- Stimme Amerikas - Nürnberger Prozeß: Reportage über den letzten Tag der Verhandlungen
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 D451014/004
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949
Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949 >> Tondokumente des Jahres 1946 >> August 1946
Donnerstag, 8. August 1946
Die Geschichte der Angeklagten "ist heute abgeschlossen". Die letzten Worte von Ernst Kaltenbrunner, Chef des Reichssicherheitshauptamtes, und Julius Streicher, Gauleiter von Franken, vorgetragen im Ton eines kleinen Biedermannes. Die letzten Worte von Wilhelm Frick, Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, die noch "leerer" sind als die seiner Vorredner. Karl Dönitz, Großadmiral und Hitlers Nachfolger, äußert die "Erkenntnis", "daß das Führerprinzip als politisches Prinzip falsch" ist. Großadmiral Erich Raeder, der wenigstens seine "Schuld vor Gott" zugibt. Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop: "Kein Mißerfolg hat ihn davon überzeugen können, daß er auch nur einen Fehler begangen hat". Zu Rudolf Heß, Stellvertreter von Adolf Hitler, der unter "Verfolgungswahn" leidet. Zum Spannungsverlauf des Prozesses. Die letzten Worte von: Walther Funk, Reichswirtschaftsminister, Arthur Seyß-Inquart, Reichskommissar für die Niederlande, Fritz Sauckel, Generalbevollmächtigter für Arbeitseinsatz, und Albert Speer, Minister für Rüstung und Kriegsproduktion. Hans Frank, Generalgouverneur in Polen, Baldur von Schirach, Reichsstatthalter von Wien, und Hans Fritzsche, Leiter der Abteilung Funk im Reichspropagandaministerium, können es nicht lassen, "schön zu sprechen". Alfred Jodl, Chef des Wehrmachtführungsamtes, H. G. Hjalmar Schacht, ehemaliger Reichsbankpräsident, und Reichsmarschall Hermann Göring, sprechen in der "entrüsteten Art unschuldig Verfolgter"
0:13:55
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Böhmen [CZ]
Franken
Mähren [CZ]
Niederlande [NL]
Nürnberg N
Polen [PL]
Wien [A]
Nationalsozialismus: Folgen: Nürnberger Prozeß
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:24 MEZ
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