Heinrich Graf von Solms (Solmeze) bekundet: zwischen seinen Verwandten Johann, Sohn des + Heinrich, sowie den Brüdern Simon und Johann, Söhnen des +Johann, allen Grafen von Sp., herrschte Streit um Besitz und Gerichtsbarkeit in den Tälern der gemeinsamen Burgen Sp. und Dill (Dylle) sowie um die Vogteien der Klöster Sp. und Pfaffen-Schwabenheim (Swafhem). Die Parteien hatten sich auf Heinrich als Schiedsrichter geeinigt und ihm Vollmacht gegeben. Er entscheidet wie folgt: die Grafen und ihre Erben sollen in den Alloden und Tälern keine Gerichtsbarkeit ausüben; die Burgmannen bleiben in den althergebrachten Rechten. Graf Johann, Sohn des + Heinrich, und seine Erben haben künftig an den Vogteien keine Rechte. Wer dagegen vestößt, ist als Friedensbrecher anzusehen. Es siegeln (1) Heinrich Graf von Solms, (2) Graf Johann, Sohn des + Heinrich, (3) Graf Simon und (4) Graf Johann, Söhne des + Johann, (5) Emich Archidiakon zu Lüttich (Leodien.), (6) Heinrich von Sp. Domherr zu Köln (Colonien.), und (7) Eberhard von Sp. Zeugen: Johann Herr von Braunshorn (Bruns-), Johann Vogt von Rhaunen (Runa), Rudolf von Ansemburg (Ansenbruch), die Brüder Hugo und Heinrich genannt Cratz, Johann von Womrath (Wamerot) und Wilhelm von Kröv (Krove), alle Ritter. Der Archidiakon Emich und der Domherr Heinrich stimmen der Einigung zu und siegeln zum Zeichen dessen.