Nachlass Dr. Edmund Kaufmann, Staatssekretär, CDU- und FDP-Politiker (* 1893, + 1953) (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 1/39
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Nachlässe, Verbands- und Familienarchive >> Politische Nachlässe
1952-1953
Überlieferungsgeschichte
Im Rahmen der in Vorbereitung befindlichen Edition der Niederschriften des Verfassungsausschusses von Baden-Württemberg 1952/53 einschließlich relevanter Dokumente erschien es angebracht, schriftliche Nachlässe von Landespolitikern, die an den Verfassungsberatungen entscheidend mitwirkten, zur Auswertung mit heranzuziehen. Herr Prof. Dr. Dr. Arthur Kaufmann (Sohn des 1953 erstorbenen früheren Staatssekretärs Dr. Edmund Kaufmann) vermittelte entgegenkommenderweise, dass einschlägige Handakten seines Vaters aus dem Besitz eines am 05. Mai 1985 verstorbenen Bruders Fritz Joachim Kaufmann über seine Schwester Elisabeth Hirner geb. Kaufmann (Tulpenstr. 8, 7031 Aidlingen) am 23. September 1985 an den Unterzeichner ausgehändigt wurden. Bei diesem Teilnachlaß handelt es sich um die dienstlichen Handakten des früheren Staatssekretärs Dr. Edmund Kaufmann über die Verfassungsberatungen für den Südweststaat (z. B. befanden sich die Originalausfertigungen der amtlichen Vorschläge für die Landesflaggen- und Wappengebung darin).
Diese amtlichen Unterlagen entsprechen somit in ihrer Bedeutung in etwa den im HStA Stuttgart aufbewahrten Handakten des früheren Ministerialdirektors Dr. Rudolf Spreng (Amtschef des Staatsministeriums) im Bestand EA 1/20.Es ist vorgesehen, diese Unterlagen von Edmund Kaufmann ebenfalls an das HStA Stuttgart zur dauernden Aufbewahrung zu übergeben, weil sich bereits die Handakten der früheren Ministerpräsidenten Dr. Reinhold Maier und Professor Dr. Gebhard Müller sowie des Landesjustizministers Dr. Wolfgang Haußmann dort befinden.
Inhalt und Bewertung
Kaufmann, Edmund (13.02.1893 - 12.11.1953), Jurist, Zentrums-, CDU- und FDP/DVP-Politiker; 1919 Syndikus des Verbandes der Metallindustriellen Baden und Pfalz, ab 1923 Bürgermeister der Stadt Singen am Hohentwiel, 1929-1933 Mitglied des badischen Landtages (Zentrum), ab 1935 Buchhändler in Mainz, 1946-1948 Ministerialdirektor im württemberg-badischen Wirtschaftsministerium, 1948-1949 stellvertretender Direktor der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes in Frankfurt/Main, 1949-1950 Finanzminister von Württemberg-Baden, 1950-1952 Mitglied des württemberg-badischen Landtages (CDU), 1952 Übertritt zur FDP/DVP, 1952-1953 Mitglied der verfassunggebenden Landesversammlung von Baden-Württemberg (FDP/DVP)
Enthält: Handakten über die Beratungen zur Landesverfassung von Baden-Württemberg 1952/1953: u. a. Entwürfe, Denkschriften; Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft für die Vereinigung Baden-Württembergs, Korrespondenz mit Bundes- und Landespolitikern; Zeitungsausschnitte, Denkschriften und Wahlpropaganda zur Südweststaatfrage; Unterlagen zum Partei- und Fraktionswechsel Kaufmanns 1952
Der im Folgenden verzeichnete Nachlaß wurde dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart mit Schreiben vom 17. August 1987 (Tgb.-Nr. 2912) vom Landtag Baden-Württemberg-Verwaltung (Landtagsarchiv) zum Verbleib übergeben. Das mitübergebene Repertorium wurde in der im Landtagsarchiv erstellten Form belassen und nur durch Vorsatzblatt und diese Vorbemerkung ergänzt.
Der Nachlaß ist bei Übergabe an das Landtagsarchiv in Landeseigentum übergegangen. Er umfaßt die Büschel 1 - 21 im Umfang von 0,8 lfd. m.
Im Rahmen der in Vorbereitung befindlichen Edition der Niederschriften des Verfassungsausschusses von Baden-Württemberg 1952/53 einschließlich relevanter Dokumente erschien es angebracht, schriftliche Nachlässe von Landespolitikern, die an den Verfassungsberatungen entscheidend mitwirkten, zur Auswertung mit heranzuziehen. Herr Prof. Dr. Dr. Arthur Kaufmann (Sohn des 1953 erstorbenen früheren Staatssekretärs Dr. Edmund Kaufmann) vermittelte entgegenkommenderweise, dass einschlägige Handakten seines Vaters aus dem Besitz eines am 05. Mai 1985 verstorbenen Bruders Fritz Joachim Kaufmann über seine Schwester Elisabeth Hirner geb. Kaufmann (Tulpenstr. 8, 7031 Aidlingen) am 23. September 1985 an den Unterzeichner ausgehändigt wurden. Bei diesem Teilnachlaß handelt es sich um die dienstlichen Handakten des früheren Staatssekretärs Dr. Edmund Kaufmann über die Verfassungsberatungen für den Südweststaat (z. B. befanden sich die Originalausfertigungen der amtlichen Vorschläge für die Landesflaggen- und Wappengebung darin).
Diese amtlichen Unterlagen entsprechen somit in ihrer Bedeutung in etwa den im HStA Stuttgart aufbewahrten Handakten des früheren Ministerialdirektors Dr. Rudolf Spreng (Amtschef des Staatsministeriums) im Bestand EA 1/20.Es ist vorgesehen, diese Unterlagen von Edmund Kaufmann ebenfalls an das HStA Stuttgart zur dauernden Aufbewahrung zu übergeben, weil sich bereits die Handakten der früheren Ministerpräsidenten Dr. Reinhold Maier und Professor Dr. Gebhard Müller sowie des Landesjustizministers Dr. Wolfgang Haußmann dort befinden.
Inhalt und Bewertung
Kaufmann, Edmund (13.02.1893 - 12.11.1953), Jurist, Zentrums-, CDU- und FDP/DVP-Politiker; 1919 Syndikus des Verbandes der Metallindustriellen Baden und Pfalz, ab 1923 Bürgermeister der Stadt Singen am Hohentwiel, 1929-1933 Mitglied des badischen Landtages (Zentrum), ab 1935 Buchhändler in Mainz, 1946-1948 Ministerialdirektor im württemberg-badischen Wirtschaftsministerium, 1948-1949 stellvertretender Direktor der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes in Frankfurt/Main, 1949-1950 Finanzminister von Württemberg-Baden, 1950-1952 Mitglied des württemberg-badischen Landtages (CDU), 1952 Übertritt zur FDP/DVP, 1952-1953 Mitglied der verfassunggebenden Landesversammlung von Baden-Württemberg (FDP/DVP)
Enthält: Handakten über die Beratungen zur Landesverfassung von Baden-Württemberg 1952/1953: u. a. Entwürfe, Denkschriften; Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft für die Vereinigung Baden-Württembergs, Korrespondenz mit Bundes- und Landespolitikern; Zeitungsausschnitte, Denkschriften und Wahlpropaganda zur Südweststaatfrage; Unterlagen zum Partei- und Fraktionswechsel Kaufmanns 1952
Der im Folgenden verzeichnete Nachlaß wurde dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart mit Schreiben vom 17. August 1987 (Tgb.-Nr. 2912) vom Landtag Baden-Württemberg-Verwaltung (Landtagsarchiv) zum Verbleib übergeben. Das mitübergebene Repertorium wurde in der im Landtagsarchiv erstellten Form belassen und nur durch Vorsatzblatt und diese Vorbemerkung ergänzt.
Der Nachlaß ist bei Übergabe an das Landtagsarchiv in Landeseigentum übergegangen. Er umfaßt die Büschel 1 - 21 im Umfang von 0,8 lfd. m.
22 Nummern
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ