Bürgermeister und Rat der Reichsstadt Ravensburg beurkunden, dass sich Jakob Rogk zu Kappel, Sohn der verstorbenen Eheleute Jörg Rogk und Barbara Hermann, um 2 fl rh, deren Empfang sie hiermit quittieren, aus ihrer und gemeiner Stadt Leibherrschaft freigekauft hat. Auch namens ihrer Amtsnachfolger, der Stadtgemeinde und ihrer aller Erben sprechen die Aussteller genannten Jakob von der Eigenschaft seines Leibes und Gutes samt den ihr anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, begeben sich ihm und seinen Erben gegenüber aller Ansprüche und Forderungen, die sie bisher von Leibeigenschafts wegen gegen ihn geltend machen konnten, und stellen ihm frei, ab sofort neue Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht bei Herren, Städten "oder sonst allenthalben" anzunehmen, wo er will, wobei er seitens der Stadt keine Behinderung zu gewärtigen hat.
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Bürgermeister und Rat der Reichsstadt Ravensburg beurkunden, dass sich Jakob Rogk zu Kappel, Sohn der verstorbenen Eheleute Jörg Rogk und Barbara Hermann, um 2 fl rh, deren Empfang sie hiermit quittieren, aus ihrer und gemeiner Stadt Leibherrschaft freigekauft hat. Auch namens ihrer Amtsnachfolger, der Stadtgemeinde und ihrer aller Erben sprechen die Aussteller genannten Jakob von der Eigenschaft seines Leibes und Gutes samt den ihr anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, begeben sich ihm und seinen Erben gegenüber aller Ansprüche und Forderungen, die sie bisher von Leibeigenschafts wegen gegen ihn geltend machen konnten, und stellen ihm frei, ab sofort neue Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht bei Herren, Städten "oder sonst allenthalben" anzunehmen, wo er will, wobei er seitens der Stadt keine Behinderung zu gewärtigen hat.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3140
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1579 Dezember 4
12,8 x 27,4 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Pergament fleckig und verschmutzt
Aussteller: Stadt Ravensburg
Empfänger: Jakob Rogk
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Aussteller: Stadt Ravensburg
Empfänger: Jakob Rogk
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Hermann, Barbara
Rogk, Jakob
Rogk, Jörg
Kappel : Horgenzell RV
Ravensburg RV; Stadt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ
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