[S 1] 09 Buchhandlung Weege (Buchhandel, Verlag) (Bestand)
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09 NL 74
Stadtarchiv Lemgo (Archivtektonik) >> Private Unternehmen und Geschäfte
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Zu den Inhalten des Bestandes - siehe linke Seite.
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Geschichte des Bestandsbildners
Die Buchhandlung (zuletzt Mittelstraße 68) wurde 1910 von Oscar Mai gegründet. Im Jahr 1922 erwarb Ernst Weege das Buchhandlungsgewerbe. Nach seinem Tod in der Kriegsgefangenschaft übernahm seine Ehefrau Maria Weege die Buchhandlung. 1956 wurde Ernst Joachim Langewiesche Mitinhaber in der Buchhandlung. 1966 starb die bisherige Eigentümerin Marie Weege. Frau Brigitte Spethmann übernahm 1980 die Buchhandlung vom Inhaber Ernst Joachim Langewiesche. 1997 Umzug von der Mittelstraße 84/86 nach Mittelstraße 68. Die Buchhandlung schloß 2007 und die Räumlichkeiten wurden der Thalia Bücher GmbH übergeben.
Die Buchhandlung Weege in Lemgo zeichnete sich seit den 1920er Jahren durch vielfältige, kulturelle Aktivitäten aus (Lesungen, Kunstausstellungen, Theater...), die auch nach 1980 fortgesetzt wurden und häufig auch in Kooperation mit anderen Organsiationen in der Stadt, wie dem Engelbert-Kaempfer-Gymnasium, der VHS, der Sparkasse und Fachhochschule OWL stattfanden.
Das Archivgut ist 2018 von der letzten Inhaberin der Buchhandlung Frau Brigitte Spethmann-Heitlage dem Archiv übergeben worden.
Inhalt des Bestandes
Im Bestand befinden sich drei Gasteinträgebücher, die von 1940 bis 2007 geführt worden sind und die es erlauben, auch die Aktivitäten vor 1980 zumindest in groben Umrissen zu rekonstruieren. Schwerpunktmäßig sind im Bestand die Autorenlesungen in der Buchhandlung Weege zwischen 1980 und 2007 dokumentiert. Darüber hinaus finden sich Informationen zur Galerie Weege (Kunstausstellungen), Werbe- und Marketingmaßnahmen sowie zu besonderen Anlässen bei Jubiläen, Umzügen und Renovierungen der Geschäftsräume. Die Fotoaufnahmen decken den Zeitraum von 1980 bis 2007 ab. Geschäftsunterlagen der Buchhandlung oder des Verlages sind in diesem Bestand nicht enthalten.
Bearbeitung des Bestandes und Bewertung
Die ursprüngliche Sortierung der Unterlagen von Frau Spethmann-Heitlage ist im Laufe der Erschließung aufgelöst worden, um die Unterlagen nach Themen und/oder chronologisch zu sortieren. Bei den ursprünglich übergebenen Werbeplakaten sind als Beispiele für das unterschiedliche Layout nur sechs Plakate in den Bestand P2/508-513, bzw. in den Bestand P1/853 übernommen worden. Selbiges trifft auf den von der Buchhandlung Weege präsentierten digitalen Buchtipp Radio Lippes zu. Auch hier wurde nur ein Beispiel archiviert. Die im Zugang enthaltenen Zeitungsausschnitte wurden auf qualitativ höherwertiges Papier umkopiert. Die Originale der Zeitausschnitte wurden entsorgt. Nicht übernommen wurden Diaaufnahmen für Bildbandpublikationen des Buchverlages Spethmann-Heitlage.
Verweise
Des Weiteren ist es auch möglich, in den Zeitungsausschnittsammlungen des Stadtarchivs Lemgo (Bestände Z 9600 und Z 8000) zur Buchhandlung Weege zu recherchieren. In den Fotobeständen N 9, N 13 und N 18 sind noch ältere Außenaufnahmen der Buchhandlung Weege vorhanden.
Siehe auch Stadtarchiv Lemgo S 58 und S 67.
Literatur
Beiträge in den Lemgoer Heften, Ausgaben: 9/1980, 10/1980, 30/1985 und 32/1986.
Lukas Wattenberg, Marcel Oeben, April/Mai 2021
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Geschichte des Bestandsbildners
Die Buchhandlung (zuletzt Mittelstraße 68) wurde 1910 von Oscar Mai gegründet. Im Jahr 1922 erwarb Ernst Weege das Buchhandlungsgewerbe. Nach seinem Tod in der Kriegsgefangenschaft übernahm seine Ehefrau Maria Weege die Buchhandlung. 1956 wurde Ernst Joachim Langewiesche Mitinhaber in der Buchhandlung. 1966 starb die bisherige Eigentümerin Marie Weege. Frau Brigitte Spethmann übernahm 1980 die Buchhandlung vom Inhaber Ernst Joachim Langewiesche. 1997 Umzug von der Mittelstraße 84/86 nach Mittelstraße 68. Die Buchhandlung schloß 2007 und die Räumlichkeiten wurden der Thalia Bücher GmbH übergeben.
Die Buchhandlung Weege in Lemgo zeichnete sich seit den 1920er Jahren durch vielfältige, kulturelle Aktivitäten aus (Lesungen, Kunstausstellungen, Theater...), die auch nach 1980 fortgesetzt wurden und häufig auch in Kooperation mit anderen Organsiationen in der Stadt, wie dem Engelbert-Kaempfer-Gymnasium, der VHS, der Sparkasse und Fachhochschule OWL stattfanden.
Das Archivgut ist 2018 von der letzten Inhaberin der Buchhandlung Frau Brigitte Spethmann-Heitlage dem Archiv übergeben worden.
Inhalt des Bestandes
Im Bestand befinden sich drei Gasteinträgebücher, die von 1940 bis 2007 geführt worden sind und die es erlauben, auch die Aktivitäten vor 1980 zumindest in groben Umrissen zu rekonstruieren. Schwerpunktmäßig sind im Bestand die Autorenlesungen in der Buchhandlung Weege zwischen 1980 und 2007 dokumentiert. Darüber hinaus finden sich Informationen zur Galerie Weege (Kunstausstellungen), Werbe- und Marketingmaßnahmen sowie zu besonderen Anlässen bei Jubiläen, Umzügen und Renovierungen der Geschäftsräume. Die Fotoaufnahmen decken den Zeitraum von 1980 bis 2007 ab. Geschäftsunterlagen der Buchhandlung oder des Verlages sind in diesem Bestand nicht enthalten.
Bearbeitung des Bestandes und Bewertung
Die ursprüngliche Sortierung der Unterlagen von Frau Spethmann-Heitlage ist im Laufe der Erschließung aufgelöst worden, um die Unterlagen nach Themen und/oder chronologisch zu sortieren. Bei den ursprünglich übergebenen Werbeplakaten sind als Beispiele für das unterschiedliche Layout nur sechs Plakate in den Bestand P2/508-513, bzw. in den Bestand P1/853 übernommen worden. Selbiges trifft auf den von der Buchhandlung Weege präsentierten digitalen Buchtipp Radio Lippes zu. Auch hier wurde nur ein Beispiel archiviert. Die im Zugang enthaltenen Zeitungsausschnitte wurden auf qualitativ höherwertiges Papier umkopiert. Die Originale der Zeitausschnitte wurden entsorgt. Nicht übernommen wurden Diaaufnahmen für Bildbandpublikationen des Buchverlages Spethmann-Heitlage.
Verweise
Des Weiteren ist es auch möglich, in den Zeitungsausschnittsammlungen des Stadtarchivs Lemgo (Bestände Z 9600 und Z 8000) zur Buchhandlung Weege zu recherchieren. In den Fotobeständen N 9, N 13 und N 18 sind noch ältere Außenaufnahmen der Buchhandlung Weege vorhanden.
Siehe auch Stadtarchiv Lemgo S 58 und S 67.
Literatur
Beiträge in den Lemgoer Heften, Ausgaben: 9/1980, 10/1980, 30/1985 und 32/1986.
Lukas Wattenberg, Marcel Oeben, April/Mai 2021
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ