Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, dass er Leonhard Kemnater (Lienhart Kemnater) auf Lebtag die Hälfte an Burgstadel und Dorf Asbach im Kraichgau verliehen hat. Beides hatte Wiprecht von Helmstatt, Ritter und Sohn des Hans von Helmstatt (+), gehört, bevor es der Pfalzgraf in den jüngsten Fehden abgewonnen und in seinen Besitz gebracht hat. Leonhard sollen alle zugehörigen Leute, Güter und Gefälle seiner Hälfte zustehen. Der Aussteller gebietet seinen Hörigen zu Asbach die Huldigung und den Gehorsam gegenüber Leonhard, so wie sie vorher Wiprecht von Helmstatt verbunden gewesen waren. Leonhard soll dem Pfalzgrafen dafür auf Lebtag treu und hold sein, aufwarten und dienen, ansonsten soll die Vergabe (gifft) kraftlos sein.
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Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, dass er Leonhard Kemnater (Lienhart Kemnater) auf Lebtag die Hälfte an Burgstadel und Dorf Asbach im Kraichgau verliehen hat. Beides hatte Wiprecht von Helmstatt, Ritter und Sohn des Hans von Helmstatt (+), gehört, bevor es der Pfalzgraf in den jüngsten Fehden abgewonnen und in seinen Besitz gebracht hat. Leonhard sollen alle zugehörigen Leute, Güter und Gefälle seiner Hälfte zustehen. Der Aussteller gebietet seinen Hörigen zu Asbach die Huldigung und den Gehorsam gegenüber Leonhard, so wie sie vorher Wiprecht von Helmstatt verbunden gewesen waren. Leonhard soll dem Pfalzgrafen dafür auf Lebtag treu und hold sein, aufwarten und dienen, ansonsten soll die Vergabe (gifft) kraftlos sein.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 813, 10
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Friedrich I. >> Liber ad vitam I (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) >> Urkunden
1462 Oktober 21 (uff dornstag der eilff tusent meyde tag)
fol. 7v-8r
Urkunden
Literatur: Liebenau, Theodor von, Lienhart Kenmatter und Pfalzgraf Friedrich bei Rheine, in: Anzeiger für Schweizerische Geschichte Ser. NF, Bd. 2 (1874/77), S. 278.
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz
Publiziertes Regest: Hofmann, Conrad (Hrsg.), Quellen zur Geschichte Friedrichs des Siegreichen (Band 1): Matthias von Kemnat u. Eikhart Artzt. Regesten, München 1862, S. 389 [https://doi.org/10.11588/diglit.2348#0400].
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz
Publiziertes Regest: Hofmann, Conrad (Hrsg.), Quellen zur Geschichte Friedrichs des Siegreichen (Band 1): Matthias von Kemnat u. Eikhart Artzt. Regesten, München 1862, S. 389 [https://doi.org/10.11588/diglit.2348#0400].
Kopfregest: "Als min gnediger herr Lienhart Kemnater Aspach sin lebtag lang geben und innzuhaben gegönnt hat".
Helmstatt, Hans von; Ritter, Vater des Hans, 1462 tot
Helmstatt, Wiprecht d. J. von; Ritter, Sohn Hansens, 1470 tot
Kemnater (Kemnather, Kemnatter), Leonhard (Lienhart); Grundbesitzer zu Asbach, erw. 1462
Asbach : Obrigheim MOS; Burg
Kraichgau (Landschaft)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:02 MESZ
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