Kläger: Jürgen von Bibow zu Berendshagen in Mecklenburg, für seinen Sohn Eggert von Bibow, Beklagter: Herzog Franz II. von Sachsen-Lauenburg, Prozessvertreter: Dr. Bernhard Kühorn, Dr. Johann Melchior Reinhardt, Streitgegenstand: Fristversäumnisse und Inhaftierung trotz angebotener Kaution in einem Kriminalprozess gegen Eggert von Bibow wegen Missbrauch seines Amtes als Großvogt und Amtmann von Lauenburg und Schwarzenbek
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Kläger: Jürgen von Bibow zu Berendshagen in Mecklenburg, für seinen Sohn Eggert von Bibow, Beklagter: Herzog Franz II. von Sachsen-Lauenburg, Prozessvertreter: Dr. Bernhard Kühorn, Dr. Johann Melchior Reinhardt, Streitgegenstand: Fristversäumnisse und Inhaftierung trotz angebotener Kaution in einem Kriminalprozess gegen Eggert von Bibow wegen Missbrauch seines Amtes als Großvogt und Amtmann von Lauenburg und Schwarzenbek
LASH, Abt. 390 Nr. 34
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar >> 1 Prozessakten
1592-1594
Enthält: RKG 1592-1594; Briefwechsel des Jürgen von Bibow mit Fritz von Bülow, Landmarschall des Herzogtums Lauenburg, zu Gudow 1592 (Q 8); Promotorialschreiben des Herzogs Ulrich und der Herzogin Anna von Mecklenburg und des Herzogs von Pommern 1592 (Q9, 25-27); Bürgschaften für Eggert von Bibow 1592-1593; Gutachten der Juristen-Fakultäten Rostock und Greifswald 1593 (Q 23-24); Aktenstücke aus einem weiteren Mandatsprozess 1594, Schreiben des Dr. Abel Sylvius in Lübeck an den Barbier Jürgen Schomacher in Lauenburg 1593, wegen Behandlung des angeblich ernstlich erkrankten Eggert von Bibow, mit Medikamenten (Q35)
Verzeichnung
siehe auch Abt. 390 Nr. 35; siehe auch Brinkmann (E I 56)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 13:00 MEZ