bestand)
- Urkunden (Gliederung)
- IV. Beziehungen zu geistlichen benachbarten Herrschaften (Gliederung)
- 1. Verträge und Streitsachen mit benachbarten geistlichen Herrschaften (Gliederung)