Fida Rieteri, Ehefrau des Heinz Müller von Kippenhausen, bekennt, daß Erhard [Fridang], Abt zu Weingarten, ihr und ihren Kindern ein Gut in Kippenhausen verliehen hat, das das "Under Gut" oder das "Grösser Gut" genannt wird. Früher hatte es Peter Rösli inne. Sie entrichtet davon jährlich zu Martini als Zins und Hubgeld in den Münchhof zu Hagnau 2 ß d, 2 Malter Vesen und 1 Malter Hafer Konstanzer Maßes. Aus dem Gut waren 6 Mannmahd Wiese an Klaus Kretzer, Heinz Milnhofen ("Milhofen") und Heinz Stäffelin von Hagnau für einen Zins verliehen. Dieser und andere Zinsen, die bisher in das Gut gingen, gehen künftig an das Kloster. Dafür hat man der Ausstellerin von den Pfennigzinsen, die früher aus dem Gut an das Kloster gingen, 10 ß d nachgelassen. Der Vogt bekommt jährlich als Vogtrecht 10 ß d, 2 Viertel Hafer Konstanzer Maßes, 3 Viertel Kernen Lindauer Maßes, 1 Fasnachthuhn. Der Ehemann erklärt, daß ihm an dem Gut keine Gerechtigkeit zusteht.
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Fida Rieteri, Ehefrau des Heinz Müller von Kippenhausen, bekennt, daß Erhard [Fridang], Abt zu Weingarten, ihr und ihren Kindern ein Gut in Kippenhausen verliehen hat, das das "Under Gut" oder das "Grösser Gut" genannt wird. Früher hatte es Peter Rösli inne. Sie entrichtet davon jährlich zu Martini als Zins und Hubgeld in den Münchhof zu Hagnau 2 ß d, 2 Malter Vesen und 1 Malter Hafer Konstanzer Maßes. Aus dem Gut waren 6 Mannmahd Wiese an Klaus Kretzer, Heinz Milnhofen ("Milhofen") und Heinz Stäffelin von Hagnau für einen Zins verliehen. Dieser und andere Zinsen, die bisher in das Gut gingen, gehen künftig an das Kloster. Dafür hat man der Ausstellerin von den Pfennigzinsen, die früher aus dem Gut an das Kloster gingen, 10 ß d nachgelassen. Der Vogt bekommt jährlich als Vogtrecht 10 ß d, 2 Viertel Hafer Konstanzer Maßes, 3 Viertel Kernen Lindauer Maßes, 1 Fasnachthuhn. Der Ehemann erklärt, daß ihm an dem Gut keine Gerechtigkeit zusteht.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K U 407
GLAK 7/488
01181
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden >> Urkunden
1441 Mai 25 (uff sant Urbans tag des [hailgen ba]ubsts und martrers)
24,3 x 28,4 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Pergament fleckig, 2 Löcher (Mäusefraß)
Aussteller: Fida Rieteri, Ehefrau des Heinz Müller von Kippenhausen
Empfänger: Erhard [Fridang], Abt zu Weingarten
Siegler: Hans Oswalt, Vogt in Ittendorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Aussteller: Fida Rieteri, Ehefrau des Heinz Müller von Kippenhausen
Empfänger: Erhard [Fridang], Abt zu Weingarten
Siegler: Hans Oswalt, Vogt in Ittendorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Kretzer, Klaus
Milnhofen, Heinrich
Müller, Fida
Müller, Heinz
Rieter, Fida
Röslin, Peter
Stäffelin, Heinz
Hagnau am Bodensee FN; Einwohner
Hagnau am Bodensee FN; Weingartener Hof
Ittendorf : Markdorf FN; Vogt
Kippenhausen : Immenstaad am Bodensee FN
Kippenhausen : Immenstaad am Bodensee FN; Einwohner
Konstanz KN; Maß
Lindau (Bodensee) LI; Maß
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:27 MEZ
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