Mainz, 1573.05.03 / 09.14. Eberhard Brendel von Homberg, kurfürstlich Mainzischer Rat und Amtmann zu Lahnstein, und seine Ehefrau Gertraut geb. Rüd von Kollenberg und Bietigheim ("Bedickhaim") stiften unter Zustimmung des Rektors, der Dekane und der ganzen Versammlung der Universität zu Mainz mit 400 fl. (zu je 15 Batzen oder 60 Kr.) einen Zins in Höhe von 20 fl., alljährlich auf Kreuzerhöhung dem Rektor und von diesem binnen 14 Tage den Regenten des Jesuitenkollegs auszahlbar zur Verteilung an vier arme, im Erzstift geborene Studenten außerhalb des Kollegs, in erster Linie an solche, die die hl. Schrift studieren und sich aufs Predigtamt vorbereiten. Die bedachten Studenten sollen allwöchentlich, vorzüglich am Freitag, eine Messe ganz anhören und darin für den Stifter und seine Angehörigen beten. Sollte einer dieser Studenten später Priester werden, möge er in seinen Messen ebenfalls des Stifters und seiner Angehörigen gedenken. Zu Unterpfand legt der Stifter sein eigenes Haus in Mainz, gen. zu der Setzreben, gegenüber dem Bleidenstädter Hof. S. des Stifters. "So geschen uff Exaltationis sanctae Crucis [...] thausent funffhundert siebenzig und drei jare". Unterschrift der Eheleute.
Show full title
Mainz, 1573.05.03 / 09.14. Eberhard Brendel von Homberg, kurfürstlich Mainzischer Rat und Amtmann zu Lahnstein, und seine Ehefrau Gertraut geb. Rüd von Kollenberg und Bietigheim ("Bedickhaim") stiften unter Zustimmung des Rektors, der Dekane und der ganzen Versammlung der Universität zu Mainz mit 400 fl. (zu je 15 Batzen oder 60 Kr.) einen Zins in Höhe von 20 fl., alljährlich auf Kreuzerhöhung dem Rektor und von diesem binnen 14 Tage den Regenten des Jesuitenkollegs auszahlbar zur Verteilung an vier arme, im Erzstift geborene Studenten außerhalb des Kollegs, in erster Linie an solche, die die hl. Schrift studieren und sich aufs Predigtamt vorbereiten. Die bedachten Studenten sollen allwöchentlich, vorzüglich am Freitag, eine Messe ganz anhören und darin für den Stifter und seine Angehörigen beten. Sollte einer dieser Studenten später Priester werden, möge er in seinen Messen ebenfalls des Stifters und seiner Angehörigen gedenken. Zu Unterpfand legt der Stifter sein eigenes Haus in Mainz, gen. zu der Setzreben, gegenüber dem Bleidenstädter Hof. S. des Stifters. "So geschen uff Exaltationis sanctae Crucis [...] thausent funffhundert siebenzig und drei jare". Unterschrift der Eheleute.
U / 1573 Mai 3 (in U / 1573 Juli 27)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden (ohne Fotos)
03.05.1573 - 14.09.1573
Jesuiten Mainz
Ausfertigung. Enthalten in der Urkunde 1573 Juli 27. Es muss statt "Exaltationis" (14. September) "Inventionis" zu lesen sein, da die Urkunde in jener von 1573 Juli 27 (in 14/380) inseriert ist.
Urkunden
Enthalten in der Urkunde 1573 Juli 27. Es muss statt "Exaltationis" (= 14. September) "Inventionis" zu lesen sein, da die Uk. in jener von 1573 Juli 27 inseriert ist.
Brendel von Homburg, Eberhardt
Brendel von Homburg, Gertraut
Lahnstein
Mainz
Mainz
Mainz
Mainz
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
23.05.2025, 9:30 AM CEST