S. o. RKG 1830 (F 601/2522) und RKG 1831 (F 602/2523). Anspruch auf Teile des Nachlasses des Johann Goswin Nickel. Cornelia Catharina Nickel hatte 1706 vor dem Geheimen Rat in Düsseldorf gegen die Erben Custodis einen Prozeß um das Erbe des Johann Goswin Nickel gewonnen. Beim jül.-berg. Geheimen Rat erhob sie gegen den Appellanten ebenfalls als nächste Verwandte Anspruch auf die 5000 Rtlr. aus der Eheberedung zwischen Adelheit von Stückger (Stucker) und Johann Goswin Nickel und andere Güter und wurde in Nickelische Erbpfandgüter immittiert. Das RKG wies am 16. Sept. 1737 die Sache ab und zur Vollstreckung des rechtskräftigen Urteils an die Vorinstanz zurück.
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S. o. RKG 1830 (F 601/2522) und RKG 1831 (F 602/2523). Anspruch auf Teile des Nachlasses des Johann Goswin Nickel. Cornelia Catharina Nickel hatte 1706 vor dem Geheimen Rat in Düsseldorf gegen die Erben Custodis einen Prozeß um das Erbe des Johann Goswin Nickel gewonnen. Beim jül.-berg. Geheimen Rat erhob sie gegen den Appellanten ebenfalls als nächste Verwandte Anspruch auf die 5000 Rtlr. aus der Eheberedung zwischen Adelheit von Stückger (Stucker) und Johann Goswin Nickel und andere Güter und wurde in Nickelische Erbpfandgüter immittiert. Das RKG wies am 16. Sept. 1737 die Sache ab und zur Vollstreckung des rechtskräftigen Urteils an die Vorinstanz zurück.
AA 0627, 1836 - F 607/2528
AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 2. Buchstabe F
1726-1738 (1553-1736)
Enthaeltvermerke: Kläger: Franz von Fürth, Schöffe zu Aachen, (Bekl.) Beklagter: Erbgenahmen Quernheim: Cornelia Catharina von Nickel, Witwe Quernheim (Quirnheim), jetzt Ehefrau des Prokurators Schmitz in Düsseldorf, (Kl.); als Interessent: Pfalzgraf Carl Philipp Prokuratoren (Kl.): Lic. Wilhelm Heeser 1726 - Subst.: (Lic. Franz Peter) Jungh Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Rudolf Sachs 1726 - Subst.: Lic. J. Melchior Deuren - Subst.: Dr. G(eorg) M(elchior) Hofmann 1726 - Lic. Johann Melchior Deuren 1731 - Subst.: Dr. Johann Nicolas Schmid - Subst.: Lic. A. J. Stephani 1733 - Lic. A. F. Spoenla 1736 - Subst.: Lic. Johann Hermann Scheurer Prozeßart: Citationis et compulsorialium Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat Düsseldorf 1706 - 2. RKG 1726-1738 (1553-1736) Beweismittel: Bd. I: Immissionsdokument der Cornelia Catharina von Nickel in die Nickelischen Stock- und Stammgüter 1723 (Q 11). RKG-Urteil aus RKG 1831 (F 602/2523) vom 26. Okt. 1701 für Johann Wilhelm von Fürth, den Vater des Appellanten (Littera I in Q 14), und weitere Urteile im Streit um das Nickelische Erbe (Q 14). Kaufbrief über Haus und Hof gen. die Waisch vor Richter und Schöffen des königlichen Stuhls und Stadt Aachen 1628: Susanna Hochstetten kauft das Haus von Simon Butter und Maria Thenen für 1787,5 Kreuztaler. Kaufbrief über ein Haus und Hof gen. Täsch, das Johann Goswin von Nickel 1659 an Heinrich Engel für 4100 Rtlr. verkaufte. Auszug aus dem Annotationsbuch des Peter von Nickel 1641. Obligation des Peter Nickel über 500 ungarische Dukaten von Heinrich de Beure, Forstmeister des Herzogtums Limburg, 1641. Obligation über 1000 harte Rtlr. an den Sekretär Petrus Baur von Petrus und Johann Goswin von Nickel 1641 und 1652 samt Einlösungs- und Zessionsschein von 1669 für die Witwe Adelheit Stückger (Stucker). Obligation über 1000 Dukaten an Marsilius Thiens von Peter und Johann Goswin von Nickel 1648 und 1650 (alles Q 33). Auszug aus jül. Akten des Prozesses Johann Wilhelm von Fürth ./. Tilman Nickel 1687 (Q 35). Auszug aus dem Protokoll von RKG 1831 (F 602/2523) 1681-1687 (Q 37f.). Aufstellung des Nachlasses des Johann Goswin Nickel (Q 42). Bd. II: Detaillierte Aufstellung des Nachlasses des Johann Goswin Nickel mit Angaben über Erträge der einzelnen Güter (Q 43). Obligation des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm für Peter Nickel von Koslar über 4600 Rtlr. 1641 (Q 45). Attest von Bürgermeister, Schöffen und Rat von Aachen über die Vererbung von Obligationen, Pfandschaften und Rentverschreibungen 1724 (Q 46). Auszug aus der 1643 gedruckten Aachener Chronik des Dr. Johannes Noppius (Q 47). Obligation über 1000 Rtlr. der Vorsteher und Schöffen des Dorfs Koslar (Hzm., Amt und Kr. Jülich) für Johann Wilhelm von Fürth 1676 (Q 48). Schema genealogicum Nickel - Stückger - Heistermann - Hagens (Q 64). Detaillierte Aufstellung des Nachlasses des Johann Goswin Nickel einschließlich der Ausgaben 1669-1681 mit 31 Beweisstücken wie Obligationen 1638-1688, z. T. die gleichen wie oben (Q 66). Botenlohnschein (Q 75). Verschiedene Rechnungen (Q 85-87, 91). Obligation des Johann Goswin Nickel zu Koslar, Vogtmajor der Stadt Aachen und Erbschultheiß des Dingstuhls Koslar und Barmen, und seiner Frau Adelheit von Stückger gen. Hochstetter zu Lemiers für Johannes Schruterus, Pastor in Linnich (Hzm. Jülich, Amt Boslar; Kr. Jülich) und Landdechant des Fürstentums Jülich, über 200 Rtlr. 1656 (Q 97). Schenkung der Cornelia Catharina von Nickel für den jül.-berg. Rat Lic. Adam Michael Mappius über 1300 Rtlr. 1723 (Q 103). Bd. III: Abrechnungen über den Nachlaß des Johann Goswin Nickel 1669-1722. Bd. IV: Inventar der zur Nickelischen Erbschaft gehörenden Dokumente (Rentverschreibungen, Obligationen etc.) und Rent- und Manualbücher (308-311). Bd. V: Stammtafeln Nickel (59-61). Berechnung der Erträge der Nickelischen Güter ab 1669 (mehrfach). Donatio propter nuptias des Johann Goswin Nickel für Tilman Nickel über 10000 Rtlr. 1654 (465- 469). Erbteilung der Nachkommen des Peter Nickel, Schultheißen zu Pier (Hzm. und Amt Jülich; Kr. Düren), und seiner Frau Maria Palant 1591 (629- 660). (Auszug aus dem) Ehevertrag des Johann Goswin Nickel und der Adelheit von Stückger 1647 (688-693, 699-711). Urteil des Hofrats Düsseldorf in Sachen Johann Custodis ./. Tilmann Nickel und Johann Wilhelm Fürth 1688 (696-699). Bd. VI: Lösbare Rentverschreibung über 2400 Taler des Hattard von Palant 1584 (843-855). Aufstellung der Nickelischen Erbgüter samt Erträgen (919-1129). Genealogisches Schema der Familie Nickel (1440). Abbildung der Grabsteine des Goswin Nickel, gestorben 12. Aug. 1567, und seiner Frau Aluta Harpers, gestorben 20. März 1576, des Johann Nickel von Coseler (Koslar), alten Bürgermeisters der Stadt Jülich, gestorben 1. Mai 1634, und seiner Frau Margaretha von der Hall, gestorben 14. Sept. 1625, beide in der Pfarrkirche von Koslar, beglaubigt vom Pastor von Koslar (1441-1442), und Grabstein des Martin Martells, gestorben 19. Nov. 1612, und seiner Frau Gudula Nickels, gestorben 10. März 1618, in St. Johannes Baptista in Köln (1443). Obligation des Hattard von Paland 1584 (1443-1453). Auszug aus einem Notizbuch des Aachener Schöffen und Bürgermeisters Albert (Albrecht) Schrick ab 1532 (1454 - 1457). Eheberedung des Johann Schrick, Sohnes des Albert Schrick, und der Gertrud von Glich 1612 (1457-1465). Abbildung des Grabsteins des Aachener Kanonikers Goswin Schrick, mit Andeutung der Ahnenwappen an den Seiten des Grabsteins aus der Nikolaikapelle des Aachener Münsters (1465-1466). Eheberedung des Matthäus Schrick, Sohnes des Lic. Johannes Schrick, Vogtes der Grafschaft Neuenahr, und der Elisabeth Scherers 1655 (1466-1470). Hinweis auf Porträts des Martin Martels und der Gudula Nickel im Alter von 56 bzw. 58 Jahren 1608 in dem im hilgerischen Schreinsbuch eingetragenen, zum Stein genannten Hause an der Ecke Witzgasse/Weberstraße in Köln (1507) und des Johannes Haas und der Margaretha von der Hall im Haus der Witwe des Johannes Hilgers auf der Hertzenstraße/Poll Eck (1510). Grabsteine wie oben Bl. 1441/1442, jedoch schmuckvoller gezeichnet und mit Wappen, beglaubigt von Schultheiß und Schöffen des Gerichts zu Koslar (1539-1540). Eheberedung zwischen Johann Nickel und Margaretha Hall (1541). Erbteilung nach dem Tod des Goswin Nickel und der Adelheit Harpers 1576 (1541-1556). Abbildung des Grabsteines wie oben Bl. 1464f., jedoch mit Wappen, auf der Rückseite: Ahnen des Kanonikers und Archipresbyters von Aachen Goswin Schrick (1562). Bd. VII: Inventar der im Nachlaß des Johann Goswin von Nickel befindlichen Dokumente, darunter ein Vergleich zwischen Heinrich Peter Nickel und seiner Schwester Gütgen von 1409 (1736 - 1762, 1894 - 1895). Verschiedene Stammtafeln Nickel, z. T. mit Zevel, Loevenich, Palant u. a. (2086-2087, 2306, 2449). Vertrag zwischen Göbel Nickel und Peter von Zevel 1553 (2345-2348). Pachtbrief zwischen Peter Nickel und St. Caecilia in Köln 1575 (2450-2455). Bd. VIII: Eheberedung zwischen Johann Nickel und Margaretha Hall 1579 (3155-3165) und gemeinsames Testament 1597 (3165-3172). Heiratsverschreibung des Peter Nickel und der Catharina Heisterman 1616 (3172 - 3182). Erträge der Nickelischen Güter 1670 - 1683 (3213 - 3446) und 1684 - 1692 (3509 - 3612). Bd. IX: Erträge 1692 - 1694 (3613 - 3638) und 1695 - 1715 (3647 - 3870). Neben den aufgeführten Beweismitteln enthalten die Bde. V - IX weitere, wie Rechnungen, Kaufverträge, Urteile aus anderen Prozessen, Rentverschreibungen, Obligationen, Verträge, Eheberedungen etc. mit zahlreichen Informationen über die genannten Familien, besonders Nickel. Beschreibung: 9 Bde., 108 cm, 5768 Bl.,; Bd. I: 6 cm, 244 Bl., lose; Q 1-42; Bd. II: 7 cm, Bl. 245-619, lose; Q 43-118 und 110a-c außer Q 109; Bd. III: 7 cm, 405 Bl., gebunden; Q 109; Bd. IV: 9 cm, 464 Bl., lose; nicht quadrangulierte Beilagen, z. T. nicht sicher, ob überhaupt zum RKG-Prozeß gehörig, an mehreren Stellen der Verweis auf Jülich - Berg II Nr. 1437; Bde. V - IX: 79 cm, 4280 Bl., alle gebunden; Vorakten. Vgl. RKG 1830 (F 601/2522) und RKG 1831 (F 602/2523). Lit.: L. Freiin von Coels, Die Aachener Schöffen, in: ZAGV 50 (1929) S.464ff.
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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28.04.2026, 8:22 AM CEST