Friedrich II., Kurfürst von Sachsen sowie Sigismund und Wilhelm III., Herzöge von Sachsen, beurkunden eine Örterung [Teilung der Nutzungen] ihrer Länder und treffen diesbezüglich weitere Bestimmungen, beispielsweise zur Versorgung ihrer Schwester Katharina und zur Aufbewahrung der gemeinschaftlichen Urkunden in Rochlitz. 1) Friedrich II. erhält: Meißen, Großenhain (Hayn), Torgau, Dommitzsch, Schildau, Oschatz, Dresden, Pirna, Leisnig, Döbeln, Mittweida, Radeberg, Kleinwolmsdorf (Wolffranstorff), Dippoldiswalde, Dohna, Königstein, Lauenstein, Tharandt, Wehlen, Würdenhain (Wirdenhayn), Finsterwalde, Gottleuba, Ortrand, Skassa (Skassaw) und Mühlberg. 2) Sigismund erhält: Weißenfels, Neuenburg, Mücheln, Freyburg, Jena, die Saalefischerei zu Burgau, Weida, Leuchtenburg, Kahla, Stadtroda (Rode), Mylau (Melyn), Schöneck, Orlamünde, Triptis, Auma (Huma), Arnshaugk, Neustadt [an der Orla], Ziegenrück, Ranis, Pößneck, Saalfeld und Coburg in seinem Land zu Franken. 3) Wilhelm III, erhält: Altenburg, Leipzig, Zwickau, Chemnitz, Delitzsch, Rochlitz, Geithain, Delitzsch, Zörbig, Schellenberg [heute Augustusburg], Oderan, Stollberg, Burgau, Lobeda(Lobda), Lobdeburg, Borna, Wedau, Ronneburg, Harzgerode, Güntersberge, Gräfenhainichen, Düben, Landsberg, Schönfels und Crimmitschau. 4) Gemeinsam verbleiben: Freiberg mit der Münze und den Bergwerken, Brüx [heute Most, Tschrechien] und Riesenburg [heute Rýzmburk, Tschechien].