Schwenck, Ludwig (1906-1965) (Bestand)
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NL 51
Stadtarchiv Wiesbaden (Archivtektonik) >> Gliederung >> 4 Privata >> 4.1 Nachlässe und thematische Sammlungen >> 4.1.1 Nachlässe (A-Z)
1943-1946
Bestandsgeschichte: Vollständig erschlossen. Die Erschließung des Bestandes erfolgte 1998 durch den wissenschaftlichen Mitarbeiter Axel Ulrich.
(Stand 1998)
Geschichte des Bestandsbildners: Ludwig Karl Schwenck
* 12. Juli 1906 in Wiesbaden
† 22. März 1965 in Wiesbaden
Textilkaufmann
Geschäftsführer Firma L. D. Jung
Landeswirtschaftsamt Rhein-Main, Wiesbaden
Beirat der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden
Betriebsleiter des Altkleiderlagers Wiesbaden, der Reichsstelle für Kleidung und verwandte Gebiete
Treuhänder einer Maschinenfabrik und einer Zeitschriftenbuchhandlung
1933 - 1945 antinazistische Tätigkeit im Rahmen der Oppositionsgruppe um Heinrich Roos, u.a. Organisierung von Lebensmittelkarten und Wäsche für Wiesbadener Juden; konspirative Kontakte zu Hauptmann Hermann Kaiser in Berlin im Zusammenhang mit der Verschwörung des "20. Juli 1944"
1945 Aufbau-Ausschuss Wiesbaden. Vertretung der antinationalsozialistischen Kräfte; Exekutivkomitee der CDP; CDU
1945 - 1946 Bürgerrat Wiesbaden. Vertretung der antinationalsozialistischen Kräfte, im Vorstand als Vertreter der freien gesellschaftlichen Gruppierungen, erster Sekretär bzw. Geschäftsführer des Bürgerrates sowie gleichzeitig aktiv in dessen engerem Arbeitsausschuss
1946 Wahlausschuss für die Stadtverordnetenwahl
Mitglied Rathenau-Club Wiesbaden
Findmittel: Repertorium von Axel Ulrich November 1998, in: Sammelrepertorium NL 39 - NL 70
Datenbankerschließung in FAUST/Arcinsys seit 2020
Bearbeiter: Axel Ulrich, 1998
(Stand 1998)
Geschichte des Bestandsbildners: Ludwig Karl Schwenck
* 12. Juli 1906 in Wiesbaden
† 22. März 1965 in Wiesbaden
Textilkaufmann
Geschäftsführer Firma L. D. Jung
Landeswirtschaftsamt Rhein-Main, Wiesbaden
Beirat der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden
Betriebsleiter des Altkleiderlagers Wiesbaden, der Reichsstelle für Kleidung und verwandte Gebiete
Treuhänder einer Maschinenfabrik und einer Zeitschriftenbuchhandlung
1933 - 1945 antinazistische Tätigkeit im Rahmen der Oppositionsgruppe um Heinrich Roos, u.a. Organisierung von Lebensmittelkarten und Wäsche für Wiesbadener Juden; konspirative Kontakte zu Hauptmann Hermann Kaiser in Berlin im Zusammenhang mit der Verschwörung des "20. Juli 1944"
1945 Aufbau-Ausschuss Wiesbaden. Vertretung der antinationalsozialistischen Kräfte; Exekutivkomitee der CDP; CDU
1945 - 1946 Bürgerrat Wiesbaden. Vertretung der antinationalsozialistischen Kräfte, im Vorstand als Vertreter der freien gesellschaftlichen Gruppierungen, erster Sekretär bzw. Geschäftsführer des Bürgerrates sowie gleichzeitig aktiv in dessen engerem Arbeitsausschuss
1946 Wahlausschuss für die Stadtverordnetenwahl
Mitglied Rathenau-Club Wiesbaden
Findmittel: Repertorium von Axel Ulrich November 1998, in: Sammelrepertorium NL 39 - NL 70
Datenbankerschließung in FAUST/Arcinsys seit 2020
Bearbeiter: Axel Ulrich, 1998
25 Mappen 1943-1946 (u.a. Bürgerrat Wiesbaden) 0,2 lfd.m
Bestand
Literatur: Heinrich Roos über den Widerstand eines Bürgerlich-demokratischen Freundeskreises, in: Lothar Bembenek, Axel Ulrich: Widerstand und Verfolgung in Wiesbaden 1933 - 1945. Eine Dokumentation. Hrsg.: Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden - Stadtarchiv. Gießen 1990, S. 186-192, hier: S. 188. Heinrich Roos über die Maßnahmen zur Bewahrung der Stadt vor der Zerstörung noch während der letzten Kriegstage, a.a.O., S. 431-434, hier: S. 432. Heike Glaser: Demokratischer Neubeginn in Wiesbaden. Aspekte des sozialen, wirtschaftlichen und politischen Wiederaufbaus nach 1945. Hrsg.: Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden - Stadtarchiv. 2. Aufl. Wiesbaden 1995 (Schriften des Stadtarchivs Wiesbaden, Bd. 4), S. 211 f. Peter Joachim Riedle (Hrsg.): Wiesbaden und der 20. Juli 1944. Beiträge von Gerhard Beier, Lothar Bembenek, Rolf Faber, Peter m. Kaiser und Axel Ulrich. Hrsg.: Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden - Stadtarchiv. Wiesbaden 1996 (Schriften des Stadtarchivs Wiesbaden, Bd. 5): siehe Index. Axel Ulrich: 20. Juli 1944. Versuch eines Militärputsches sowie einer politisch-sozialen Revolution. Verbindungen zum politischen Widerstand im Rhein-Main-Gebiet. Wiesbaden 1997 (Polis. Analysen, Meinungen, Debatten. Eine Schriftenreihe der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, H.23), S. 18 f.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.10.2025, 12:15 MESZ