Sen Stadt U Sendenhorst Urkunden des Armenhauses, 75
Sen Stadt U Sendenhorst Urkunden des Armenhauses Sendenhorst Urkunden des Armenhauses
Sendenhorst Urkunden des Armenhauses
1711 Mai 19
Regest: Johan Christoph Bernardt Bisping, Lizentiat beider Rechte und Gograf in- und außerhalb Sendenhorst, bekundet, daß vor ihm erschienen Everhardt Schlieper, Vikar an St. Martini in der Stadt Beckum (Bechemb) als Bevollmächtigter der nachgelassenen Erben des Sendenhorster Bürgermeisters Johan Schweman genannt Jürgens, ferner Adelgundis Schlieper, Witwe des genannten Johan Schweman einerseits und Herman zur Geist, Bürger in Senderhorst, andererseits. Genannter Vikar und Witwe Schweman bekunden, daß sie die der Witwe Schweman und ihrem verstorbenen Mann gehörige, in Sendenhorst auf dem Schlöte belegene Wohnbehausung und den an beiden Seiten belegenen Hof und Garten nebst einem Mannstand („mansstandt unterm thurn“) und einem Frauenstand an der Südseite der Sendenhorster Kirche für 400 Rtlr. dem Hermann zur Geist verkaufen. Ort: Sendenhorst, im Hause des Richters Zeugen: Bernhardt Meyer und Hermansen Stephens. Unterschrift Notar und Gerichtsschreiber Johan Veltman.
Papier
Urkunden
Siegelbeschreibung: Gograf in Sendenhorst, aufgedrückte Oblate
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:36 MEZ
Namensnennung 3.0 Deutschland