Nikolaus Knurr (Niclaus Knurre) bekundet, dass er vorzeiten am Zoll zu Oppenheim "etwas frevenlich und mutwilliglich" gegen Kurfürst Philipp von der Pfalz gehandelt hatte, weswegen er von dessen Landschreiber zu Oppenheim in Haft genommen und in den Turm gelegt worden war. Nachdem er "durch schicklicheit" aus dem Gefängnis entlassen worden war und dennoch weiter in Unsicherheit gegen den Fürsten stand, hat sich Nikolaus unter Hinzunahme der Bürgermeister und des Rats zu Oberwesel (Wesele), seiner lieben Herren, mit dem Pfalzgrafen gütlich dahin vertragen, sodass dieser seine Ungnade abgestellt und ihn aus der Sorge gelassen hat. Dagegen verzichtet Nikolaus auf seine vom pfalzgräflichen Landschreiber abgenommene Habe, namentlich "eyn luwerdamm" und einiges Geld unter 2 Gulden, und verzichtet auf alle Forderungen und Ansprachen in der Sache und wegen seiner Gefangenschaft. Nikolaus bittet die Junker Adam von Schönburg (Schonberg), Amtmann zu Oberwesel, und Ludwig von Ottenstein (-steyn) um Besiegelung.