Frater Petrus Kurzer von Cochem ("Cocheim"), Kartäusernovize, bestimmt in seinem Testament dem Kartäuserkloster St. Michael bei Mainz: 1) 600 fl.,. 2) 100 fl., davon eine Kasel ("Casul") zu Ehren der Hl. Jungfrau in der Mainzer Klosterkirche,. 3) 100 fl. - alles Mainzer Währung. Dafür soll ihm seine Zelle gebessert, angestrichen und geweißt, die Stube getäfelt, ein Laborium gebaut, 3 neue Fenster gemacht und Werkinstrumente gekauft werden. 4) 24 Batzen zum Kauf 2 kleiner und eines großen "beltzes". Seine Erben müssen die Legate nächst der Frankfurter Messe und Fastenmesse dem Kloster entrichten. Seinem Bruder Nikolaus Kurzer 5) ein Legat von 24 fl. jährlich, von den Verwandten auszuzahlen, die auch den Gültbrief aufheben müssen, da N. Kurzer leichtsinnig und verschwenderisch ist. - Aus dem Erbe der Eltern steht ihm sonst nichts mehr zu. Dem Hospital in Cochem ("Cocheim") 6) ein Bett mit Unterbett, 2 Federkissen, 2 Paar Leintücher und ein Decktuch, so wie das Bett im Haus des Anton Göbely in "Cocheim" gestanden hat. Seinem Bruder Heinrich Beyer 7) einen silbernen Trinkbecher als Prälegat. Zu seinem Testator bestimmt er seinen Bruder Heinrich und seine Schwester Maria, zu seinem Executor Johann Schneider, Licentiat beider Rechte, kurfürstlich Trierischen Sekretär. Zeugen: Johann Agricola, Prokurator des geistlichen Gerichtes zu Mainz; Jakob Fideler von Rockenberg, Student; Johann Haff von Weisenau; Kaspar Bürster von "Ernssberg"; Georg Kürssner, Bürger zu Vilzbach; Jakob Bernhard und Johann Weigandt "auf der Arckem" aus Hessen. Notariatsinstrument. Notar: Anton Lorbecher.