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Otto und Henrich von Schlitz genannt von Görtz (Slitz, Geurcz) Schulden ihrem lieben Oheim Ritter Herman (II.) Rietesel 1200 Silberlinge, dazu 100...
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Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1451 - 1500
1453 Mai 22
Ausfertigung, Pergament (20,5 x 26,2 cm) mit ursprünglich zwei anhängenden Siegeln (1 nur noch wenige Reste an der Pressel, 2 fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: uff den dinstag nehist nach dem heilgen Pfingstag
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Otto und Henrich von Schlitz genannt von Görtz (Slitz, Geurcz) Schulden ihrem lieben Oheim Ritter Herman (II.) Rietesel 1200 Silberlinge, dazu 100 Silberlinge, die der Henne Weddiche genannt Wiesehenne für Otto geben soll, wofür sie ihm einen Schuldbrief des Erzbischofs zu Mainz (Mencze) über 1500 Silberlinge für Otto verpfändet haben. Nunmehr hat Herman Otto weitere 200 Silberlinge bar geliehen; die Aussteller versprechen, diese 1500 Silberlinge zu bezahlen, wenn der Erzbischof das Amt zu Lauterbach (Luternbach) und damit den Brief ablösen werde.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Die Aussteller 1. Siegel: Otto von Schlitz 2. Siegel: Heinrich von Schlitz Siegelankündigung: "hann ich Otto und Henrich gebruder obg(e)na(nn)t(e) unser iglichir sin Inges(igel) an diesen brieff gehange(n)"
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 784
laut Vermerk: "Nur noch kleines Bruchstück von1 Siegel erhalten. 15.II.[19]10".
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.