DSHI 100 Meyendorff, Alexander (Bestand)
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Dokumentesammlung des Herder-Instituts [Isil-Code DE-1988] (Archivtektonik) >> DSHI 100 Personenarchive
1939-1964
Bestandsbeschreibung:
Meyendorff, Alexander Freiherr von
10.04.1869-20.02.1964
Politiker, Jurist, Historiker
Bestandsbildner: 1888-1892 stud. jur. in Petersburg, 1896 Magister; 1897-1899 geschäftsführendes Mitglied der Kurländ. Gouvernements-Kommission für Bauernfragen; 1899-1903 Leiter der Abt. für bäuerliche Angelegenheiten im Innenministerium, 1902-1905 Privatdozent für russisches Agrarrecht an der Univ. Petersburg; als Besitzer von Klein Roop 1907-1917 livländ. Abgeordneter der 3. und 4. Duma; 1912-1920 livländ. Landrat, 1917 Senator; seit 1919 in England, bis 1934 Prof. für bürgerliches Recht an der Political High School in London, 1930 Dr. h.c. der University of Durham; 1934 bis 1939 in Finnland, danach wieder in England.
Bestandsgeschichte: Bestand wurde z. T. noch zu Lebzeiten Meyendorffs über Wilhelm Lenz (1906-1976), Olaf Welding (1893-1960, genealogische Auskunftsstelle Stade) ins Herder-Institut übergeben. Weitere Teile des Nachlasses befinden sich für die Zeit bis 1918 im Historischen Staatsarchiv Lettlands in Riga, im ehemaligen Zentralen Staatsarchiv der Oktoberrevolution in Moskau und für die Zeit von 1919 bis 1939 im Finnischen Staatsarchiv in Helsinki.
Bestandsbeschreibung: Biographisches; umfangreiche Korrespondenzen mit Fachkollegen, mit russischen, lettischen und polnischen Emigranten sowie mit Deutschbalten (Józef Hutten-Czapski u. andere Angehörige dieser Familie, Leonid Arbusow d.J., Nikolaj von Arseniew, Alexander Friedenstein, George Peabody Gooch, Michail Aleksandr Gorčakov, Werner Hasselblatt, Otto Hoetzsch, Angehörige der Familien von Campenhausen, Meyendorff, Stolypin, Tolstoj, Trubeckoj, Gleb Struve u.a.); Korrespondenzen mit verschiedenen Universitäten, Bibliotheken und Gesellschaften, mit Verlagen und Zeitungen, mit Behörden in verschiedenen Ländern (betr. Rechtsstellung von Deutschbalten und Emigranten, betr. Ein- bzw. Auswanderungen); Materialsammlungen und Vortragsmanuskripte (z.T. aus der Lehrtätigkeit und von Vortragsreisen Meyendorffs); Drucke, Photos; Hinweise auf den Nachlaßteil in Helsinki; Geschäftskorrespondenzen (Vermögensverwaltung); Nachlässe anderer Familienmitglieder (Barbara v. M., Felix v. M., Olga v. M., geb. Frstn . Gorčakova, Clemens v. M., Michael v. M., Peter v. M.).
Ungedruckte Findhilfsmittel, bearb. v. Inge Auerbach, zur Veröff. vorgesehen; weitere Nachlaßteile: Central'nyj gosudarstvennyj istorièeskij archiv Latvijskoj SSR., S. 71; Liènye archivnye fondy v gosudarstvennych chranili¹èach SSR. Ukazatel' [Nachlässe in staatlichen Depots der UdSSR. Verzeichnis.], Moskva 1962, 2 Bde.; Valtionarkiston Yleisluettelo. IV. Yksityiset arkistot [Übersichtskatalog des Staatsarchivs. IV. Die Privatarchive], Helsinki 1973.
e) Nachruf von Reinhard Wittram, in: BB 17 (1964), Nr. 5 <187>, S. 3-4; DBBL, S. 511; Manfred Hagen: Zwischen Nationalitäten und Fraktionen - Alexander Baron Meyendorff (1869-1964), in: ZfO 27 (1978), S. 558-615.
Meyendorff, Alexander Freiherr von
10.04.1869-20.02.1964
Politiker, Jurist, Historiker
Bestandsbildner: 1888-1892 stud. jur. in Petersburg, 1896 Magister; 1897-1899 geschäftsführendes Mitglied der Kurländ. Gouvernements-Kommission für Bauernfragen; 1899-1903 Leiter der Abt. für bäuerliche Angelegenheiten im Innenministerium, 1902-1905 Privatdozent für russisches Agrarrecht an der Univ. Petersburg; als Besitzer von Klein Roop 1907-1917 livländ. Abgeordneter der 3. und 4. Duma; 1912-1920 livländ. Landrat, 1917 Senator; seit 1919 in England, bis 1934 Prof. für bürgerliches Recht an der Political High School in London, 1930 Dr. h.c. der University of Durham; 1934 bis 1939 in Finnland, danach wieder in England.
Bestandsgeschichte: Bestand wurde z. T. noch zu Lebzeiten Meyendorffs über Wilhelm Lenz (1906-1976), Olaf Welding (1893-1960, genealogische Auskunftsstelle Stade) ins Herder-Institut übergeben. Weitere Teile des Nachlasses befinden sich für die Zeit bis 1918 im Historischen Staatsarchiv Lettlands in Riga, im ehemaligen Zentralen Staatsarchiv der Oktoberrevolution in Moskau und für die Zeit von 1919 bis 1939 im Finnischen Staatsarchiv in Helsinki.
Bestandsbeschreibung: Biographisches; umfangreiche Korrespondenzen mit Fachkollegen, mit russischen, lettischen und polnischen Emigranten sowie mit Deutschbalten (Józef Hutten-Czapski u. andere Angehörige dieser Familie, Leonid Arbusow d.J., Nikolaj von Arseniew, Alexander Friedenstein, George Peabody Gooch, Michail Aleksandr Gorčakov, Werner Hasselblatt, Otto Hoetzsch, Angehörige der Familien von Campenhausen, Meyendorff, Stolypin, Tolstoj, Trubeckoj, Gleb Struve u.a.); Korrespondenzen mit verschiedenen Universitäten, Bibliotheken und Gesellschaften, mit Verlagen und Zeitungen, mit Behörden in verschiedenen Ländern (betr. Rechtsstellung von Deutschbalten und Emigranten, betr. Ein- bzw. Auswanderungen); Materialsammlungen und Vortragsmanuskripte (z.T. aus der Lehrtätigkeit und von Vortragsreisen Meyendorffs); Drucke, Photos; Hinweise auf den Nachlaßteil in Helsinki; Geschäftskorrespondenzen (Vermögensverwaltung); Nachlässe anderer Familienmitglieder (Barbara v. M., Felix v. M., Olga v. M., geb. Frstn . Gorčakova, Clemens v. M., Michael v. M., Peter v. M.).
Ungedruckte Findhilfsmittel, bearb. v. Inge Auerbach, zur Veröff. vorgesehen; weitere Nachlaßteile: Central'nyj gosudarstvennyj istorièeskij archiv Latvijskoj SSR., S. 71; Liènye archivnye fondy v gosudarstvennych chranili¹èach SSR. Ukazatel' [Nachlässe in staatlichen Depots der UdSSR. Verzeichnis.], Moskva 1962, 2 Bde.; Valtionarkiston Yleisluettelo. IV. Yksityiset arkistot [Übersichtskatalog des Staatsarchivs. IV. Die Privatarchive], Helsinki 1973.
e) Nachruf von Reinhard Wittram, in: BB 17 (1964), Nr. 5 <187>, S. 3-4; DBBL, S. 511; Manfred Hagen: Zwischen Nationalitäten und Fraktionen - Alexander Baron Meyendorff (1869-1964), in: ZfO 27 (1978), S. 558-615.
Meyendorff, Alexander Freiherr von
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
18.02.2026, 15:26 MEZ