Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er Konrad von Helmstatt zum Diener aufgenommen hat. Konrad soll auf Aufforderung in allen Geschäften des Pfalzgrafen gegen jedermann aufwarten und dienen, wofür er Treue, Huld und pflichtgemäßen Dienst geschworen hat. Reisigen Schaden im Krieg oder anderen Geschäften will ihm der Pfalzgraf gütlich ersetzen, bei Nichteinigung soll der Entscheid über Schadensersatz dem fürstlichen Hofmeister, Marschall und dem Hauptmann, unter dem Konrad seinen Schaden erlitten hat, anheimgestellt werden. Der Pfalzgraf will ihm solange jährlich zu Martini [11.11.] 20 Gulden und 12 Malter Korn aus seinen Kasten reichen, bis er Konrad mit einem gleichwertigen Lehen versehen hat.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er Konrad von Helmstatt zum Diener aufgenommen hat. Konrad soll auf Aufforderung in allen Geschäften des Pfalzgrafen gegen jedermann aufwarten und dienen, wofür er Treue, Huld und pflichtgemäßen Dienst geschworen hat. Reisigen Schaden im Krieg oder anderen Geschäften will ihm der Pfalzgraf gütlich ersetzen, bei Nichteinigung soll der Entscheid über Schadensersatz dem fürstlichen Hofmeister, Marschall und dem Hauptmann, unter dem Konrad seinen Schaden erlitten hat, anheimgestellt werden. Der Pfalzgraf will ihm solange jährlich zu Martini [11.11.] 20 Gulden und 12 Malter Korn aus seinen Kasten reichen, bis er Konrad mit einem gleichwertigen Lehen versehen hat.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 818, 368
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1493 Oktober 19 (uff samßtag nach sant Lucas ewangeliste)
fol. 248v-249r [alt: 195v-196r]
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrückt)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrückt)
Kopfregest: "Wie Conrat von Helmstat zu diener bestelt ist".
Helmstatt, Konrad von; ux. Agnes Merstetter, erw. 1493, 1503
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:11 MESZ
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