Abt Matthäus [Rot] und der Konvent des Zisterzienserklosters Salem beurkunden, dass sie Barbara Grünenmayer, Tochter der Eheleute Hans Grünenmayer und Agatha Ammann im Kellertobel, gegen Zahlung einer nicht spezifizierten Summe Geldes, deren Empfang sie hiermit bestätigen, aus ihrer Leibherrschaft entlassen haben. Auch namens ihrer Nachfolger sprechen die Aussteller genannte Barbara von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes und den daraus resultierenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, verzichten auf ihr bisheriges Eigentum an ihr mit aller Gerechtigkeit und Gewalt, Ansprüchen und Forderungen, versprechen, sie von Leibeigenschafts wegen nicht mehr zu behelligen und gestatten ihr, "wie vnd wa sie will" anderer Herrschaften Schirm oder Bürgerrecht anzunehmen, ohne von ihrer Seite irgendwelche Behinderung gewärtigen zu müssen.
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Abt Matthäus [Rot] und der Konvent des Zisterzienserklosters Salem beurkunden, dass sie Barbara Grünenmayer, Tochter der Eheleute Hans Grünenmayer und Agatha Ammann im Kellertobel, gegen Zahlung einer nicht spezifizierten Summe Geldes, deren Empfang sie hiermit bestätigen, aus ihrer Leibherrschaft entlassen haben. Auch namens ihrer Nachfolger sprechen die Aussteller genannte Barbara von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes und den daraus resultierenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, verzichten auf ihr bisheriges Eigentum an ihr mit aller Gerechtigkeit und Gewalt, Ansprüchen und Forderungen, versprechen, sie von Leibeigenschafts wegen nicht mehr zu behelligen und gestatten ihr, "wie vnd wa sie will" anderer Herrschaften Schirm oder Bürgerrecht anzunehmen, ohne von ihrer Seite irgendwelche Behinderung gewärtigen zu müssen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3131
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1578 Dezember 3
13,7 x 29,3 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Kloster Salem
Empfänger: Barbara Grünenmayer
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Barbara Grünenmayer
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Ammann, Agatha
Grünenmayer, Barbara
Grünenmayer, Hans
Salem, Matthäus Rot; Abt, ca. 16. Jh.
Kellertobel (Wohnplatzbezeichnung) FN (?)
Salem FN; Kloster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:26 MEZ
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