Die Witwe Eyle Ernst, Bürgerin in Erfurt, übergibt den Ältesten der Pfarrkirche St. Bartholomeus in Erfurt 100 Gulden von einem Acker zu Mühlberg und 60 Gulden an der dortigen Mühle, für welche Heinrich und Hans Snegasse 3 Gulden zahlen, und bestimmt die Kapitalerträge von 9 Gulden jährlich insgesamt für ein Seelengedächtnis der Familie ihres verstorbenen Schwagers Klaus Ernst (seine Ehefrau Kune sowie ihre Töchter Else, Martha und Kune als auch Hans Ernst, dessen Frau Eyle und Kinder) in der Woche nach Ostern und Michaelis; je ein Insasse des großen Spitals vor dem Kramphintor, des Aussätzigenspitals sowie der Spitäler in Richtung Lindenberg und Ilversgehofen erhält zu den gleichen Terminen 3 Pfennige; der verbleibende Rest wird für Kirchbau und Armenpflege bestimmt; bei Verzögerung des Zinseingangs könne das Seelengedächtnis zeitweilig ausgesetzt werden; bei Aufkündigung des Kapitals sei mit Einverständnis der dann lebenden Familienangehörigen zu entscheiden, ob eine erneute Ausleihe oder die Aufnahme in die Lade erfolgen solle; die Ältesten erhalten für ihre Mühewaltung 4 Schilling Pfennig und 2 Hühner, die Klaus Store zu Michaelis von einem Hof zu Ilversgehofen zu geben hat. nach cristi geburth thusentvirhundirt dar nach in deme funffvndeßöbintzigisten Jare am montage nach michaelis. keine Beglaubigung (angekündigtes Siegel des Otto Ziegler, Schwiegersohn von Eyle Ernst)