Akademisches Rektoramt, Studierendenakten (I): Seminaristen (Bestand)
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UAT 42/
Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> B Akademische Zentralorgane >> Bc Verwaltungsorgane (Universitätsverwaltung) >> Bc 4 Teilaufgaben und -registraturen >> Bc 4.22 Studierenden- und Gasthörerakten, studentische Angelegenheiten >> Studierendenabteilung
1828-1906
Bestandsbeschreibung: Sem. = Seminarist (Angehöriger des Evangelischen Stifts), meistens Studierender der ev. Theologie
Übernommen: 1919.
Bestandsstruktur, -geschichte:
Erst seit dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts wurden Akten über jeden einzelnen Studierenden geführt, nachdem seit der Jahrhundertwende Kontrolle und Reglementierung stetig intensiviert worden waren. Im Jahre 1808 wurden die Professoren verpflichtet, drei Wochen nach Vorlesungsbeginn und erneut am Ende des Semesters Listen ihrer Hörer mit Angaben zu Fleiß und Betragen dem Rektor zur Weiterleitung an das Kuratorium einzureichen (Reyscher Nr. 90, S. 522). Gleichzeitig wurde der Besuch von mindestens zwei Vorlesungen pro Semester zur Pflicht gemacht (Ebd., S. 521). Ausländer hatten seit 1811 ein amtlich beglaubigtes Schuldenübernahmeattest vorzulegen (Reyscher Nr. 97, S. 531). Im gleichen Jahr wurde für Inländer zum Nachweis ausreichender Vorkenntnisse eine Akademische Vorprüfung vorgeschrieben (Reyscher 103, S. 544 und 106, S. 549, seit 1833 nur noch für Zulassung zur Dienstprüfung gefordert: Reyscher 249, S. 771), während bis dahin nur die Vorbildung des Theologennachwuchses geregelt war. Ferner wurden Semesterabschlussprüfungen eingeführt (Aufgehoben 1833: Reyscher 249, S. 772). Die Zeugnisse darüber sollten in einem Exemplar in der Fakultätsregistratur aufbewahrt werden, in einem zweiten dem Rektor zur Weiterleitung an die Oberstudiendirektion vorgelegt werden (Reyscher 98 S. 533). Schließlich wurde den Studenten 1828 vorgeschrieben, in jedem Semester ein Verzeichnis der Vorlesungen einzureichen, die sie zu hören beabsichtigten (Reyscher 229, S. 720).
Bei der Bildung der Immatrikulationskommission (1834: Reyscher 255f., S. 779-790.) im Jahre 1834 wurde bestimmt, "dass eine Matrikel über jeden einzelnen Studierenden" mit Nachweisen über die besuchten Vorlesungen, Prüfungen, Zeugnisse, Strafen, sowie den Tag der Immatrikulation und des Abgangs geführt werden sollte. Bei dieser "Matrikel" handelt es sich um die für Inländer bis 1972, für Ausländer bis 1993 geführten Studentenakten.
Gasthörerakten wurden erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts geführt. Zu beachten ist, dass Unterlagen über Gasthörer, die sich später als reguläre Studierende eingeschrieben waren, sich auch unter den Studentenakten finden können. Ebenso ist mit dem umgekehrten Fall zu rechnen.
Die Akten wurden getrennt nach sog. Stadtstudierenden (Bestand UAT 40, 29733 Nrn), Konviktoren, d.h. Angehörigen des katholischen Wilhelmsstifts (Bestand UAT 41, 2361 Nrn) und Seminaristen, d.h. Angehörigen des Evangelischen Stifts (Bestand UAT 42, 2183 Nrn), geführt.
Vermerk: Belegbögen aus den zwanziger und dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts sind auch in Bestand UAT 50 (Universitätssekretariat, Belegnachweise) enthalten.
Inhalt:
Die Akten enthalten in der Regel eine amtlich beglaubigte Studienerlaubnis des Erziehungsberechtigten, bei Nichtwürttembergern verbunden mit einer Kautionserklärung, eigenhändige Beleglisten, das Abgangszeugnis. Hinzu kommen gelegentlich noch Reifezeugnis, Studien- und Sittenzeugnisse, Abgangszeugnisse anderer Universitäten, Benützungserlaubnis der Universitätsbibliothek, Disziplinarakten und - vorwiegend aus der Zeit bis 1860 - Schuldensachen sowie bis 1848 ein Revers, keiner verbotenen Verbindung anzugehören.
Aufschrift: Nachname, Vorname, Herkunftsort und Studienfach (oder Fakultät) und Status bei "Hospitierenden", ab 1835 Immatrikulations- und Abgangsdatum, ab etwa 1840 Beruf des Vaters, ab etwa 1904 Geburtsdatum und -ort.
Inhalt: Listen der belegten Lehrveranstaltungen, bis etwa 1845 mit Vermerken zum Studienfleiß; bis um 1840: Angaben zum Aufenthalt während der Ferien; bis um 1845: Revers keiner verbotenen Verbindung anzugehören; bis um 1870: Schuldenverzeichnisse; seit 1854 bis um 1905: Konzepte der Abgangszeugnisse seit 1885 bis um 1905: Bibliotheksausweise.
Im Einzelfall: Nachweise der Studienbefähigung, Reifezeugnisse, Studien- und Abgangszeugnisse anderer Universitäten, Schriftwechsel in Disziplinar- und Schuldensachen, Gewährung staatlicher Beihilfen (Staatsstipendien), der nachträglichen Ausstellung von Bescheinigungen.
Tübingen 2017
Nachtrag:
Die Bestände UAT 40, UAT 41 und UAT 42 wurden im kumulierten Bestandrepertorium „Akademisches Rektoramt, Studentenakten 1830-1904“ in TUSTEP-Format („Tübinger System von Textverarbeitungs-Programmen“) geführt. Im März 2021 wurden die Bestände einzeln ins Archivinformationssystem ACTApro konvertiert.
Die Angaben im „Enthält-Feld“ verweisen u.a. auf die Einträge in die Universitätsmatrikel im Bestand UAT 5 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten. Diese Verweise sind auch die Bestellsignaturen für die Matrikelbände.
Tübingen 2021
Inhalt:
Studierendenakten, alphabetisch sortiert: 2183 Verzeichnungseinheiten
Siehe auch:
UAT 40 Akademisches Rektoramt, Studierendenakten (I): Stadtstudenten, 1829-1913
UAT 41 Akademisches Rektoramt, Studierendenakten (I): Konviktoren, 1830-1904
Abkürzungsverzeichnis
a) Studienfächer
a.phil. -- Altphilologie
anatom. -- Anatomie
bergw., bergwiss. -- Bergwissenschaft
cam. -- Kameralwissenschaft
cath.theol. -- catholische Theologie
chem. -- Chemie
Conv. -- Konviktler (Angehöriger des katholischen Wilhelmsstift), meistens Studierender der kath. Theologie
ev.theol. -- evangelische Theologie
for., forstw., Forstw. -- Forstwissenschaft
geol. -- Geologie
germ. -- Germanistik
hist. -- Geschichte
iur. -- Jura
jur. -- Jura
kath.theol. -- katholische Theologie
kl.phil. -- klassische Philologie
landw., landwirtsch. -- Landwirtschaft
math. -- Mathematik
med. -- Medizin
mos.theol. -- mosaische Theologie
med.dent. -- Zahnmedizin
mus. -- Musikwissenschaften
n.phil. -- Neuphilologie
nat. -- Naturwissenschaften
neophil. -- Neuphilologie
neuphil. -- Neuphilologie
oecon. -- Ökonomie
päd. -- Pädagogik
pharm. -- Pharmazie
phil. -- Philosophie, philosophisch
philog. -- Philologie
philos. -- Philosophie, philosophisch
real. -- Realwissenschaft (Naturwissenschaft)
rechtswiss. -- Rechtswissenschaft
reg., regim. -- Regiminalistik
rer.nat. -- rerum naturalis (Naturwissenschaften)
rer.pol. -- rerum politicarum (Volkswirtschaften)
Sem. -- Seminarist (Angehöriger des Evangelischen Stifts), meistens Studierender der ev. Theologie
staatsw., staatswiss. -- Staatswissenschaft
technol. -- Technologie
b) Sonstiges
a.d. -- an der
a.D. -- außer Diensten
a.M. -- am Main
a.N. -- am Neckar
a.O. -- an der Oder
a.Rh. -- am Rhein
ABW -- Ärzteblatt Baden-Württemberg
ao. -- außerordentlich
appr. -- approbiert
AStA -- Allgemeiner Studentenausschuss
außerord. -- außerordentlich
b. -- bei
Bd. -- Band
Bem. -- Bemerkung
Bez. -- Bezirk
Bfm. -- Briefmarke
Bl. -- Blatt
Br. -- Breisgau
BRD -- Bundesrepublik Deutschland
Conv. -- Konviktler (Angehöriger des katholischen Wilhelmsstift)
D. / Dr. -- Doktor
Dek. -- Dekanat
Dir. -- Direktor
Desgl. -- Desgleichen
extr., extraord. -- außerordentlich
Fasz. -- Faszikel
fol. -- Folio, Blatt
geb. -- geboren, geborene
gen. -- genannt
gest. -- gestorben
gr.kath. -- griechisch-katholisch
h.c. -- honoris causa (ehrenhalber)
HJ -- Hitlerjugend
HNO -- Hals, Nase und Ohren
hosp. -- Hospitierender
i.d. -- in der/in dem
i.W. -- in Westfalen
IHK -- Industrie- und Handelskammer
imm. -- immatrikuliert
k.A. -- keine Angabe
kgl. -- königlich
Kr., Krs. -- Kreis
KZ -- Konzentrationslager
LKr. -- Landkreis
masch. -- maschinenschriftlich
mos. -- mosaisch
MTA -- medizinisch-technische Assistentin
NR -- nomen repetiit (erneuter Matrikeleintrag)
NS -- nationalsozialistisch, Nationalsozialismus
OA -- Oberamt
OLG -- Oberlandgericht
ord. -- ordentlicher
PD, PDoz. -- Privatdozent
Präs. -- Präsident
Prov. -- Provinz
PV -- Personalverzeichnis
ref. -- reformiert
RP -- Regierungspräsidium
Sem. -- Seminarist (Angehöriger des Evangelischen Stifts)
SS -- Sommersemester
SSt -- Schriftstück(e)
TH -- Technische Hochschule
TU -- Technische Universität
u.a. -- unter anderem
v.a. -- vor allem
verh. -- verheiratet
verst. -- verstorben
verw. -- verwitwet
vgl. -- vergleiche
WS - Wintersemester
Übernommen: 1919.
Bestandsstruktur, -geschichte:
Erst seit dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts wurden Akten über jeden einzelnen Studierenden geführt, nachdem seit der Jahrhundertwende Kontrolle und Reglementierung stetig intensiviert worden waren. Im Jahre 1808 wurden die Professoren verpflichtet, drei Wochen nach Vorlesungsbeginn und erneut am Ende des Semesters Listen ihrer Hörer mit Angaben zu Fleiß und Betragen dem Rektor zur Weiterleitung an das Kuratorium einzureichen (Reyscher Nr. 90, S. 522). Gleichzeitig wurde der Besuch von mindestens zwei Vorlesungen pro Semester zur Pflicht gemacht (Ebd., S. 521). Ausländer hatten seit 1811 ein amtlich beglaubigtes Schuldenübernahmeattest vorzulegen (Reyscher Nr. 97, S. 531). Im gleichen Jahr wurde für Inländer zum Nachweis ausreichender Vorkenntnisse eine Akademische Vorprüfung vorgeschrieben (Reyscher 103, S. 544 und 106, S. 549, seit 1833 nur noch für Zulassung zur Dienstprüfung gefordert: Reyscher 249, S. 771), während bis dahin nur die Vorbildung des Theologennachwuchses geregelt war. Ferner wurden Semesterabschlussprüfungen eingeführt (Aufgehoben 1833: Reyscher 249, S. 772). Die Zeugnisse darüber sollten in einem Exemplar in der Fakultätsregistratur aufbewahrt werden, in einem zweiten dem Rektor zur Weiterleitung an die Oberstudiendirektion vorgelegt werden (Reyscher 98 S. 533). Schließlich wurde den Studenten 1828 vorgeschrieben, in jedem Semester ein Verzeichnis der Vorlesungen einzureichen, die sie zu hören beabsichtigten (Reyscher 229, S. 720).
Bei der Bildung der Immatrikulationskommission (1834: Reyscher 255f., S. 779-790.) im Jahre 1834 wurde bestimmt, "dass eine Matrikel über jeden einzelnen Studierenden" mit Nachweisen über die besuchten Vorlesungen, Prüfungen, Zeugnisse, Strafen, sowie den Tag der Immatrikulation und des Abgangs geführt werden sollte. Bei dieser "Matrikel" handelt es sich um die für Inländer bis 1972, für Ausländer bis 1993 geführten Studentenakten.
Gasthörerakten wurden erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts geführt. Zu beachten ist, dass Unterlagen über Gasthörer, die sich später als reguläre Studierende eingeschrieben waren, sich auch unter den Studentenakten finden können. Ebenso ist mit dem umgekehrten Fall zu rechnen.
Die Akten wurden getrennt nach sog. Stadtstudierenden (Bestand UAT 40, 29733 Nrn), Konviktoren, d.h. Angehörigen des katholischen Wilhelmsstifts (Bestand UAT 41, 2361 Nrn) und Seminaristen, d.h. Angehörigen des Evangelischen Stifts (Bestand UAT 42, 2183 Nrn), geführt.
Vermerk: Belegbögen aus den zwanziger und dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts sind auch in Bestand UAT 50 (Universitätssekretariat, Belegnachweise) enthalten.
Inhalt:
Die Akten enthalten in der Regel eine amtlich beglaubigte Studienerlaubnis des Erziehungsberechtigten, bei Nichtwürttembergern verbunden mit einer Kautionserklärung, eigenhändige Beleglisten, das Abgangszeugnis. Hinzu kommen gelegentlich noch Reifezeugnis, Studien- und Sittenzeugnisse, Abgangszeugnisse anderer Universitäten, Benützungserlaubnis der Universitätsbibliothek, Disziplinarakten und - vorwiegend aus der Zeit bis 1860 - Schuldensachen sowie bis 1848 ein Revers, keiner verbotenen Verbindung anzugehören.
Aufschrift: Nachname, Vorname, Herkunftsort und Studienfach (oder Fakultät) und Status bei "Hospitierenden", ab 1835 Immatrikulations- und Abgangsdatum, ab etwa 1840 Beruf des Vaters, ab etwa 1904 Geburtsdatum und -ort.
Inhalt: Listen der belegten Lehrveranstaltungen, bis etwa 1845 mit Vermerken zum Studienfleiß; bis um 1840: Angaben zum Aufenthalt während der Ferien; bis um 1845: Revers keiner verbotenen Verbindung anzugehören; bis um 1870: Schuldenverzeichnisse; seit 1854 bis um 1905: Konzepte der Abgangszeugnisse seit 1885 bis um 1905: Bibliotheksausweise.
Im Einzelfall: Nachweise der Studienbefähigung, Reifezeugnisse, Studien- und Abgangszeugnisse anderer Universitäten, Schriftwechsel in Disziplinar- und Schuldensachen, Gewährung staatlicher Beihilfen (Staatsstipendien), der nachträglichen Ausstellung von Bescheinigungen.
Tübingen 2017
Nachtrag:
Die Bestände UAT 40, UAT 41 und UAT 42 wurden im kumulierten Bestandrepertorium „Akademisches Rektoramt, Studentenakten 1830-1904“ in TUSTEP-Format („Tübinger System von Textverarbeitungs-Programmen“) geführt. Im März 2021 wurden die Bestände einzeln ins Archivinformationssystem ACTApro konvertiert.
Die Angaben im „Enthält-Feld“ verweisen u.a. auf die Einträge in die Universitätsmatrikel im Bestand UAT 5 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten. Diese Verweise sind auch die Bestellsignaturen für die Matrikelbände.
Tübingen 2021
Inhalt:
Studierendenakten, alphabetisch sortiert: 2183 Verzeichnungseinheiten
Siehe auch:
UAT 40 Akademisches Rektoramt, Studierendenakten (I): Stadtstudenten, 1829-1913
UAT 41 Akademisches Rektoramt, Studierendenakten (I): Konviktoren, 1830-1904
Abkürzungsverzeichnis
a) Studienfächer
a.phil. -- Altphilologie
anatom. -- Anatomie
bergw., bergwiss. -- Bergwissenschaft
cam. -- Kameralwissenschaft
cath.theol. -- catholische Theologie
chem. -- Chemie
Conv. -- Konviktler (Angehöriger des katholischen Wilhelmsstift), meistens Studierender der kath. Theologie
ev.theol. -- evangelische Theologie
for., forstw., Forstw. -- Forstwissenschaft
geol. -- Geologie
germ. -- Germanistik
hist. -- Geschichte
iur. -- Jura
jur. -- Jura
kath.theol. -- katholische Theologie
kl.phil. -- klassische Philologie
landw., landwirtsch. -- Landwirtschaft
math. -- Mathematik
med. -- Medizin
mos.theol. -- mosaische Theologie
med.dent. -- Zahnmedizin
mus. -- Musikwissenschaften
n.phil. -- Neuphilologie
nat. -- Naturwissenschaften
neophil. -- Neuphilologie
neuphil. -- Neuphilologie
oecon. -- Ökonomie
päd. -- Pädagogik
pharm. -- Pharmazie
phil. -- Philosophie, philosophisch
philog. -- Philologie
philos. -- Philosophie, philosophisch
real. -- Realwissenschaft (Naturwissenschaft)
rechtswiss. -- Rechtswissenschaft
reg., regim. -- Regiminalistik
rer.nat. -- rerum naturalis (Naturwissenschaften)
rer.pol. -- rerum politicarum (Volkswirtschaften)
Sem. -- Seminarist (Angehöriger des Evangelischen Stifts), meistens Studierender der ev. Theologie
staatsw., staatswiss. -- Staatswissenschaft
technol. -- Technologie
b) Sonstiges
a.d. -- an der
a.D. -- außer Diensten
a.M. -- am Main
a.N. -- am Neckar
a.O. -- an der Oder
a.Rh. -- am Rhein
ABW -- Ärzteblatt Baden-Württemberg
ao. -- außerordentlich
appr. -- approbiert
AStA -- Allgemeiner Studentenausschuss
außerord. -- außerordentlich
b. -- bei
Bd. -- Band
Bem. -- Bemerkung
Bez. -- Bezirk
Bfm. -- Briefmarke
Bl. -- Blatt
Br. -- Breisgau
BRD -- Bundesrepublik Deutschland
Conv. -- Konviktler (Angehöriger des katholischen Wilhelmsstift)
D. / Dr. -- Doktor
Dek. -- Dekanat
Dir. -- Direktor
Desgl. -- Desgleichen
extr., extraord. -- außerordentlich
Fasz. -- Faszikel
fol. -- Folio, Blatt
geb. -- geboren, geborene
gen. -- genannt
gest. -- gestorben
gr.kath. -- griechisch-katholisch
h.c. -- honoris causa (ehrenhalber)
HJ -- Hitlerjugend
HNO -- Hals, Nase und Ohren
hosp. -- Hospitierender
i.d. -- in der/in dem
i.W. -- in Westfalen
IHK -- Industrie- und Handelskammer
imm. -- immatrikuliert
k.A. -- keine Angabe
kgl. -- königlich
Kr., Krs. -- Kreis
KZ -- Konzentrationslager
LKr. -- Landkreis
masch. -- maschinenschriftlich
mos. -- mosaisch
MTA -- medizinisch-technische Assistentin
NR -- nomen repetiit (erneuter Matrikeleintrag)
NS -- nationalsozialistisch, Nationalsozialismus
OA -- Oberamt
OLG -- Oberlandgericht
ord. -- ordentlicher
PD, PDoz. -- Privatdozent
Präs. -- Präsident
Prov. -- Provinz
PV -- Personalverzeichnis
ref. -- reformiert
RP -- Regierungspräsidium
Sem. -- Seminarist (Angehöriger des Evangelischen Stifts)
SS -- Sommersemester
SSt -- Schriftstück(e)
TH -- Technische Hochschule
TU -- Technische Universität
u.a. -- unter anderem
v.a. -- vor allem
verh. -- verheiratet
verst. -- verstorben
verw. -- verwitwet
vgl. -- vergleiche
WS - Wintersemester
4,00 lfm
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:03 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Eberhard Karls Universität Tübingen, UB - Universitätsarchiv
- Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik)
- B Akademische Zentralorgane (Tektonik)
- Bc Verwaltungsorgane (Universitätsverwaltung) (Tektonik)
- Bc 4 Teilaufgaben und -registraturen (Tektonik)
- Bc 4.22 Studierenden- und Gasthörerakten, studentische Angelegenheiten (Tektonik)
- Studierendenabteilung (Tektonik)
- Akademisches Rektoramt, Studierendenakten (I): Seminaristen (Bestand)